Jurist vergleicht Messi mit Mafia-Boss

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Harte Bandagen im Steuerstrafprozess gegen Lionel Messi.

Der Anwalt der Behörden vergleicht den Barca-Star mit einem Mafia-Boss. Ähnlich wie ein "Capo" - ein Mafia-Pate - kenne Messi womöglich nicht die Einzelheiten des ihm vorgeworfenen Steuerbetrugs, "wohl aber das Ergebnis", erklärt der Jurist, der angibt, Fan des FC Barcelona zu sein.

In seinem Schluss-Plädoyer vor dem Landgericht von Barcelona wirft der Anwalt dem Argentinier vor, "null Glaubwürdigkeit" zu haben.


Sogar ein zehnjähriges Kind wisse, das man Steuern zahlen müsse. Am Donnerstag hatte Messi versicht, er habe "von nichts eine Ahnung gehabt".

Haftstrafen werden gefordert

Zwischen 2007 und 2009 soll Messi mit Hilfe seines mitangeklagten Vaters Jorge das Finanzamt um 4,1 Millionen Euro betrogen haben.

Es geht um Einnahmen aus Bildrechten. Die Anwälte des Finanzamtes fordern für Vater und Sohn Haftstrafen von je gut 22 Monaten. Die Staatsanwaltschaft plädiert dafür, das Verfahren gegen den Profi einzustellen, weil dieser nichts gewusst habe.

Das Urteil soll nächste Woche bekanntgegeben werden. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens werden die beiden Angeklagten wahrscheinlich nicht ins Gefängnis wandern, denn Haftstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien normalerweise zur Bewährung ausgesetzt. Messi wird unterdessen zurück in den USA erwartet. Dort bereitet sich das Nationalteam Argentiniens auf die Copa America vor. Der Start ins Turnier gegen Chile erfolgt am Montag im kalifornischen Santa Clara.


Aufnahmen vom Prozess: So wehrt sich Messi gegen die Vorwürfe

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