"Ein guter Tag für den Weltfußball"

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ÖFB-Präsident Leo Windtner freut sich für den neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino: "Ich bin erleichtert, weil wir Gianni nach Kräften unterstützt haben. Es ist ein guter Tag für den Weltfußball."

Der ÖFB hatte mit Europa den bisherigen UEFA-Generalsekretär unterstützt: "Die UEFA ist gut unterwegs, sportlich und finanziell und das ist Hauptverdienst von Gianni."

"Er garantiert am meisten, dass die Vertrauensbasis, die Glaubwürdigkeit und letztlich der Fußball zurück in den Mittelpunkt kommt."

Starker Infantino-Auftritt

Der ÖFB-Boss zeigte sich von Infantinos letzter Wahlrede vor dem Urnengang begeistert: "Gianni ist fünfsprachig, er ist auf alle Konföderationen in den jeweiligen Muttersprachen eingegangen, hat sie abgeholt und mitgenommen."

Der große Favorit hätte hingegen nicht überzeugen können: "Scheich Salman war bei seinem Auftritt nicht in Topform. Zudem trägt er das Odium der Menschenrechtsverletzungen herum, zu dem er sich nie geäußert hat. Es hätte die Gefahr bestanden, dass die FIFA mit ihm wieder zurück in diesen Strudel gerät."

Letztlich sei auch "Europa endlich einmal zusammengerückt. Das war bisher nicht der Fall. Es hat beim Frühstück Gerüchte gegeben, dass Russland oder der sogenannte Monarchie-Block, zu dem auch wir gehören, vielleicht umfallen. Alle haben aber durchgehalten."

Weichen für Zukunft gestellt

Der Kandidatur-Rückzug von Tokyo Sexwale habe Windtner überrascht: "Er hatte einen launigen, sensationellen Auftritt gehabt, der alle erheitert hat. Ich glaube, er hat gesehen, dass er keine Chance hat, dann aber die Bühne genützt, um in Afrika für den Rat in Position zu kommen, wo ja mehr Kandidaten aufgenommen werden."

Infantino habe auch mit dem Reformpaket gepunktet: "Wir waren auch nicht sicher, ob das Reformpaket so durchläuft. Eine Dreiviertel-Mehrheit ist nicht selbstverständlich. Palästinensische Vertreter wollte sogar noch abwarten. Es war aber akuter Handlungsbedarf, dass die Machtkonzentration zurückgeschraubt wird und die wirtschaftliche Schiene in eine andere Richtung rutscht. Das ist letztlich gut gegangen und war sicher gute Stimmungsmache für den Wahlgang, weil Gianni in der Reformgruppe war."

Für Windtner stehe nun die Umsetzung des Reformpaketes im Mittelpunkt: "Es ist jetzt notwendig, den Council mit Personen aufzustocken und sicherzugehen, dass diese "clean" sind. Infrastruktur, Nachwuchs und Frauen gehören gefördert, damit wir weltweit, auch in Österreich - das war bislang nicht der Fall - etwas von FIFA spüren."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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