Alar: "Ich habe nie aufgegeben"

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Nach dem 1:0 bei Meister Red Bull Salzburg spricht Sturms Deni Alar, der sein zehntes Saisontor erzielt hat, über seine erstmalige Einberufung ins ÖFB-Team.

"Es ist schön, dass ich dabei bin. Ich habe nie aufgegeben, es war eine schwere Zeit, aber ich habe immer an meine Chance geglaubt. Und jetzt bin ich ganz vorne", grinst der 26-Jährige, der für Martin Harnik (verletzungsbedingte Absage) einrückt.

Seine Chancen auf einen Einsatz? "Ich werde mein Bestes geben und dann entscheidet der Teamchef."

Ursprünglich nicht dabei

Am Donnerstag trifft Österreich in der WM-Quali in Wien auf EURO-Halbfinalist Wales, am Sonntag in Belgrad auf Serbien.

"Ich freue mich schon auf die Atmosphäre, das Happel-Stadion ist fast immer ausverkauft", so Alar, der im zweiten Anlauf von Marcel Koller berücksichtigt wurde.

Bei der ursprünglichen Kadernominierung erklärte der Schweizer, warum Alar nicht mit dabei ist: "Früher, als er bei Rapid war, war er schon einmal auf Abruf dabei, aber er kennt uns noch gar nicht. Bei Rapid hatte ich einmal ein Gespräch mit ihm. Aber wenn ein neuer Spieler kommt, braucht er auch wieder Zeit. Diese Zeit haben wir einfach nicht."

Darüber zeigte sich Alar nicht enttäuscht.

"Das ist immer die Entscheidung vom Teamchef, ich kann nur meine Leistung bringen.“

Der Steirer relativiert auch mit einem Blick in die (grün-weiße) Vergangenheit.

„Vor fünf Monaten hatte ich in der Saison 600 Minuten in der Bundesliga gespielt, war zwei Mal von Anfang an dabei. Jetzt bin ich da und im Nationalteam. Im Fußball geht es so schnell, ich freue mich einfach."

Es allen gezeigt

Bis Sonntag galt sein Interesse alleine Sturm, für das er in neun Einsätzen zehn Mal traf und die Torschützenliste anführt. Gegen Salzburg traf er erstmals seit zweieinhalb Jahren in der Bundesliga per Kopf (VIDEO siehe unten), ließ dabei vier Salzburger stehen.

"Ich denke einfach nicht nach. Wenn ich einmal eine Chance vergebe, warte ich auf die nächste", heißt das trockene Erfolgsrezept.

Aber auch nach dem Sieg gegen den Meister wartet noch viel Arbeit. "Es war kein schönes Spiel von uns und es war am Ende glücklich. Wir haben neun Salzburgern zu viel Raum gegeben.“

In Graz wird von der Meisterschaft geträumt, Alar bleibt wie die Kollegen und Funktionäre am Boden.

"Vor der Meisterschaft hat uns keiner etwas zugetraut. Es hat jeder gesagt: Sturm wird im Mittelfeld spielen, ist vielleicht hinten dabei. Jetzt stehen wir ganz oben, aber wir wissen, dass wir hart arbeiten müssen und uns nichts geschenkt wird. Einfach weiter Gas geben.“

Ab Montag gilt das für Alar auch erstmals im Nationalteam.


Alars Goldtor gegen Salzburg:



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