Glasner: "Ich bin dennoch rundum zufrieden"

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Trotz 0:1 im ÖFB-Cup-Viertelfinale bei der Wiener Austria zeigt sich LASK-Trainer Oliver Glasner „rundum zufrieden“.

„Ich bin richtig stolz, es war eine super Leistung und ein toller Auftritt hier in Wien. Wir wollten bis zum Schluss dieses Tor und das stimmt mich auch positiv für den Kampf um den Aufstieg, denn dafür braucht es auch die entsprechende Mentalität.“

Die Linzer vergaben allerdings mehrere hochkarätige Chancen. Glasner: "In erster Linie ist es wichtig, dass wir zu diesen kommen."



Lob gab es nach dem Spiel auch von Austria-Trainer Thorsten Fink.

"Der LASK ist eine Bundesliga-Mannschaft. Das wussten wir aber auch schon vorher und haben sie deswegen keineswegs unterschätzt", so der Deutsche, der allerdings zusehen musste, wie sein Team anfangs Probleme hatte.

Die Wiener wurden von den Linzern im Spielaufbau erfolgreich gestört, mit der Zeit fanden die Veilchen ein Mittel, dem Pressing zu entkommen. Diagonalbälle waren in weiterer Folge vermehrt angesagt.

Austria stellte erfolgreich um

„Wir wussten, dass der LASK gut pressen kann, ab der zehnten Minute haben wir das Spiel aber dann auch besser unter Kontrolle gehabt“, so Raphael Holzhauser, der wieder einmal den „Quarterback“ im Spielaufbau mimte.

Für die Gäste war es angenehm, einmal mit einem Gegner konfrontiert zu sein, der auch an eigenen Akzenten interessiert war.

„Für jede Mannschaft ist es angenehm, wenn der Gegner versucht mitzuspielen. In der Ersten Liga ist es eben so, dass der Gegner oft versucht, mit Mann und Maus zu verteidigen. Auf uns warten schwierige Spiele, darauf müssen wir uns die nächsten Wochen vorbereiten", weiß Rene Gartler, der die erste Top-Chance des LASK ausließ.

Apropos Top-Chancen. Davon hatten die Linzer über 90 Minuten gesehen genügend.

„Wir hatten mit Abstand mehr Chancen, konnten sie aber nicht nutzen. Der Tormann hat sehr gut pariert, einmal ging der Ball an die Latte, aber wir sind teilweise auch selbst schuld, wenn wir solche Chancen nicht nutzen. So geht die Austria mit der ersten Chance in Führung", analysierte Gartler, der sich an den Herbst in der Ersten Liga erinnert fühlte.

„Wir können uns darüber aber nicht den Kopf zerbrechen, sondern müssen weiterarbeiten und das Glück erzwingen. Wir haben gewusst, dass wir der Austria Paroli bieten können und haben mehr als das getan. Wir sind an uns selbst gescheitert.“

Das wusste auch Glasner, der aber die schwache Chancenverwertung nicht zu negativ sehen wollte.

„Es gibt eben kein Patentrezept. Die Chancen wurden ja auch nicht leichtfertig vergeben, zwei Mal hat der Tormann toll gehalten. Manuel Kerhe läuft in der Woche oft nach dem Training so auf den Tormann zu und hat dabei eine 80-90-Prozent-Quote."

Insgesamt bilanzierte der Trainer und Sportdirektor in Personalunion zufrieden nach dem ersten Pflichtspiel der Saison. 

"Wir haben auch wenige Chancen zugelassen. Defensiv waren wir stabil, vorne hatten wir durch schnelles Umschalten gute Möglichkeiten. So wollen wir spielen, es hat heute nicht gereicht, aber die Richtung stimmt."

Sollte der LASK am Ende aufsteigen, wird ihm dieses Cup-Aus auch herzlich egal sein. Ende Februar geht es mit der Frühjahrssaison in der Ersten Liga los. Noch zweieinhalb Wochen also, um etwa die Chancenverwertung zu verbessern. 

Und Thorsten Fink hätte nichts gegen einen Aufsteiger namens LASK: „Am besten sehen wir uns nächste Saison wieder.“

 

Bernhard Kastler 


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