Das große ÖFB-Talente-Ranking - Plätze 20-11

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Das ÖFB-Team fährt zur EURO 2016, Endrunden-Teilnahmen der Nachwuchs-Nationalteams stehen praktisch an der Tagesordnung - die Zukunft des österreichischen Fußballs sieht rosig aus.

Doch wer sind die kommenden Stars? Wer wird in Zukunft im Nationalteam auflaufen?

LAOLA1 verschafft mit dem großen Talente-Ranking einen Überblick über die hoffnungsvollsten Youngster des ÖFB.

In die Wertung kamen alle aktuell noch U21-spielberichtigten Kicker, also ab Jahrgang 1994, bis zum aktuellen U16-Nationalteam, also Jahrgang 2000. Ins Ranking einbezogen wurde in erster Linie das Potenzial der jeweiligen Fußballer sowie die Entwicklung, die sie in den vergangenen Monaten genommen haben, und das Standing, das sie bei ihren Vereinen und innerhalb des ÖFB haben.

Diesmal: Die Plätze 20-11.

20. Konrad Laimer

RB Salzburg, Mittelfeld, Jahrgang 1997

Der Blondschopf war einer der erklärten Lieblingsschüler von Adi Hütter, der dem U19-Teamspieler 2015 im Alter von 17 Jahren zum Bundesliga- und Europa-League-Debüt verhalf. Mit gerade einmal 18 Jahren hat Laimer mittlerweile 21 Pflichtspiele für die „Bullen“ in den Beinen. Der zentrale Mittelfeldspieler hat das Spiel gegen den Ball perfekt verinnerlicht und verbessert sich bei seinen schnellen Pässen in die Spitze auch zusehends. Der Doublegewinner ist abgebrüht und besticht nicht zuletzt durch seine Scheiß-mir-nix-Mentalität.


19. Daniel Hautzinger

Admira Wacker (leihweise von RB Salzburg), Mittelfeld, Jahrgang 1998

Die italienische Talenteschmiede Udinese hat das Potenzial des Niederösterreichers rasch erkannt und ihn im Sommer 2014 von Rapid nach Norditalien gelotst. Was dann folgt, zeigt das Hauptproblem der Personalie Hautzinger: Er flüchtete nach wenigen Monaten aus Italien, obwohl er dort sogar mit den Profis trainieren durfte, kickte dann in Neusiedl, während ein Rechtsstreit mit Udinese lief und wechselte dann via Liefering zur Admira. Kurzum, abseits des Platzes hat der 17-Jährige nicht unbedingt Werbung in eigener Sache betrieben. Auf dem Feld aber ist Hautzinger außergewöhnlich gut – der zentrale Mittelfeldspieler ist unheimlich kreativ und kann mit dem Ball alles.


18. Sascha Horvath

Sturm Graz, Mittelfeld, Jahrgang 1996

Gegen Ende der Herbstsaison hat der 19-Jährige endlich wieder sportlich für Schlagzeilen gesorgt – er war in der Startelf des SK Sturm gesetzt und dankte es Trainer Franco Foda mit guten Leistungen und Toren. Bei der Austria einst als Supertalent gefeiert, stagnierte der U21-Teamspieler nämlich in der Zeit davor – weil er seinen Vertrag nicht verlängern wollte, durfte er bei den Profis, für die er im Alter von 17 Jahre, zwei Monaten und zwölf Tagen debütiert hatte, nicht mehr ran. Der Offensivspieler hat mit lediglich 1,65 Metern Körpergröße ein Handicap, ist allerdings ein begnadeter Techniker und Dribblanski, der das Leder manchmal aber noch zu lange hält.



17. Arnel Jakupovic

Middlesbrough, Angriff, Jahrgang 1998

Es war ein bitterer Tag für die Wiener Austria, als sie Jakupovic diesen Sommer zu Middlesbrough ziehen lassen musste. Der Stürmer kam 2009 vom FC Stadlau zu den Veilchen und machte nicht zuletzt in der U18 auf sich aufmerksam, als er sich mit 21 Toren in 20 Partien zum Schützenkönig krönte. Gerade erst 16 Jahre war der U19-Teamspieler alt, als er erstmals für die FAK-Amateure auflief, auch an so manchem Training der Profis hatte er schon teilgenommen. Bei Middlesbrough ist Jakupovic nach anfänglichen Anpassungsproblemen angekommen und hat in vier Spielen für die U21 auch schon zwei Treffer erzielt. Sowohl im finalen Pass, als auch im Abschluss – vor allem mit seinem starken linken Fuß – liegen seine Stärken. Der Teenager ist technisch sehr versiert und zudem ein Spezialist für Standardsituationen.


16. Martin Krienzer

Sturm Graz, Angriff, Jahrgang 2000

Ein Goalgetter wie er im Buche steht! Der 15-Jährige führt die Torschützenliste der U16-Jugendliga mit 14 Toren aus elf Spielen an. Krienzer ist ein echter Knipser, der seine Stärken im Strafraum hat. Die Spielweise des U16-Internationalen wirkt zwar manchmal ein wenig unorthodox, aber sie ist ungemein effektiv. Der Steirer geht dorthin, wo es weh tut, schont weder den Gegner, noch sich und ist körperlich schon sehr weit. Zudem ist der Youngster des SK Sturm, der 2010 vom SV Stallhofen gekommen ist, auch noch richtig schnell.


15. Xaver Schlager

RB Salzburg, Mittelfeld, Jahrgang 1997

Ein weiterer Spieler aus dem „Bullen“-Nachwuchs, der alle Anlagen mitbringt, um es richtig weit nach oben zu schaffen. Der Blondschopf kann im zentralen und im rechten Mittelfeld spielen und ist sowohl im Abschluss, als auch im Vorbereiten von Torchancen ausgezeichnet. Hinzu kommt natürlich, dass der 18-Jährige technisch richtig stark ist. Doch der Liefering-Kicker, der vom SC St. Valentin nach Salzburg gekommen ist, bringt zwei weitere Dinge mit, die in seiner Karriere noch ganz wichtig werden können – er ist sehr zielstrebig und hat ein bodenständiges Umfeld. Neo-Salzburg-Coach Garcia nahm ihn diesen Winter ins Profi-Trainingslager mit.


14. Dominik Prokop

Austria Wien, Mittelfeld, Jahrgang 1997

Lange Zeit galt Prokop als Sascha Horvath 2.0 – mit 1,68 Metern nicht der größte, aber ein technisch großartiger Kicker, der den tödlichen Pass beherrscht, ein tolles Spielverständnis mitbringt und kaum einen Fehlpass spielt. Zum zweiten Mal in Folge fliegt der Mittelfeldspieler, der zentral und am Flügel spielen kann, mit den Profis ins Trainingslager. Zuvor wurde er beim angesehenen Hallenturnier in Göttingen erneut zum besten Spieler gewählt. Der 18-jährige Wiener hat im Alter von 15 Jahren für die Amateure in der Regionalliga Ost debütiert, wird von allen Seiten für seine höchstprofessionelle Einstellung gelobt und ist bereit für den nächsten Schritt.


13. Florian Grillitsch

Werder Bremen, Angriff, Jahrgang 1995

Im Alter von 20 Jahren ist Grillitsch gegen Ende der Herbstsaison endgültig in der deutschen Bundesliga angekommen – zwölf Partien hat er mittlerweile für Werder gemacht. Im Sommer 2013 machte sich der Offensivspieler von der Akademie St. Pölten auf nach Bremen. Dort hat der Niederösterreicher seine Fertigkeiten noch einmal deutlich verbessert. Der U21-Teamspieler hat seine große Stärke in einer guten Ballannahme und der Fähigkeit, das Leder auch aus schwierigen Positionen gefährlich aufs Tor schießen zu können. Grillitsch ist kein besonders guter Dribbler, verfügt aber über die Fähigkeit, sich unauffällig von seinem Gegenspieler zu entfernen und freie Räume zu erkennen.


12. Maximilian Wöber

Rapid Wien, Abwehr, Jahrgang 1998

Bei der U17-EM 2015 in Bulgarien hat Wöber Werbung in eigener Sache betrieben – und das so gut, dass ihn sogar Arsenal verpflichten wollte. Der 17-Jährige hat sich aber gegen einen Wechsel in den Norden Londons und für einen Verbleib im Westen Wiens entschieden. Im September hat er einen Profi-Vertrag bis 2018 unterschrieben. Durch die Verletzung von Christopher Dibon ist der Wiener beim SCR zwischenzeitlich sogar zum Innenverteidiger Nummer drei aufgestiegen. Sein Bundesliga-Debüt dürfte in Griffweite sein. Trainer Zoran Barisic schätzt an Wöber dessen guten Spielaufbau und seine Zweikampfstärke.


11. Stefan Peric

VfB Stuttgart II, Abwehr, Jahrgang 1997

Heimat bist du großer Innenverteidiger-Talente. Peric ist einer der talentiertesten von allen. Der Abwehrspieler war Teil jener Mannschaft, die unter Teamchef Hermann Stadler bei der U17-EM und-WM sowie der U19-EM dabei war. Das Besondere: Er ist ein Jahr jünger als all die Kollegen, mit denen er so viel Turniererfahrung gesammelt hat. Über den Red-Bull-Nachwuchs hat es der Verteidiger mit Wurzeln in Bosnien-Herzegowina bis zum FC Liefering geschafft, ehe er wegen Vertragsstreitigkeiten am Abstellgleis landete. Seit dem Sommer spielt er bei den Amateuren des VfB Stuttgart – wo er sofort einen Stammplatz erobern konnte. Peric ist zweikampfstark, staubtrocken und exzellent im Spielaufbau.


Zusammengestellt von Harald Prantl

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