Ceferin will eine "Super League" verhindern

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Einen Tag vor der Wahl des neuen UEFA-Präsidenten stellt sich mit Aleksander Ceferin der favorisierte Kandidat gegen die kolportierten Pläne der europäischen Großklubs.

Der slowenische Verbandspräsident spricht sich vor dem Urnengang in Athen entschieden gegen eine Eliteliga aus.

"Zu allererst werden wir alles tun, damit eine Super League niemals passiert", erklärt der 48-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

"Die Vereine wussten nichts davon"

Die UEFA hatte erst im vergangenen Monat die Änderungen ihres Premiumprodukts Champions League verkündet.

Diese umfassen auch mehr Startplätze für Vertreter der großen Ligen in Spanien, England, Deutschland und Italien ab der Saison 2018/19. Vertreter der "kleinen" Ligen äußerten Befürchtungen, wonach dies der erste Schritt zu einer rein aus Großclubs bestehenden "Super League" sei.

Vor allem der Umstand, dass die einflussreichsten Klubs in den Gesprächen voranschritten, bereitet Ceferin Sorgen.

"Die Änderungen fallen ganz offensichtlich nicht zugunsten der kleinen und mittleren Verbände aus. Der Prozess war nicht gut. Die Vereine wussten nichts davon, das sollte sich in Zukunft ändern", sagte der Rechtsanwalt aus Ljubljana, der sich bei der Wahl in Athen am Mittwoch dem Niederländer Michael van Praag stellt.

Ceferin will kein Polpulist sein

Er sei sich auch nicht sicher, ob die Großklubs die Super League wirklich wollen, betonte Ceferin.

"Sie haben es einfach mit Drohungen vorangetrieben - und waren erfolgreich." Auf die Frage, ob er die Änderungen am Format der Königsklasse als neuer UEFA-Präsident wieder zurücknehmen werde, hielt sich der Slowene aber bedeckt. Er wolle kein Populist sein, meinte Ceferin: "Wir sollten einen Blick darauf werfen und sehen, was man tun kann."

Zu neuen Formaten hatte Ceferin andere Vorschläge. So seien übernationale Ligen für nicht für den Europacup qualifizierte Mannschaften vorstellbar. Diese sollen die nationalen Meisterschaften freilich nicht ersetzen, betonte der 48-Jährige.

Außerdem könnten sich Strafzahlungen an die UEFA laut seinen Vorstellungen künftig am Umsatz der Betroffenen orientieren. "Man kann nicht 20 Jahre in derselben Position verharren", erklärte Ceferin. "Wenn San Marino oder Gibraltar mit 100.000 Euro bestraft werden, und ein Großer mit der gleichen Summe, das ist nicht dasselbe."


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