"Natürlich haben wir noch Verbesserungspotenzial"

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Zweites Spiel unter Neo-Trainer Oscar Garcia, zweiter knapper Sieg für Red Salzburg.

„Es war ein ausgeglichenes Spiel. Phasenweise waren wir besser, phasenweise hat Sturm viel Druck gemacht. Natürlich haben wir noch viel Verbesserungspotenzial“, sagt der Spanier nach dem 1:0 im Cup-Viertelfinale auswärts bei Sturm Graz.

Die Gästen profitierten dabei von einem Tormann-Patzer Michael Essers. Goldtorschütze Stefan Lainer: "Beim Tor bin ich auf Verdacht mitgegangen, das war klassisch abgestaubt."

LAOLA1 mit vier Erkenntnissen nach Spiel zwei des Spaniers.

  • Salzburg kann weiterhin Cup

Während Rapid auch im 21. Jahr nach dem bislang letzten Titel auf einen Cup-Triumph verzichten muss, sind die Salzburger aktuell das Maß aller Dinge in diesem Bewerb. 16 Spiele sind die „Bullen“ nun schon ungeschlagen, gewannen in den vergangenen beiden Saisonen den Titel und stehen zum fünften Mal in Folge im Halbfinale. Das letzte Mal verloren die Salzburger am 7. Mai 2013, als man damals dem Regionalligisten und späteren Cupsieger Pasching zu Hause 1:2 unterlag. Auf den Rekord der Wiener Austria, die als einziges Team vier Mal in Folge den Bewerb gewann (2005, 2006, 2007, 2009 – 2008 wurde der Cup wegen der EURO ausgesetzt) und zwischen 2004 und 2010 unglaubliche 26 Spiele ungeschlagen blieb, fehlen allerdings noch zehn Siege. Dafür kann Salzburg wie Rapid (1983, 1984, 1985) und eben die Austria heuer schon als dritter Klub den Cup-Titel drei Mal in Folge für sich entscheiden.


Saison

Runde Gegner Ergebnis
2015/16 VF Sturm (a) 1:0
2015/16 AF Ried (h) 4:2
2015/16 2 Horn (a) 3:2 n.V.
2015/16 1 Deutschlandsberg (a) 7:0
2014/15 F Austria 2:0 n.V.
2014/15 HF Grödig (a) 2:0
2014/15 VF Altach (a) 4:0
2014/15 AF Wacker (a) 2:1 n:v.
2014/15 2 Sportklub (a) 12:1
2014/15 1 Sollenau (a) 10:1
2013/14 F St. Pölten 4:2
2013/14 HF Horn (a) 7:0
2013/14 VF WAC (a) 6:0
2013/14 AF Kapfenberg (a) 7:1 
2013/14 2 Lankowitz (a) 6:5 n.E.
2013/14 1 St. Florian (a) 9:0


  • Change a Winning Team

Der neue Salzburg-Trainer nahm drei Startelf-Änderungen gegenüber dem Sieg bei der Admira vor. Omer Damari und Yasin Pehlivan nahmen auf der Bank Platz, Konrad Laimer schaffte es nicht einmal in den Kader. Benno Schmitz, Siegtorschütze Stefan Lainer und Neuzugang Bernardo spielten von Beginn an und durch. Asger Sörensen und Hany Mukhtar waren erstmals bei Garcia im Kader, Smail Prevljak dieses Mal nicht. Garcia, der eine gesunde Distanz zum Team pflegt, gibt die Aufstellung erst wenige Stunden vor Anpfiff bei der letzten Besprechung bekannt und scheut offenkundig keine Änderungen. Diese waren nachvollziehbar, die Leistungen jener drei Spieler waren bei der Admira wenig berauschend. Dass es Laimer nicht in den Kader geschafft hat, ist auch der Kadergröße geschuldet. Immer wieder werden sich Spieler auf der Tribüne wiederfinden, vor allem, wenn die (prominenten) Verletzten zurückkommen. Garcia macht schnell klar: Niemand sollte sich seines vermeintlichen Stammplatzes zu sicher sein.



  • Bernardo ist ein Versprechen

Gegen die Admira wurde der Neuzugang aus Brasilien eingewechselt, nun durfte der 20-Jährige erstmals von Beginn weg ran. Für ein endgültiges Urteil ist es freilich noch zu früh, doch der schlaksige Innenverteidiger, der wie gegen die Admira und Sturm auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann, machte bislang keinen schlechten Eindruck. Seine Ballbehandlung, das Leder klebt an seinem linken Fuß, sorgt für Lust auf mehr. Anpassungsprobleme scheint Bernardo auch keine zu haben, allerdings war der Südamerikaner auch bereits zwei Mal auf Probe bei den Salzburgern, ehe er verpflichtet wurde.

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  • Es geht auch abgeklärt

Freunde des Salzburger Offensivfußballs aus der jüngeren Vergangenheit mögen zwar am Aschermittwoch von der Fastenzeit in Graz nicht sonderlich angetan gewesen sein, aber in dieser noch jungen Phase der angebrochenen Ära Garcia geht es rein um Ergebnisse und die sind bislang positiv. Nach einer kurzen Vorbereitung mit einem neuen Trainer, der wie jeder andere auch seine Vorstellungen umsetzen will, müssen in erster Linie diese stimmen. Salzburg nutzte einen Sturm-Fehler eiskalt aus und spielte den Sieg relativ trocken heim. Ein Klem-Schuss an die Latte, ein Kienast-Tor nach klarer Abseitsstellung und eine glänzende Walke-Parade nach Gruber-Kopfball – Sturm mag ab und an gefährlicher gewesen sein, doch letztlich waren die Gastgeber nicht zwingend genug. Auch weil es der Gegner nicht zuließ. Salzburg verwaltete die Führung, was vor wenigen Monaten noch unmöglich schien. Dieses Mal verzichtete man auf einen Sturm-Lauf auf das 2:0, man stand halbwegs sicher und kassierte so auch nicht den Ausgleich, sondern ging als Sieger vom Platz. (Mit dieser Qualität hätte man übrigens bei Dinamo Minsk nicht 0:2 verloren, sondern EL-Gruppenphase gespielt.) Die ersten Anzeichen von gepflegtem und organisiertem Ballbesitz-Fußball waren auf schwierigen Platzverhältnissen zu sehen, der Weg zur Perfektion bleibt natürlich ein weiter. Doch mit zwei Siegen aus den ersten zwei Spielen ist der Auftakt ein erfolgreicher.

 

Bernhard Kastler



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