"Es war ein Arbeitssieg"

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„Es war ein Arbeitssieg. Entscheidend sind die drei Punkte“, sagt U21-Teamchef Werner Gregoritsch nach dem knappen 1:0-Heimsieg gegen die Färöer in der EM-Qualifikation.

Die ÖFB-Elf war vor der Pause klar überlegen, hatte nach der Gelb-Roten Karte gegen Michael Gregoritsch (51.) aber so ihre Probleme.

„Wir dürfen uns daheim in Unterzahl nicht so zurückdrängen lassen“, ärgert sich Kapitän Dominik Wydra. Nachsatz: „Aber man sieht: Heutzutage kann jede Mannschaft Fußball spielen.“

"Zu viel durch die Mitte"

Wenngleich die ÖFB-U21 vor allem vor der Pause wieder einmal ihre Tendenz, es mit dem Spielerischen zu übertreiben, zur Schau stellte. Wydra: „Wir haben zu viel durch die Mitte probiert und zu kompliziert gespielt – gegen gut gestaffelte Gegner geht das nicht.“

Der Coach war mit der Vorstellung in Durchgang eins indes durchaus zufrieden, wenngleich er die Effizienz vermisste – Wydra traf die Latte, Philipp Lienhart die Stange. „In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt, normalerweise müssen wir da 2:0 oder 3:0 führen“, so Gregoritsch.

"Ausschluss eine dumme Sache"

Gelb-Rot gegen seinen Sohn, der bei der zweiten Gelben einen Gegner nach einem Zweikampf unnötig weggestoßen hatte, verkomplizierte die Angelegenheit dann: „Der Ausschluss war eine dumme Sache. Das ist für ihn als Profi nicht in Ordnung, er ist in dieser Mannschaft ein Führungsspieler.“

Eine Erklärung für die Aktion findet er: „Das zeigt, dass er mit seiner Leistung nicht zufrieden ist. Er will mehr als momentan geht. Er war sechs Wochen verletzt.“

"In einem Monat fragt keiner mehr nach wie wir das Spiel gewonnen haben"

Dominik Wydra

Anschließend waren die Moral und Kampfkraft der ÖFB-Youngster gefragt. „Wir waren nicht so giftig und spritzig wie in den Spielen davor“, findet Wydra. Abgesehen von einer guten Chance wurden die Gäste von den Färöern aber nie so richtig gefährlich.

"Unsicherheit in der Mannschaft"

Warum es nicht wie am Schnürchen gelaufen ist, weiß der Teamchef: „Wir haben in der Mannschaft eine irrsinnige Unsicherheit. Es waren einige Spieler krank, einige waren angeschlagen. Wir waren nicht die homogene Truppe, die wir normalerweise sind. Dieser Lehrgang hat viel Energie gekostet.“

In der EM-Quali geht es erst im September mit den Auswärtsspielen gegen Finnland und Russland weiter, im Juni wird in der Ukraine ein Mini-Turnier mit Serbien, Israel und dem Gastgeber gespielt.

Spätestens dann wird sich die ÖFB-U21 mehr über die drei Punkte mehr am Konto freuen als über die mäßige Vorstellung ärgern. Das weiß auch Wydra: „In einem Monat fragt keiner mehr nach wie wir das Spiel gewonnen haben.“

Harald Prantl

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