10 Jahre nach Kopfstoß: Materazzi deckt auf

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Zehn Jahre nach Zinedine Zidanes Kopfstoß im WM-Finale zwischen Frankreich und Italien ist nach wie vor nicht genau geklärt, welche Worte zwischen dem nunmehrigen Real-Trainer und Marco Materazzi gefallen sind.

Spekulationen gibt es genügend, die beiden Akteure verrieten aber nie genau, wer was gesagt hat. Der Italiener bringt nun aber Licht ins Dunkel: "Meine Mutter starb, als ich 15 war - deshalb hätte ich seine niemals beleidigt. Ich habe über seine Schwester gesprochen."

"Seine Reaktion war übertrieben"

Details will der ehemalige Inter-Abwehrmann aber nicht verraten. "Was ich gesagt habe, war dumm. Aber seine Reaktion war übertrieben. In den Straßen von Neapel, Milan, oder Paris hörst du schlimmere Sachen."


Inzwischen verzückt Antoine Griezmann die "Grande Nation". Wir wissen, was ihn so stark macht:

(Unterhalb des Videos verrät eine Lippenleserin, was Zidane und Materazzi genau gesagt haben sollen)


Am 9. Juli 2006, also vor exakt zehn Jahren, kam es in der 110. Minute der Nachspielzeit zum kontroversen Vorfall. Zidane sah die Rote Karte und Italien setzte sich schließlich im Elfmeterschießen durch.

So soll es abgelaufen sein

Schon vor einiger Zeit will Mariella Balsamo das Rätsel um den genauen Wortlaut gelöst haben. Die Dozentin am Nationalen Institut für Gehörlose in Messina wisse nach dem Studium der Lippenbewegungen, was gesagt wurde und klärte gegenüber "Paris Match" auf:

Nachdem Materazzi Zidane am Trikot zerrte, sagte der Franzose: "Wenn Du es haben willst, schenke ich es Dir nachher." Der Italiener daraufhin: "Lass mich, Du Schwuchtel. Du mit Deiner Nutten-Schwester. Scheiße." Zidane drehte sich um, Materazzi erneut: "Deine Schwester, diese Nutte." Zidane näherte sich dem Verteidiger, der nochmals nachlegte: "Ich spalte Dir den Arsch." Danach kam es zum weltbekannten Kopfstoß.

Ob es sich wirklich genau so abgespielt hat, wissen nur die beiden "Hauptdarsteller". Die These wird aber durch Materazzis Bekenntnis, Zidanes Schwester beledigt zu haben, gestärkt.

Fest steht jedenfalls: Auch zehn Jahre danach ist das Rätsel um den Kopfstoß nicht vollständig geklärt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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