Planten FIFA-Boss Infantino und Council Komplott?

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Beim FIFA-Kongress vor zwei Wochen in Mexiko soll Präsident Gianni Infantino mit dem Council einen Komplott gegen Chefaufseher Domenico Scala realisiert haben.

Laut "FAZ" sollte Scala entscheidend geschwächt werden, was letztlich gelang: Der Council wurde für ein Jahr ermächtigt, Mitglieder der eigenen Kontrollinstanzen zu benennen oder entlassen. Zuvor war dafür der Kongress zuständig, das Treffen aller 211 Mitgliedsverbände.

Scala trat wegen der beraubten Unabhängigkeit daraufhin zurück.

Untersuchung gegen Infantino?

Die Vorwürfe gegen Infantino und die Council-Mitglieder könnten eine Untersuchung der Ethikkommission nach sich ziehen. Dies wollte Roman Geiser, der Sprecher der ermittelnden Kammer, weder bestätigen noch dementieren.

"Es ist Aufgabe der Untersuchungskammer, alle geäußerten Vorwürfe und Eingaben laufend zu prüfen, was sie auch tut. Zum Schutze aller Untersuchungen ist die Untersuchungskammer jedoch nicht in der Lage, Angaben zu machen, ob gegen eine Person eine Voruntersuchung eingeleitet wurde oder nicht", teilte Geiser am Freitagabend in einer Erklärung mit.

"Ein formelles Verfahren wird eröffnet, falls prima facie ein Tatbestand vorliegt."

Enttäuschter Scala

Scala, der als Architekt der FIFA-Reformen gilt, hatte nach seinem Rücktritt deutliche Worte gewählt.

"Die Gremien werden damit faktisch ihrer Unabhängigkeit beraubt und drohen zu Erfüllungsgehilfen derjenigen zu werden, die sie eigentlich überwachen sollten", begründete er seinen Abschied als Vorsitzender der Audit- und Compliance-Kommission.

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