Cristiano Ronaldo - Und jetzt!?

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Die portugiesische Tageszeitung „A Bola“ hat mit ihrer Titelstory am Donnerstag einen Stein ins Rollen gebracht, der binnen kürzester Zeit zur Lawine wurde.

Cristiano Ronaldo (32), gemeinsam mit Lionel Messi der berühmteste und beste Fußballer der Welt, will Real Madrid verlassen. Die Fußball-Welt steht Kopf, die Spekulationen überschlagen sich.

Doch was ist dran? Wohin könnte Ronaldo gehen? Was macht Real? LAOLA1 beantwortet die wichtigsten Fragen:

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Geht er wirklich?

Dass es sich um mehr als bloß irgendein Gerücht handelt, gilt mittlerweile als gesichert. Seit Donnerstag-Früh hat niemand aus dem Lager von Ronaldo Anstalten gemacht, auch nur irgendetwas zu dementieren. Und von offizieller Seite der Madrilenen ist auch nichts zu vernehmen.

Der Portugiese soll ob der Anklage wegen Steuerhinterziehung stinksauer sein. Und das Gerücht, Real-Boss Florentino Perez habe wohlgesinnte spanische Zeitungen darum gebeten, im Zusammenhang damit keine Berichte mit Fotos von Ronaldo im Real-Trikot zu veröffentlichen, dürfte den Weltfußball noch mehr auf die Palme gebracht haben.

„Vielleicht ist er nur aufgeregt. Vielleicht hat er in einem Moment, in dem er wirklich sauer war, irgendetwas gesagt. Das wissen wir nicht. Aber wenn er sich für etwas entschieden hat, ist es nur schwer, ihn davon abzubringen“, sagt Ramon Calderon, der ehemalige Real-Boss, gegenüber der „BBC“.

Doch es gibt auch Stimmen, wonach die aktuelle Eskalation nur eine Strategie sei, um Ronaldos Willen bei Real durchzusetzen. Etwas Ähnliches war schon 2012 zu beobachten, als der Superstar in einem Post-Match-Interview beiläufig erwähnte, er sei traurig und der Klub wisse, warum. Damals brach Panik unter den Madrider Fans und den Real-Vorständen aus. Daraufhin begannen Gespräche über einen besser dotierten Vertrag.

Es wird darüber spekuliert, dass Ronaldo erneut eine Gehaltsaufbesserung erzwingen will, um den finanziellen Schaden, den er durch das Verfahren erleiden wird, auszugleichen. Andererseits ist es auch möglich, dass Ronaldo mit den Spekulationen über seinen Abgang schlichtweg Agendasetting betreibt und so die Negativ-Schlagzeilen infolge des Steuerskandals verdrängt.

VIDEO - Ronaldo schockt Real:

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


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Wie reagiert Real?

Aktuell öffentlich gar nicht. Es ist aber eher nicht davon auszugehen, dass die Verantwortlichen bei den „Königlichen“ schlichtweg in Schockstarre verfallen sind. Präsident Florentino Perez soll schon seit einiger Zeit von Ronaldos Entscheidung wissen.

Es hat den Anschein, als würde Real die aktuelle Situation einem Wutanfall Ronaldos geschuldet sehen und es als das Beste erachten, einfach die Beine still zu halten, damit sich die Wogen glätten. Ronaldo weilt derzeit in Russland beim Confed Cup und ist für seinen Arbeitgeber nicht wirklich greifbar.

Sollte es der Portugiese wirklich ernst meinen, sind die kommenden Tage für Real eine willkommene Möglichkeit, um zu beobachten, welche Klubs tatsächlich an einer Verpflichtung des Superstars interessiert sind.

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Wohin könnte Ronaldo gehen?

Eine Milliarde Euro beträgt die Ausstiegsklausel im Vertrag jenes Mannes, der sich zum Jahresende wohl zum fünften Mal Weltfußballer nennen darf. So viel Geld wird Real freilich nie und nimmer für ihn kassieren. Aktuell wird damit spekuliert, dass für den 32-Jährigen zwischen 200 und 150 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch gelegt werden müssten. Hinzu kommt ein aktuelles Jahresgehalt von 50 Millionen Euro. Das ergibt in Summe rund 400 Millionen Euro, die eine Verpflichtung des Portugiesen kosten würde.

Viele Klubs können sich das freilich nicht leisten. Und die Frage ist auch, welche Klubs sich das überhaupt leisten wollen? Ronaldo unter Vertrag zu nehmen, bedeutet, die gesamte Strategie auf den Neuzugang auslegen zu müssen. Manchester United, Manchester City, Arsenal, Chelsea, der FC Bayern, Juventus und Paris St. Germain hätten die finanziellen Möglichkeiten, den Deal zu stemmen.

Als wahrscheinlichste Abnehmer gelten die beiden Klubs aus Manchester und jener aus Paris. Auch Vereine in China werden es versuchen, aber das vergeblich.

Wer würde Ronaldo bei Real ersetzen?

Dass die Madrilenen den Verlust ihres Franchise-Players einfach so hinnehmen würden, ohne mit spektakulären Neuverpflichtungen darauf zu reagieren, ist auszuschließen. Mit dem Geld, das ein Ronaldo-Transfer in die Kassen spülen würde, wäre jeder Spieler der Welt – außer Lionel Messi – zu haben.

Monacos Kylian Mbappe gilt als Mann der Zukunft und könnte bei Real über Jahre hinweg zum dominanten Spieler werden. Bayerns Robert Lewandowski wäre wohl am ehesten imstande, die Lücke, die Ronaldo mit seinen Torjäger-Qualitäten hinterlässt, zu füllen.

Antoine Griezmann soll Real gefallen, doch ein Gentlemen’s Agreement mit Atletico verbietet es eigentlich, Spieler vom Stadtrivalen abzuwerben. Juves Paulo Dybala wird ebenfalls oft als Kandidat genannt. Ein spannendes Gerücht bringt Neymar ins Spiel. Real wollte den Brasilianer schon vor seiner Unterschrift beim FC Barcelona verpflichten. Der Südamerikaner könnte in Madrid aus dem Schatten Messis treten.

Fakt ist, dass ein Ronaldo-Transfer eine irre Summe auf den Markt spülen und diesen ordentlich in Bewegung bringen würde.


Textquelle: © LAOLA1.at

Cristiano Ronaldo: "Es gibt keinen Weg zurück"

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