Das große ÖFB-Talente-Ranking - Plätze 30-21

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Das ÖFB-Team fährt zur EURO 2016, Endrunden-Teilnahmen der Nachwuchs-Nationalteams stehen praktisch an der Tagesordnung - die Zukunft des österreichischen Fußballs sieht rosig aus.

Doch wer sind die kommenden Stars? Wer wird in Zukunft im Nationalteam auflaufen?

LAOLA1 verschafft mit dem großen Talente-Ranking einen Überblick über die hoffnungsvollsten Youngster des ÖFB.

In die Wertung kamen alle aktuell noch U21-spielberichtigten Kicker, also ab Jahrgang 1994, bis zum aktuellen U16-Nationalteam, also Jahrgang 2000. Ins Ranking einbezogen wurde in erster Linie das Potenzial der jeweiligen Fußballer sowie die Entwicklung, die sie in den vergangenen Monaten genommen haben, und das Standing, das sie bei ihren Vereinen und innerhalb des ÖFB haben.

Diesmal: Die Plätze 30-21.

30. Dominik Wydra

SC Paderborn, Mittelfeld, Jahrgang 1994

Der Wiener hat den Sprung ins Ausland bereits geschafft. Nach 66 Pflichtspielen für den SK Rapid, bei dem er an seinem 18. Geburtstag sein Bundesliga-Debüt feiern durfte, wechselte der 21-Jährige im Sommer in die zweite deutsche Liga zu Paderborn, wo er im Herbst in 18 Runden zwölf Mal in der Startelf gestanden ist. Wydra ist U21-Teamkapitän und fußballerisch macht dem jungen Mann keiner so schnell etwas vor – technisch stark, passsicher und überaus zweikampfstark.


29. Christoph Martschinko

Austria Wien, Abwehr, Jahrgang 1994

Der Lebringer befindet sich aktuell schon in seiner vierten Bundesliga-Saison und kann im Alter von 21 Jahren auf immerhin 109 Spiele in der höchsten Leistungsstufe zurückblicken. Der Steirer wurde von Red Bull ausgebildet und hat bei Wr. Neustadt und Grödig gespielt, ehe er via Hoffenheim zur Austria gekommen ist, wo er Nationalspieler Markus Suttner ansatzlos ersetzen konnte. Martschinko ist offensiv stark und lässt in Zweikämpfen nichts anbrennen. Zudem ist er mit seiner kämpferischen Einstellung und seiner Frohnatur abseits des Feldes wichtig für jede Mannschaft.


28. Philip Malicsek

Admira Wacker, Mittelfeld, Jahrgang 1997

17 Jahre, vier Monate und 29 Tage war Malicsek alt, als er erstmals in der Bundesliga auflaufen durfte. Mittlerweile kommt der 18-Jährige bei der Admira mehr oder weniger regelmäßig zum Einsatz. Und das völlig zu Recht. Denn der U19-Teamspieler ist im zentralen Mittelfeld – vornehmlich auf der Acht – eines der größten Talente dieses Landes. Mit dem Ball kann Malicsek alles – auch unter Druck behält er die Übersicht und ist zudem immer wieder für einen überraschenden Pass in die Tiefe gut. Körperlich muss er allerdings noch zulegen, wenn er ganz hoch hinaus will.



27. Osman Hadzikic

Austria Wien, Tor, Jahrgang 1996

Als Tormann im Teenager-Alter zu Profi-Einsätzen zu kommen, ist fast ein Kunststück. Hadzikic, dessen Bruder Nihad (18 Jahre, Flügelspieler bei den Austria Amateuren) sich übrigens für Bosnien-Herzegowina entschieden zu haben scheint, ist dieses Kunststück gelungen – in 15 Profi-Spielen stand er schon im Tor der Austria. Im Umfeld der Kampfmannschaft bewegt sich der 19-Jährige schon lange – 2011 war er bereits als dritter Goalie in der Europa League mit von der Partie. Der Klosterneuburger ist auf der Linie bärenstark und auch bei hohen Bällen ein sicherer Rückhalt.


26. Tobias Anselm

RB Salzburg, Angriff, Jahrgang 2000

Kaum ein anderer Spieler des Jahrgangs 2000 wird in der ÖFB-Jugendliga von den gegnerischen Verteidigern so gefürchtet wie Anselm. Der Tiroler, der in Kirchbichl seine ersten fußballerischen Gehversuche unternommen hat, spielt seit 2013 für den Red-Bull-Nachwuchs. Dort hat er sich – als offensiver Mittelfeldspieler und Stürmer – den Ruf des extrem schnellen und beidbeinigen Goalgetters erworben. Der 15-Jährige, der für sein Alter schon sehr groß ist, war in der Vorsaison mit 36 Toren in 20 Spielen U15-Torschützenkönig und hat in diesem Herbst in der U16 in sieben Spielen acht Tore erzielt.


25. Ivan Lucic

FC Bayern, Tor, Jahrgang 1995

Im November 2015 stand der 20-Jährige erstmals im ÖFB-Nationalteam auf Abruf. Zudem ist der Tormann mit kroatischen Wurzeln Stammgoalie der Bayern Amateure und Nummer drei der FCB-Profis. Die Qualitäten des Torhüters, der über Post und den FC Stadlau in die Akademie der Wiener Austria gekommen ist, sind unbestritten. Im Mai 2014 absolvierte Lucic sein einziges Bundesliga-Spiel für die SV Ried. Der talentierte Tormann hat abseits des Platzes aber immer wieder für Nebengeräusche gesorgt.


24. Daniel Bachmann

Stoke City, Tor, Jahrgang 1994

Auch Daniel Bachmann war in der Akademie der Austria, spielte im Nachwuchs aber ebenfalls für die Admira und den SK Sturm. Im Sommer 2011 wechselte der mittlerweile 21-Jährige dann zu Stoke City. Die „Potters“ haben den U21-Teamtormann immer wieder verliehen – zuletzt an den FC Bury, wo er in der dritten englischen Liga mehr als nur eine Talentprobe abgegeben hat. Der Keeper, der Ende 2015 im A-Nationalteam auf Abruf war, gilt als Kämpfernatur und ist stark auf der Linie und in der Luft.


23. Vesel Demaku

RB Salzburg, Mittelfeld, Jahrgang 2000

Altenmarkt/Triesting, Rapid und die Admira – das waren die Stationen des 15-Jährigen, ehe er im Sommer 2014 in die Akademie von Red Bull Salzburg gewechselt ist. Der zentrale Mittelfeldspieler mit den Wurzeln im Kosovo ist ein kompletter Fußballer – er verfügt über eine ausgezeichnete Technik, hat eine sensationelle Übersicht und eine hohe Spielintelligenz. Im U16-Nationalteam von Hermann Stadler ist er ein unumstrittener Fixpunkt in der Zentrale.


22. Marko Kvasina

Austria Wien, Angriff, Jahrgang 1996

In jungen Jahren waren es andere, die als ganz große Talente gegolten haben, doch der 19-Jährige hat sich mit harter Arbeit an so manchem Kollegen, der über bessere Anlagen verfügt, vorbei geschoben. Fünf Torbeteiligungen in 17 Bundesliga-Spielen haben den ehemaligen Vienna-Spieler in der Vorsaison zum Shootingstar der Austria gemacht. Trotz seiner Körpergröße von 1,94 Meter ist der Offensiv-Allrounder technisch sehr stark, hat einen ausgezeichneten Torriecher und eben eine tolle Einstellung zu seiner Arbeit. Seit Thorsten Finks Ankunft in Wien-Favoriten hat es der U21-Teamspieler aber schwer.


21. Marco Friedl

FC Bayern, Abwehr, Jahrgang 1998

Der Kirchbichler durfte diesen Winter mit den Profis des FC Bayern ins Trainingslager nach Doha. Ein steiler Aufstieg, wenn man bedenkt, dass der 17-Jährige erst im Herbst zu den Amateuren der Münchner befördert wurde und dort prompt beide verbleibenden Spiele vor der Winterpause durchspielen durfte. Der Tiroler ist – wie sein Freund David Alaba – Linksverteidiger, wobei er früher offensiver unterwegs war. Dementsprechend hat der U18-Internationale seine Qualitäten auch in der Offensive, in Sachen Defensivverhalten herrscht noch Verbesserungsbedarf.


Zusammengestellt von Harald Prantl

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