Koller: "Diese Kleinigkeiten sind wichtig"

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Nach der Detail-Analyse des Albanien-Spiels steht Teamchef Marcel Koller zu seiner unmittelbar nach Schlusspfiff geäußerten Kritik.

"Ich fühle mich voll bestätigt. Wir haben das auch schon im Team besprochen. Da geht es um Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten sind für mich wichtig", unterstreicht der 55-Jährige.

Konkret geht es dem Schweizer dabei um das Defensivverhalten, in dem er am Dienstag im Freundschaftsspiel gegen die Türkei mehr Laufbereitschaft von einzelnen Spielern sehen möchte.

Hausaufgaben richtig machen

Auf die offensivere Positionierung von David Alaba gegen die Albanier ließen sich die entstandenen Löcher laut ÖFB-Coach nämlich nicht reduzieren.

"Wenn man diese Kleinigkeiten als Team, aber auch jeder einzelne, gut ausführt, dann wird es für den Gegner schwieriger, Löcher zu finden und vorbei zu kommen. Sobald der Gegner die erste und zweite Reihe durchdringt oder sogar die dritte, dann ist er in der Nähe von unserem Tor und das bedeutet Gefahr", konkretisiert Koller.

Deshalb fordert der Eidgenosse die Bereitschaft, auch defensiv wieder mehr Wege zu gehen und diese zehn bis 15 Extra-Meter auf sich zu nehmen, um etwaige Lücken zu schließen.

"Denn wir wissen, wie schwierig es ist, wieder zurückzukommen, wenn man in Rückstand gerät. Wenn man die Hausaufgaben richtig macht, gut steht und den Gegner erst gar nicht in die Nähe unseres Tores lässt, kann es nur ein Vorteil für uns sein. Daran muss jeder Spieler arbeiten. Jeder muss bei uns Defensivarbeit verrichten, es ist aber auch jeder eingeladen, in der Offensive mit nach vorne zu stürmen", betont Koller.

Auch bei Rückstand Grundvertrauen

Man darf gespannt sein, ob das Nationalteam diese Vorgaben im Kräftemessen mit der Türkei wieder besser beherzigt.

Sollte Österreich dennoch in Rückstand geraten, hat Koller jedoch ein Grundvertrauen in seine Mannschaft, dass sie selbigen wettmachen kann. Das habe sie etwa bereits in Montenegro unter Beweis gestellt.

"Also habe ich da keine Bedenken. Ich gehe jedoch lieber in Führung und versuche das über die Runden zu bringen oder noch zu erhöhen. Aber wir haben ein Team, das reagieren kann. Spieler, die dann auch sauer und unzufrieden sind, sich nicht zurücklehnen, dementsprechend Gas geben und ein Spiel drehen können."

"Arda Turan eine zentrale Figur"

Gegen die Nummer 20 der FIFA-Weltrangliste würde die Papierform keine Rolle spielen, zumal sich die Türkei im Verlauf der EM-Qualifikation gewaltig gesteigert habe: "Sie hatten einen schlechten Start und haben sich noch als bester Gruppen-Dritter und aus meiner Sicht mit einer Steigerung in der Organisation direkt qualifiziert."

Schlüsselspieler der Elf von Teamchef Fatih Terim ist Arda Turan. "Ein hervorragender Spieler und eine zentrale Figur im türkischen Spiel. Es gilt die dementsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, um ihn aus dem Spiel nehmen zu können", weiß Koller.

Nur auf den Akteur vom FC Barcelona zu schauen, sei jedoch zu wenig: "Sie haben gute individuelle Spieler. Sie lieben den Fußball und können hervorragend Fußball spielen."

Droht Simulation eines Auswärtsspiels?

Schon gegen Albanien sorgten zahlreiche albanische Fans für Stimmung. Dies könnte sich gegen die Türkei wiederholen. Von den bis Montag 22.000 verkauften Tickets gingen offiziell 6000 an türkische Fans.

Auch der Teamchef scheint mit guter Atmosphäre von Seiten der Gäste-Fans zu rechnen: "Für uns ist es ein Heimspiel, aber es könnte je nach Situation auch ein Auswärtsspiel geben. Also ist es für uns auch gut, das zu simulieren und zu spüren."

Peter Altmann


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