Blatter verteidigt sich in persönlichem Brief

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Joseph Blatter beteuert in einem persönlichen Brief an alle 209 Verbands-Mitglieder der FIFA noch einmal seine Unschuld im Korruptionsskandal.

"Die Unterstellung und Anschuldigungen, die von der untersuchenden Kammer der Ethikkommission gegen mich erhoben wurden, machen mich fassungslos", schreibt der Schweizer. Das Vorgehen der Kommission erinnere ihn "an eine Inquisition".

"Er ist in einer sehr kämpferischen Stimmung", teilt Blatters Berater Klaus Stöhlker mit.

"Respekt, Ehrlichkeit und Fair Play"

Weiters schreibt der Schweizer, er habe sich seinen Aufgaben "stets mit Respekt, Ehrlichkeit und Fair Play gestellt". Er habe sich nichts vorzuwerfen. Schließlich habe er vor sechs bis acht Jahren Reformen im Fußball-Weltverband angestoßen.

Die dubiose Zahlung an Platini 2011 verteidigt der 79-Jährige ebenfalls. "Sie war rechtens, weil sie auf einen mündlichen Vertrag basierte. Und Verträge sind einzuhalten", kommentiert Blatter. Die Korrektheit der Zahlung sei durch alle zuständigen FIFA-Instanzen bestätigt worden.

Aussage vor Ethikkammer

Blatter soll am Donnerstag vor der rechtsprechenden FIFA-Ethikkammer aussagen. Am 21. Dezember wird das Urteil erwartet. 

Dem Schweizer wird eine dubiose Zwei-Millionen-Franken-Zahlung im Jahr 2011 an den ebenfalls suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini vorgeworfen. Laut der Funktionäre handelt es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Dienste aus den Jahren 1998 bis 2002.

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