Baumgartlinger zum neuen ÖFB-Kapitän ernannt

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Julian Baumgartlinger ist der neue Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft!

Das gibt Teamchef Marcel Koller im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Der in diesem Sommer zu Bayer Leverkusen gewechselte ÖFB-Legionär tritt damit die Nachfolge von Christian Fuchs an, der nach der EURO 2016 seinen Team-Rücktritt erklärte.

Der Leicester-Verteidiger hatte das Kapitänsamt seit Sommer 2012 inne und führte die Mannschaft erstmals beim Duell Österreich gegen die Türkei auf das Feld.


Ist Baumgartlinger eine gute Wahl als ÖFB-Kapitän?



Baumgartlinger: "Will Verantwortung übernehmen"

"Ich habe Jules als neuen Kapitän ausgewählt. Er ist einer, der sehr viel Persönlichkeit hat und schon seit ich hier bin, dabei ist. Er weiß, wie ich ticke, wir kennen uns gut. Auf dem Feld agiert er als zentraler Mittelfeldspieler auf einer wichtigen Position. Wir haben uns vor der Entscheidung ausgetauscht und gesprochen. Mir ist wichtig, dass er in Zukunft, wenn er die Mannschaft in einem Spiel anführt, noch mehr Verantwortung übernimmt. Nicht nur mit Leistung, die zuletzt sehr konstant war, sondern dass er auch im kommunikativen Bereich die Führung am Feld übernimmt, mit dem Mundwerk die Initiative ergreift, andere führt und unsere Ideen auf den Platz bringt", begründet Teamchef Marcel Koller seine Entscheidung.

Im Endeffekt habe er sich aus zwei, drei Kandidaten für den 28-jährigen Salzburger entschieden. "Das war eine Überlegung und mit ihm haben wir einen Spieler gefunden, der das sicherlich sehr gut umsetzen kann. Er war von Anfang an in der engeren Auswahl und kann uns von seiner Position her einen Schritt weiter bringen."



Baumgartlinger nahm beim offiziellen Termin an der Seite des Teamchefs Platz, die Entscheidung hat dieser aus eigenen Stücken ohne Abstimmung durchgezogen. Der Mittelfeld-Akteur fühlt sich bereit für seine neue Aufgabe.

"In erster Linie bin ich schon stolz, es ist eine Ehre, Kapitän zu sein. Ich will Verantwortung auf und abseits des Platzes übernehmen. Vorbildwirkung sollte ohnehin für alle ÖFB-Spieler wichtig sein - nicht nur für mich. Wir haben viele Führungsspieler, die Stammspieler bei europäischen Top-Klubs sind. Leute, die in Europa etwas zu sagen haben. Mit ist wichtig, dass wir alle mehr Eigeninitiative und Verantwortung übernehmen, um den nächsten Schritt zu setzen und etwas zu erreichen."

Was Koller vom Neo-Kapitän erwartet

Am Profil des ÖFB-Kapitäns hat sich laut Koller nichts verändert. Schließlich habe auch Vorgänger Christian Fuchs seine Rolle in professioneller Art und Weise durchgezogen.

"Er muss Verantwortung übernehmen und sollte das Bindeglied zwischen Team, Mitspielern, Trainerteam, aber auch Vorstand und Präsidium sein. Das sind alles Aufgaben, die im Nationalteam schwieriger sind, weil wir nicht immer zusammen sind. Aber man muss gewisse Dinge ansprechen und kommunizieren. Wichtig ist ein guter Austausch miteinander, das ist nicht nur auf den Team-Lehrgang beschränkt", erklärt der Teamchef, was er von Baumgartlinger erwartet.

"Das kann auch in Form eines guten Telefonats sein, dass neue Ideen kommen, dann ist er auch Ansprechpartner und kann das weitergeben. Wichtig ist, dass die Verantwortung auf dem Platz umgesetzt wird, was wir uns vornehmen. Wenn ein Gegner anders spielt und wir die Taktik ändern müssen, ist es wichtig, jemanden auf dem Platz zu haben, der das das Kommando übernimmt. Gespräche mit dem Kapitän sind eh kurz während eines Spiels - zwei, drei Angaben, die er dann an die Mitspieler weitergibt."

Mit Baumgartlinger als Kapitän startet das ÖFB-Team in eine neue Ära. Der Startschuss fällt am Montag mit dem Start der WM-Qualifikation gegen Georgien.



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