Flutlicht-Farce: Die Admira trifft kaum Schuld

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Die 1:2-Niederlage der Admira in der 3. Runde der Europa-League-Quali gegen Slovan Liberec sorgte für internationale Schlagzeilen.

Nicht etwa wegen des Resultats, viel mehr ob der kuriosen Ereignisse. Zur Halbzeit musste der Schiedsrichter nach einer Verletzung ausgewechselt werden, in der zweiten Hälfte bahnte sich ein Flitzer den Weg auf das Spielfeld und das Flutlicht fiel gleich drei Mal aus.

Eine Farce. Peinlich. Schlechte Werbung für den österreichischen Fußball. All diese Aussagen treffen zu, die Admira selbst trifft aber kaum Schuld. Für die Blessur des Offiziellen kann niemand etwas. Und auch bei den anderen beiden Pannen kann man dem Verein keinen Vorwurf machen.


Denn: Die Heimstätte ist nicht Eigentum des Klubs. Das Stadion gehört den Bundessport- und Freizeitzentren Austria, deshalb auch „BSFZ-Arena“. Und diese sind als Eigentümer verantwortlich für die Flutlichtanlage.

Die Verantwortlichen versichern, dass die Scheinwerfer regelmäßig gewartet werden. Erst am Mittwoch und Donnerstag war das Flutlicht aus Test-Zwecken drei bzw. vier Stunden aufgedreht – ohne Probleme oder Ausfälle.

Auch der peinliche Umgang mit dem Platzstürmer – dem ersten Flitzer in der fast 50jährigen Geschichte der Südstadt – lag nicht in den Händen des Klubs. Dafür ist die Sicherheitsfirma „Securitas“ verantwortlich.

Einen Vorwurf kann man dem Klub dann aber doch machen. Mitschuld an der mehr als halbstündigen Unterbrechung war nämlich der fehlende Schlüssel zu jener Kammer, in der sich die Sicherungen des Stromkastens befinden.

Hätte man den Zugang zu diesem Raum schneller geschaffen, wäre die Pause kürzer gewesen. Zu den weiteren beiden Dunkel-Phasen wäre es aber trotzdem gekommen, da der Fehler nicht so schnell gefunden und behoben werden konnte.

Was bleibt, sind somit die schlechte Darstellung in der Öffentlichkeit und die drohende Geldstrafe der UEFA. Zwei Folgen, die der Admira mehr schaden als jede Niederlage auf dem Platz.

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