Bekommt Özcan eine Chance gegen die Türkei?

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Bezüglich seiner Pläne für die Aufstellung lässt sich ÖFB-Teamchef Marcel Koller im Hinblick auf das Türkei-Spiel wie gewohnt nicht in die Karten blicken.

Eine spannende Frage ist, ob mit Ramazan Özcan diesmal Österreichs Nummer zwei anstelle von Robert Almer im Tor stehen wird, zumal die Partie für den Ingolstadt-Keeper ob seiner türkischen Herkunft eine emotionale wäre.

"Es ist so, dass wir nicht irgendwie etwas Spezielles machen können, nur weil der Spieler andere Wurzeln hat", erklärt Koller.

"Gespannt, wie er das mit den Emotionen lösen würde"

"Es ist für uns grundsätzlich wichtig, dass wir offen und ehrlich entscheiden. Wenn es dann so sein sollte, sind wir gespannt, wie er das mit den Emotionen lösen würde. Das kann vielleicht auch ein interessanter Aspekt sein", so der Schweizer weiter.

Ausschließen will der 55-Jährige eine Nominierung von Özcan also keineswegs. Der Vorarlberger hatte den damals verletzten Almer schon im November gegen die Schweiz ersetzt.

Wenn würden jedoch sportliche Motive im Vordergrund stehen und nicht die Abstammung: "Dazu kann ich mich nicht erweichen lassen, weil ich alle 23 Spieler gerne habe und nicht nur auf den einen oder anderen schauen kann. Wenn wir so entscheiden würden, würde das Schwierigkeiten geben."

"Der Österreicher sagt: Schaumamal"

Grundsätzlich gibt Koller also auch in dieser Frage den Geheimniskrämer. "Warten wir einmal ab, ob da vielleicht etwas passieren könnte. Der Österreicher sagt: Schaumamal."

Viele Änderungen an seiner eingespielten Startelf sind nicht zu erwarten. Der Teamchef deutet zumindest an, weitestgehend seinem Stamm vertrauen zu wollen.

Ersetzen muss er indessen definitiv Julian Baumgartlinger. Was sich im Laufe des Montags bereits angedeutet hat, wurde am Abend Realität. Der Mainz-Legionär kann wegen einer starken Erkältung nicht auflaufen und ist bereits zurück nach Deutschland gereist. Sein Ersatz wird wohl Stefan Ilsanker heißen.

Interessant ist zudem, ob Koller eine Änderung in der Innenverteidigung vornimmt. Gegen Albanien testete er jeweils 45 Minuten lang Martin Hinteregger und Kevin Wimmer an der Seite von Aleksandar Dragovic. Sebastian Prödl war wegen Fiebers kein Thema, könnte jedoch diesmal seine Nationalteam-Spielpraxis bekommen.

"Es ist kein Wunschkonzert"

Sein Wechselkontingent von sechs Spielern möchte der Eidgenosse auch diesmal ausschöpfen. Ob Neuling Alessandro Schöpf und Rückkehrer Guido Burgstaller diesmal mehr Einsatzkeit gewährt bekommen, lässt Koller jedoch offen:

"Wir haben natürlich auch noch andere Spieler, die gerne spielen. Es ist kein Wunschkonzert."

Peter Altmann


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