Dennis wegen Alonso-Startverbot sauer auf FIA

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Das Startverbot für Fernando Alonso beim GP von Bahrain sorgt bei Ron Dennis für Unmut.

Der McLaren-Teamchef kritisiert die Art und Weise, wie die FIA zur Entscheidung kam. "Zwei verschiedene Ärzte-Teams in Spanien hatten Fernando freigestellt zu fahren. Wir waren überrascht, hier eine andere Interpretation zu bekommen."

Am Freitagabend wollte sich Alonso neuerlich einer Untersuchung unterziehen: "Die FIA hat gesagt, dass er unabhängig davon, wie ein Scan aussehen würde, nicht fahren darf."

Team sollte entscheiden

Diese Haltung ist für Dennis unverständlich: "Wenn man ein Scan macht und sagt, dass es dieses oder jenes Signal gibt, das dagegen spricht, das Rennen zu fahren, dann kann ich damit leben. Aber zu sagen, dass egal ist, was ein Scan ergibt, stört mich."

Für ihn sei es frustrierend, keine Chance zu bekommen, den Zustand des Fahrers zu ermitteln. Und er zieht einen Vergleich: "In fast jedem Teamsport der Welt legt das Team fest, ob ein Athlet fit genug ist. Das ist beim Fußballspieler so, beim Eishockeyspieler, beim Skifahrer. Ich sehe die Aufgabe der FIA darin, die Sicherheit der anderen Fahrer zu gewährleisten. Aber wenn ein Fahrer Schmerzen hat und dennoch fahren will, dann sollte das seine eigene Entscheidung sein."

"An dem Punkt wurde es subjektiv"

Die FIA-Ärzte begründeten ihre Entscheidung damit, dass sich die gebrochenen Rippen bei hohen Fliehkräften verschieben und unter Umständen die Lunge des Spaniers verletzten könnten.

Dennis sieht das anders: "Es ist eine gebrochene Rippe. Die Kommissare waren happy. Die Entscheidung lag beim Arzt. Was einmal wissenschaftlich war, wurde an dem Punkt subjektiv. Und das finde ich falsch. Aber wir respektieren letztlich die Entscheidung der FIA und werden damit leben."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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