Rosberg sichert sich Pole in Ungarn

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Die Pole Position beim Grand Prix von Ungarn geht an Nico Rosberg.

In einem aufgrund des starken Regens und mehrerer Zwischenfälle besonders langen Qualifying schnappt sich der Deutsche in letzter Sekunde Platz eins vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton und Daniel Ricciardo (Red Bull).

Auf Platz vier landet mit Max Verstappen der zweite Red-Bull-Pilot.

Ferrari fährt nur hinterher: Sebastian Vettel muss sich mit Platz fünf begnügen, Kimi Räikkönen wird gar nur 14.

"Es ist wirklich gut gelaufen für mich. Am Ende habe ich richtig gute Runde erwischt. Die hat richtig gepasst", freute sich der Deutsche, der seinen Vertrag bei Mercedes vor zwei Tagen bis 2018 verlängert hatte.

Reifen-Poker bei nasser Strecke

Das Ausscheidungsverfahren war wegen heftigen Regens zunächst um 20 Minuten verspätet begonnen worden.

Weil der Regen dann ein Comeback gab und zudem Marcus Ericsson, Felipe Massa und Rio Haryanto von der Strecke rutschten, wurde die erste Phase viermal mittels Roter Flagge unter- bzw. letztlich abgebrochen. Die drei Piloten blieben offenbar unverletzt.

Im Q2-Segment hatte sich das Thema Regen erledigt, die Bedingungen wurden nach und nach besser. Es begann ein munteres "Reifen wechsel dich"-Spiel, eine Bestzeit hatte in dieser Phase nur kurz Bestand.

"Wahnsinns-Qualifying"

Hamilton blieb als Zehnter gerade noch über dem Strich, der die Elimination bedeutet hätte. Daneben ging das Timing bei Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, der es als 14. im zweiten Durchgang nicht in den finalen Abschnitt schaffte.

Dort lieferte Weltmeister Hamilton zunächst die Benchmark, doch seine Zeit wurde letztlich von seinem ewigen Rivalen noch um 0,143 Sekunden unterboten. Weil infolge eines Drehers von Fernando Alonso wenige Momente vor Ablauf des Q3 eine Gelb-Phase angezeigt war, herrschte zunächst Unklarheit.

Hamilton befand sich in direkter Nähe von Alonso und wurde auf seiner letzten Runde im Gegensatz zu Rosberg dadurch entscheidend aufgehalten. "Was für ein Wahnsinns-Qualifying. Die Bedingungen waren kreuz und quer", sagte der Quali-Sieger.

Für den heuer fünffachen Saisonsieger ist es nach 2014 die zweite Pole Position auf dem Hungaroring, wo er im Rennen noch nie besser als Vierter war. Der Deutsche liegt in der WM-Gesamtwertung derzeit einen Punkt vor Hamilton.

Ricciardo verärgert

Der versprach am Sonntag (14.00 Uhr) einen Angriff, obwohl Überholen hier schwierig ist. "Ich habe mich gut gefühlt auf meiner letzten Runde und war vier Zehntel vorne. Ich habe Pech gehabt, aber diese Dinge passieren", meinte der 31-Jährige.

Auf der kurvenreichen Strecke bei Budapest ist die Motorenleistung nicht so gefragt wie auf vielen anderen Formel-1-Schauplätzen, daher dürfen sich auch die Mercedes-Herausforderer Red Bull und Ferrari Hoffnungen machen. Im Vorjahr gewann Sebastian Vettel hier sein zweites Rennen für Ferrari nach Malaysia, 2014 hatte Daniel Ricciardo die Nase vorne gehabt.

Der Australier startet am Sonntag von der dritten Position, auch er war in Q2 knapp vor dem Aus gestanden. "Uns hat die Gelbe Flagge auch geschadet. Ich war ziemlich verärgert auf dieser letzten Runde", sagte Ricciardo.

Hinter ihm landete sein Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen, Vettel folgte auf Platz fünf. Der Vierfach-Champion kritisierte danach erneut den Reifenhersteller Pirelli, diesmal wegen angeblich nicht tauglicher Regengummis, die das Aquaplaning nicht verhinderten.


Nico Hülkenberg stellt dir den Hungaroring im VIDEO vor:

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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