Formel 1 verbessert Cockpit-Schutz

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Nach dem Tod von Jules Bianchi plant die Formel 1 ab der Saison 2017 einen verbesserten Cockpit-Schutz einzuführen.

Laut "BBC" handelt es sich dabei um das von Mercedes entwickelte "Halo"-System. Dieses sieht zwei Streben in Form einer Ellipse seitlich am Cockpit sowie eine Querstrebe in der Mitte vor. 

Der Schutz soll größere Trümmerteile aufhalten und damit vor schweren Kopfverletzungen schützen.

"Die Fahrer sind überzeugt, dass ein Extra-Schutz für den Kopf kommen muss", sagt Alex Wurz.

Verändertes Sichtspektrum

Der Vorsitzende der Fahrergewerkschaft GPDA weiter: "Wir Fahrer sind natürlich glücklich, dass die FIA unserem Wunsch entspricht. Wir kommen nun in die Design-Phase, in der es darum gehen wird, dass die Piloten offen sind für ein verändertes Sichtspektrum. Ich bin gespannt, welche Design-Lösungen die Teams finden."

Die Sicht der Fahrer soll durch die Vorrichtung nicht beeinträchtigt werden. "Diese Strebe ist vermutlich 30 Millimeter breit, der Augenabstand beträgt aber rund 80 Millimeter", erklärt Wurz gegenüber "motorsport-total.com".

Was für den "Heiligenschein" spricht

Die FIA unternahm seit dem Unfall von Felipe Massa 2009 zahlreiche Tests verschiedener Schutz-Systeme. Für "Halo" - zu Deutsch "Heiligenschein" - spricht, dass es sich nicht um ein geschlossenes Cockpit handelt und die Fahrer im Notfall besser aus dem Auto geborgen werden können.

"Es hat sich herauskristallisiert, dass dieses Halo-Konzept eine in allen Bereichen sehr effiziente Lösung ist", so Wurz.

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