Der Junge, der einen Ball gebar

Aufmacherbild
 

In sozialen Medien wird er gefeiert. Sie nennen ihn einen amerikanischen Helden. Was Brian Garruto in den Wochen rund um den Jahreswechsel auf dem Fußballplatz gemacht hat, versetzt die Menschen in Entzückung.

Ob und wie gut Brian Garruto Fußballspielen kann, ist nicht überliefert. Das spielt auch keine Rolle.

Die Geschichte dreht sich um eine Mail, die der Teenager von der North Side Co Ed Soccer League bekommen hat. Darin wird Garruto mitgeteilt, dass er aus der Liga ausgeschlossen wird. Die Auflistung der Verfehlungen ist ein Sammelsurium aus Absurditäten.

„Wir haben Sie mehrmals verwarnt, aber offenbar haben Sie unsere Autoritäten immer noch nicht respektiert“, steht da.

Auf dem Platz telefoniert

Alles begann am 6. Dezember 2015. Garruto, der für die Cleveland Steamers aufgelaufen ist, weigerte sich, Schienbeinschoner zu tragen. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Im selben Spiel hat der junge Mann auf dem Rasen stehend einen Telefonanruf getätigt.

Auch sein mehrmals gezeigter Torjubel – er schoss mit einem imaginären Pfeil und Bogen auf seine Gegner – hat die Herrschaften der Liga nicht übermäßig amüsiert.

Ein weiteres Schmankerl: Am 13. Dezember versteckte Garruto den Ball unter seinem Trikot und lief damit ins Tor.

Mit dem Cowboy-Hut aufgelaufen

Eine Woche später bestritt er die Partie mit einem Cowboy-Hut auf dem Kopf und nahm außerdem auf der Ersatzbank des Gegners Platz.

Ganz obskur ist jene „Verfehlung“, die ihm am 3. Jänner angelastet wird: Er schoss 14 Tore, obwohl eine Regel dieser Liga offenbar besagt, dass jeder Spieler maximal drei Treffer erzielen darf. Angesichts dessen wohl nicht weiter verwunderlich, dass der junge Herr Garruto diese Meisterschaft nicht ganz so ernst nahm. In derselben Partie wurde er ausgeschlossen, schlich sich im Trikot eines Teamkollegen aber wieder zurück aufs Feld.

Die Geburt des Balls

Am 10. Jänner hat das „enfant terrible“ doch tatsächlich alle Regeln befolgt, was in der Auflistung sogar erwähnt wird. Tatsächlich außergewöhnlich! Eine Woche später gab sich Garruto auch handzahm, lediglich eine Banane hat er während des Spiels verspeist.

Den Schlusspunkt stellte das Match am 31. Jänner dar. Der High-School-Kicker soll „nach einem Tor mit dem Ball eine Geburt nachgestellt“ haben. Zudem trug er nur ein Tank Top und hat eigenhändig die Anzeigetafel umgestellt.

Es gibt sie noch, die echten Typen im Fußball… 

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare