Türkei: Abbruch nach Fan-Attacke auf Schiri

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Unfassbare Szenen beim Spiel zwischen Trabzonspor und Fenerbahce Istanbul in der türkischen Süper Lig.

Beim Stand von 4:0 für die Gäste beginnen Trabzonspor-Anhänger in der Endphase der Partie zu randalieren. Nach einer ersten Unterbrechung bahnt sich ein Fan den Weg auf das Feld und attackiert Torrichter Volkan Bayarslan. Erst nach einiger Zeit kann der Randalierer von den Ordnern überwältigt werden.

Danach verlassen Spieler und Schiedsrichter den Platz, das Spiel wird nicht mehr angepfiffen.

Etwa eine halbe Stunde nach der Unterbrechung heißt es beim übertragenden Sender "Lig TV", das Spiel sei offiziell abgebrochen worden. Der angegriffene Schiedsrichter sei behandelt worden und ihm gehe es den Umständen entsprechend gut.

Polizei kann Eindringling nicht stoppen

Nach Toren von Potuk (23.) und Sen (27.) führt "Fener" bereits vor der Pause mit 2:0. Nach Seitenwechsel erhöhen Nani (57.) und van Persie (62.) auf 4:0. In Folge erhitzen sich die Gemüter der heimischen Anhänger.


Hinter dem Tor von Fenerbahce-Schlussmann Volkan Demirel durchbrechen Zuschauer zunächst eine Absperrung. Danach fliegen abgerissene Stadionsitze und Böller auf den Platz, woraufhin Schiedsrichter Bülent Yildirim die Partie kurzzeitig unterbricht und sich Polizeikräfte zwischen dem Block und dem Rasen aufbauen.

Obwohl die Beamten bereits aufpassen, schafft es der Randalierer, auf den Platz vorzudringen.

Nicht der erste Skandal

Es ist nicht der erste Vorfall in Trabzon. Vor über einem Jahr wurde der Mannschaftsbus von Fenerbahce in der Nähe der Stadt beschossen. Bei dem Schuss mit einer Schrotflinte wurde der Fahrer durch Glassplitter im Gesicht getroffen und musste operiert werden.

Spieler und Betreuer kamen damals mit dem Schrecken davon.

Auch die Profis von Trabzonspor sind bereits "vorbestraft". Im Februar wurden beim 1:2 gegen Galatasaray vier Spieler vom Platz gestellt. Für den negativen Höhepunkt sorgte Salih Dursun, der Schiedsrichter Deniz Bitnel die Rote Karte klaut und ihm diese zeigt.

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