Ferrari kommt Mercedes etwas näher

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Mercedes gibt auch im 2. Training zum Grand Prix von Spanien in Barcelona den Ton an. 

Lewis Hamilton fährt in 1:20,802 Minuten erneut die Bestzeit am Circuit de Barcelona-Catalunya, nur 0,090 Sekunden dahinter folgt sein Teamkollege Valtteri Bottas.

Dahinter liegen wie am Vormittag die beiden Ferraris, die den Silberpfeilen etwas näher kommen. Kimi Räikkönen wird erneut Dritter (+0,310), gefolgt von WM-Leader Sebastian Vettel (+0,418).

Das Red-Bull-Duo Max Verstappen (+0,636) und Daniel Ricciardo  (+0,783) landet auf den Plätzen fünf und sechs.

Am Ende der zweiten Einheit lagen die ersten sieben Fahrer unterhalb einer Sekunde. Das Feld hinter den drei Topteams führte Renault-Mann Nico Hülkenberg an. Einen katastrophalen Freitag erlebte Fernando Alonso, der nur wenige Runden im McLaren-Honda drehen konnte.

Rutschiges Training

"Es war ein besserer Start in das Wochenende als in Sotschi. Deshalb bin ich glücklich", betonte Hamilton. Schon am Vormittag knackte der Brite in 1:21,521 Minuten seine Pole-Position-Zeit vom Vorjahr, die bei 1:22,00 stand. Am Nachmittag absolvierte er seine schnellste Runde in 1:20,802. "Wir sind so weit sehr zufrieden", meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Vettel beklagte im ersten Training eine Fehlfunktion beim Getriebe, später stellte sich dies als Problem mit der Radaufhängung heraus. Nach einer erzwungenen Pause kam er auf die viertschnellste Zeit, war aber 1,079 Sekunden langsamer als Hamilton. "Ich bin nicht zufrieden. Es war ziemlich schwierig, sehr rutschig. Ich glaube, das ging allen so. Das Auto war nicht gut", meinte der Deutsche. Am Samstag wolle er "etwas zulegen".

Mercedes sorgte mit auffälligen neuen Aerodynamik-Details am Auto für neugierige Blicke und Diskussionen im Fahrerlager. Signifikante Upgrades waren vor dem Barcelona-Wochenende vor allem von Red Bull erwartet worden, doch die Änderungen beim Weltmeisterteam der vergangenen drei Jahre stachen jene beim Austro-Rennstall aus.

"Enger Kampf" zwischen Mercedes und Ferrari

Während der RB13 im Wesentlichen wie zuletzt in Sotschi aussah, überraschte Mercedes etwa mit einer schmäleren Nase, neuen er schmäleren Nase, neuen Bargeboards, einem überarbeiteten Heckflügel und einem komplexeren Unterboden. Wolff bezeichnete das Auto als "sehr ausgefeilt. Aber Freitag ist ziemlich früh, morgen werden wir sehen, was es wirklich ausmacht."

"Es ist ein enger Kampf mit Ferrari, es liegt alles an den Details", erklärte Russland-Sieger Bottas. "Jedes Teil zählt, und wir versuchen definitiv, das Auto so schnell wie möglich zu entwickeln."

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko räumte ein, dass der RB13 noch nicht die endgültige Lösung sei - mehr Upgrades würden demnächst folgen. Das für Kanada angekündigte Motor-Update von Renault soll erst kurz vor dem Sommer fertig werden. Verstappen nannte den Baku-Grand-Prix am 25. Juni als angepeiltes Datum.

Alonso entschuldigt sich bei Fans

Lokalmatador Alonso musste seinen McLaren-Honda im ersten Training schon nach ein paar Metern abstellen. Ein Motorschaden stoppte seinen Wagen, der mit einem Kran abtransportiert wurde, in der Mittagspause musste das Auto massiv umgebaut werden. "Es tut mir leid für die Fans", sagte der Spanier, ehe er das Gelände verließ und wenig später via Instagram ein Bild von sich auf dem Tennisplatz verbreitete.

Am Nachmittag brachte er es auf 21 Runden, sein Rückstand als 20. und Letzter betrug 3,275 Sekunden. "Der Motor fühlt sich noch langsamer an - erstaunlich", teilte er mit. Als einziger Fahrer kam Alonso heuer in vier Rennen nicht einmal ins Ziel. Das Rennen nach Barcelona in Monaco lässt der 35-Jährige aus, da er beim legendären Indy500 in den USA startet.

Am Samstagvormittag findet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya das dritte Freie Training statt. Das Qualifying steigt danach ab 14.00 Uhr.



Retro-Look bei Ferrari in Spanien: Ab dem Europa-Auftakt sind die Nummern bzw. Namen der Piloten besser zu sehen. Ein Überblick:

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Bei Ferrari sind die Nummern an der Front nun besser zu sehen und erinnern an alte Boliden aus den 70ern.

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Zusätzlich sieht man die Nummern, hier jene von Kimi Räikkönen, auch an der Heckfinne.

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Mercedes hat sich dafür entschieden, das Fahrerkürzel und die Nummer auf der Finne anzubringen.

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Dazu sind die Nummern an der Front jetzt fabrblich getrennt. Hamiltons 44 ist rot, Bottas' 77 blau.

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Bei Red Bull Racing prangen die Nummern der Piloten wie bei Ferrari von der Heckfinne.

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Auch die Nummer an der Front ist neu - und deutlich größer.

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Etwas versteckt ist die Nummer bei Force India angebracht - gut sichtbar ist etwas anderes.

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Williams hat die Namenskürzel auf dem Heckflügel angebracht.

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Die Lösung von Toro Rosso: Das Kürzel an der "Heckflosse"

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Bei McLaren findet man die Namens-Kurzform an der Seite der Airbox.

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Auch Sauber nützt die Heckfinne als Platz für das Namenskürzel.

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Die Kürzel "GRO" und "MAG" sind nun auf dem Haas-Boliden zu sehen.

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Und auch Renault hat die Kürzel auf der Heckfinne angebracht.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1: So sehen die neuen Nummern & Namen am Auto aus

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