FIFA ist gefordert, Reformstau abzuarbeiten

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Der Fußball steht - angeblich - vor einer völlig neuen Zeitrechnung. Am 26. Februar wird der neue FIFA-Präsident gewählt. Der Weltverband bekennt sich zu einem Reformplan. Der wird notwendig sein, um die Interessen aller Kontinental-Verbände unter einen Hut zu bringen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Einen akuten Reformstau gibt es auch bei den Fußball-Regeln. Der Video-Beweis ist auf dem Vormarsch. Das passive oder aktive Abseits, absichtliches oder unabsichtliches Handspiel sorgen für viele hitzige Diskussionen und die Konsequenzen nach einer "Notbremse" (Ausschluss, möglicher Elfmeter sowie Sperre für ein Spiel) lösen fast überall Kopfschütteln aus. Die "Dreifach-Bestrafung" wird allerorts als unangemessen heftig empfunden.

Sei’s drum. Es gibt auch Experten, die eine Änderung des Punkte-Systems fordern. Der Deutsche Felix Magath plädiert dafür, dass für ein 0:0 zukünftig in einer Meisterschaftstabelle keine Punkte mehr vergeben werden. Jeder noch so provokante Vorschlag bietet dem Stammtisch reichlich Futter.

Die Entscheidung über Änderungen der Fußballregeln allerdings liegt seit 1882 (!) beim International Board. Einmal jährlich treffen sich dabei die honorigen acht Mitglieder bestehend aus den vier "Ur-Fußballverbänden" England, Schottland, Wales und Nordirland sowie vier FIFA-Funktionären, um diverse Vorschläge zu beraten bzw. neue Regeln zu beschließen.

Das System funktioniert seit 130 Jahren und gilt für viele Fans und Experten als Geheimnis für die weltweite Popularität des Fußballs. Ob das Gremium und die Vorgangsweise für Regeländerungen noch zeitgemäß sind, sei dahingestellt. Fakt ist, dass auf die "FIFA neu" große Aufgaben warten und der Reformstau - auch, was mögliche neue Regeln für das Spiel betrifft - schleunigst abgearbeitet werden muss.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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