Provokateur Pique: Mit voller Hose ist gut stinken

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Er hat es schon wieder getan.

Rechtzeitig vor „El Clasico“ (Samstag, ab 20 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv) stichelte Gerard Pique mit einem Twitter-Video gegen Real Madrid.

Immer wieder provoziert der Barca-Profi die Madridistas mit Äußerungen und Socia-Media-Einträgen. Seine Twitter-Emojis nach Reals Ausscheiden in der Copa del Rey sorgten in Spanien für einen handfesten Skandal. Auch folgende Aussagen erregten die Fans des Erzrivalen:

 

>>>El Clasico: Barca vs. Real, ab 20 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv<<<

Doch mit voller Hose ist gut stinken. Denn hinter Piques großer Klappe stecken grandiose Leistungen. Der Innenverteidiger gilt in dieser Saison als bester Abwehrspieler der Liga. Er hat entscheidenden Anteil an Barcas Super-Serie von 39 ungeschlagenen Spielen in Folge.

Dabei befand sich der 29-Jährige vor eineinhalb Jahren noch klar am absteigenden Ast.

Shakira-Schlagzeilen kamen nicht gut an

2008 wechselte Pique von Manchester United zurück in seine Heimat. Gleich in der ersten Saison startete er voll durch. Als Stammspieler holte er unter Pep Guardiola das Triple. 2011 wiederholte er den Triumph in der Champions League und der Meisterschaft. Danach ging es jedoch bergab.

Auf drei Jahre voller Erfolge folgten drei Jahre eines Formtiefs. Pique wurde fehleranfällig, sein Spiel behäbiger. Auch Verletzungen machten ihm zu schaffen. Statt auf dem Platz sorgte er daneben für Schlagzeilen.

Seine Liaison mit Shakira trug der Abwehrspieler offensiv in die Öffentlichkeit. Regelmäßig findet sich das Paar mit seinen zwei Söhnen in den Klatschspalten der Yellow Press wieder. Dieser Drang zur Selbstdarstellung kam bei den Fans nur gut an, so lange die Leistungen passten. Zwischen 2011 und 2014 musste der Welt- und Europameister aber immer wieder um seinen Stammplatz zittern.

Reifere Performances

„Momentan sehe ich mich nicht als einen der besten Innenverteidiger der Welt. Ich war einmal einer. Bei der Weltmeisterschaft habe ich auch nicht gut gespielt“, sagte Pique im Sommer 2014, nur um anschließend hinzuzufügen: „Aber ich glaube, ich kann dieses Level wieder erreichen und dafür werde ich hart arbeiten.“

Gesagt, getan. Zwar hatte „Piquenbauer“ auch unter Luis Enrique anfangs Form-Probleme, doch seit etwas mehr als einem Jahr spielt er in der Defensive der Katalanen groß auf. Ganz im Stile seines Vorbilds Carles Puyol präsentiert er sich als verlässlicher Leader mit einer Menge Spielintelligenz.


Anstatt übermotiviert aus der Abwehr herauszurücken, hält der 76-fache Nationalspieler mittlerweile lieber seine Position, damit die Abwehr kompakt bleibt. Dazu wurde der 1,93-m-Hühne auch in der Luft noch stärker. Seine Präsenz bei Standardsituationen hilft den Katalanen sowohl offensiv als auch defensiv. Puncto Spielaufbau galt er sowieso schon immer als einer der stärksten Verteidiger der Welt.

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Deshalb provoziert Pique Real so gerne

Mit 29 Jahren ist Pique nun endgültig in die Weltklasse zurückgekehrt. Während öffentlich vor allem das Sturmtrio aus Lionel Messi, Neymar und Luis Suarez für den Barca-Erfolgslauf verantwortlich gemacht wird, zieht der Abwehrspieler auf dem Platz im Hintergrund die Fäden.

Ins Rampenlicht drängt er sich jedoch, sobald es um Real Madrid geht. Piques Sticheleien haben mittlerweile so weit geführt, dass er in fast allen spanischen Stadien außerhalb Kataloniens ausgepfiffen wird.

"Ich mag es, dass die Leute dadurch aus sich herauskommen. Es ist Teil der Show."

Pique über den Grund seiner Sticheleien

Zuletzt verriet der Provokateur dem „GQ Magazine“ den Grund für seine Hassliebe zu den „Königlichen“: „Die Rivalität zwischen Barca und Real hat beiden Klubs geholfen, unter den größten Vereinen der Welt zu bleiben. Deshalb stachle ich diese Rivalität hin und wieder an.“

Ihm gehe es nicht darum, zu provozieren, nur um Aufsehen zu erregen. „Ich mag es, dass die Leute dadurch aus sich herauskommen. Es ist Teil der Show.“

Diese Show erlebt im „Clasico“ ihren Höhepunkt. Gegen seinen Lieblingsgegner muss Pique seine großspurigen Worte ein weiteres Mal mit einer Top-Leistung rechtfertigen.

 

Jakob Faber

 

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