"Bale spielt in einem anderen Universum als ich"

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Marc Janko sieht Österreich im WM-Qualifikations-Duell mit Wales als klaren Underdog.

Auf die Frage, welche Hausnummer der EM-Halbfinalist sei, antwortet der Basel-Legionär: "Ein Penthouse! Sie spielen ganz oben mit, sind aktuell die Nummer zehn der Welt und der haushohe Favorit in diesem Spiel. Bei der EURO haben sie richtig Eindruck hinterlassen - nicht nur bei uns Österreichern, sondern auf der ganzen Welt. Sie sind auf jeden Fall in der Weltspitze angekommen."

Mit Gareth Bale verfügen die Insel-Kicker über einen Weltstar, der bis dato in 62 Länderspielen 24 Treffer erzielt hat. Werte, die jenen von Janko (57 Länderspiele/27 Tore) zumindest ähneln.

"Probieren, Bales Lichtblicke so kurz wie möglich zu halten"

Parallelen zur Real-Madrid-Ikone kann der ÖFB-Goalgetter jedoch keine erkennen: "Bale spielt in einem anderen Universum als ich. Er ist zurecht dort, wo er momentan ist. Er ist einer der besten Spieler dieses Planeten und beweist immer wieder auf sehr hohem Level, dass er in jedem Spiel den Unterschied ausmachen kann. Er legt irrsinnige Schnelligkeit an den Tag, ist technisch perfekt beschlagen."

Es würde sehr schwer werden, den 27-Jährigen am Donnerstag über 90 Minuten zu neutralisieren: "Ich glaube, dass man solche Spieler sowieso nie über 90 Minuten ausschalten kann. Deswegen müssen wir probieren, seine Lichtblicke so kurz wie möglich zu halten."

"Bales Schnelligkeit live zu sehen, war beeindruckend"

Im Februar 2013 beim letzten Kärftemessen in Swansea ist dies nur unbefriedigend gelungen. Wales gewann 2:1, Bale spielte überragend, erzielte das erste Tor selbst und bereitete das zweite vor.

Janko schoss den ÖFB-Ehrentreffer und erinnert sich noch gut an dieses Match: "Es ist schon etwas her, aber der eine oder andere Eindruck ist in meinem Kopf nach wie vor präsent. Ich kann mich an mein Tor erinnern. Ich weiß, wie physisch stark Wales in dieser Partie gewesen ist. Die Schnelligkeit von Bale live zu sehen, war beeindruckend. Es wird ein körperlich sehr anstregendes Spiel werden, weil sie einfach enorme physische Präsenz an den Tag legen. Nahezu jeder von ihnen spielt auf der Insel. Da gilt es dagegenzuhalten."

Lieber gegen Viererketten

Das gilt gerade für den Niederösterreicher persönlich, wird er doch mit der Waliser Fünferkette konfrontiert sein. "Es ist einer mehr hinten drinnen", schmunzelt Janko und gesteht: "Ich glaube, ich tue mir gegen eine Viererkette leichter."

Wobei er betont: "Es kommt immer darauf an, wie die eigene Mannschaft agiert. Wenn du gegen drei Verteidiger agierst und du hast keine Unterstützung, fühlst du dich genauso verloren wie gegen vier und du hast keine Unterstützung. Es hängt immer davon ab, wie einen die Mitspieler unterstützen, wie man im Offensivspiel als Mannschaft funktioniert. Gegen eine Viererkette tut man sich als Solo-Spitze ein bisschen leichter, weil man die beiden in der Mitte eher binden kann. Bei drei in der Mitte gibt es immer einen, der absichern kann."

"Mein Gefühl hat mich im Stich gelassen"

Dass der 33-Jährige auflaufen kann, ist keine Selbstverständlichkeit, schließlich wurde er nach seiner Oberschenkelverletzung gerade noch rechtzeitig fit. Am Wochenende stand er beim 1:1 gegen Thun - dem ersten Punktverlust des FC Basel in dieser Saison nach zuvor neun Siegen - erstmals wieder in der Startelf und spielte 69 Minuten lang.

"Mir persönlich ist es sehr gut gegangen. Ich habe die Verletzung nicht mehr gespürt, das heißt, ich konnte frei aufspielen", berichtet Janko, der sich durchaus nicht sicher war, ob es bis zum Länderspiel-Doppel mit einem Comeback klappt:

"Ich muss zugeben, am Anfang war ich ein bisschen unsicher, denn auch vor der EURO hatte ich eigentlich das Gefühl, dass es nicht so eine schwere Sache ist. Im Endeffekt waren es dann zehn Wochen. Deswegen hat mich mein Gefühl ein bisschen im Stich gelassen, wie lange es jetzt dauern wird. Aber es war dann relativ schnell klar, dass es nicht mit der Sache vor der EURO zu vergleichen ist. Es war wirklich nur eine Zerrung. Das ist eine andere Hausnummer als ein Faserriss."

In diesem Nationalteam-Jahr wurde der Fitness-Zustand des Stürmers öfter zum Thema, einen generellen Trend kann Janko diesbezüglich jedoch nicht erkennen:

"Ich sehe es nicht so, dass ich so oft Wehwehchen habe. In den letzten sechs Monaten war es leider immer wieder mal der Fall. Aber generell ist diese Problematik nicht mehr so präsent wie am Anfang meiner Karriere."

Peter Altmann


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