IFAB beschließt Testphase für Videobeweis

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Ein großer Schritt zur Revolution im Fußball ist getätigt! Das International Football Association Board beschließt in Cardiff eine umfassende Testphase für den Videobeweis als Hilfsmittel für Schiedsrichter.

Spätestens ab der übernächsten Saison wird die Maßnahme für zwei Jahre in verschiedenen Ligen erprobt. Bislang gibt es zwölf Bewerbungen.

Der Videobeweis soll in vier Situationen angewendet werden: Bei Toren, Ausschlüssen, Elfmetern sowie bei etwaigen Verwechselungen von Spielern.

Anders als im Jänner angedacht, soll es nur eine Art von Experiment geben, bei dem ein Assistenzschiedsrichter sich die Videobilder anschaut und entweder eine Szene auf Bitten des Schiedsrichters prüft oder sich aktiv an diesen wendet, wenn der Unparteiische auf dem Platz etwas übersehen hat.

"Heute haben wir eine wirklich historische Entscheidung für den Fußball getroffen", so Neo-FIFA-Präsident Gianni Infantino, der ebenfalls an der 130. Jahresversammlung des IFAB teilnimmt.

Daneben werden bei der Sitzung auch weitere Regeländerungen in Angriff genommen, insbesondere die Abschaffung der "Dreifachbestrafung" aus Elfmeter, roter Karte und Sperre bei einer Notbremse.

Ab Juni und damit schon bei der Europameisterschaft wird ein Foul im Strafraum nicht mehr zwingend mit einer Roten Karte geahndet, ferner es sich um keine Tätlichkeit handelt. Auch hier ist eine Testperiode von zwei Jahren anberaumt.

Textquelle: © APA/LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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