Platini bleibt vorerst UEFA-Präsident

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Michel Platini ist trotz seiner Rücktritts-Ankündigung weiter UEFA-Präsident.

"Er ist nicht zurückgetreten", sagt UEFA-Rechtsdirektor Alasdair Bell im Rahmen einer Exekutivkomitee-Sitzung in Basel: "Er ist der Präsident der UEFA, auch wenn er suspendiert ist. Aber er ist der Präsident, bis es einen neuen gibt."

Dieser soll am 14. September in Athen gewählt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 20. Juli. Der neue Präsident soll die Amtszeit von Platini, die noch bis März 2019 läuft, zu Ende führen.

Van Praag kandidiert

Erster Anwärter auf die Nachfolge von Platini ist der Niederländer Michael van Praag. Der 68-Jährige verkündete seine Kandidatur für die Wahl am Mittwoch auf der Internetseite des niederländischen Verbandes. 

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte Anfang Mai die Sperre gegen Platini wegen der fragwürdigen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken durch Ex-FIFA-Chef Joseph Blatter lediglich von sechs auf vier Jahre verkürzt. Der 60-Jährige hatte unmittelbar danach in einer persönlichen Stellungnahme ausdrücklich seinen Rücktritt erklärt.

"Michel Platini ist suspendiert, aber er ist nicht zurückgetreten", betont Bell. Platini werde zurecht noch als Verbandspräsident auf der UEFA-Internetseite geführt. 

Was passiert bei der EURO?

Damit ist auch Platinis Rolle bei der EURO im Juni in Frankreich weiter unklar. Bei der Frage, ob Platini bei der EM in Frankreich als Gast auf die Ehrentribüne darf, hat sich die UEFA an den Weltverband (FIFA) gewandt.

"Wir haben einen Brief geschrieben und um Aufklärung gebeten. Es ist derzeit nicht ganz klar, was die Sanktion bedeutet und welche Rechte die Person noch hat. Er darf vom Ausrichter nicht eingeladen werden, er darf aber eine Karte kaufen. Wir müssen noch herausfinden, welche Rechte er besitzt. Wir wollen nicht gegen FIFA-Auflagen verstoßen", sagt UEFA-Interims-Generalsekretär Theodore Theodoridis.

Laut dem Griechen soll Platinis Vize Angel Maria Villar am 10. Juli den Pokal an den neuen Europameister übergeben.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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