ÖFB-Kicker in aller Munde

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Die Meldungen um bevorstehende Transfers von heimischen Fußballern überschlagen sich in den letzten Tagen nahezu. Klubs aus den europäischen Top-Ligen werden inflationär mit ÖFB-Kickern in Verbindung gebracht und selbst die Creme de la Creme der Vereine findet sich darunter.

Grund genug, das Geschehen zusammenzufassen und sich anzusehen, wie es um den aktuellen Kenntnisstand zu den Gerüchten bestellt ist:

Marko Arnautovic

Das spektakulärste Gerücht rankt sich um den aktuell in Hochform agierenden Marko Arnautovic. Nach seinem Abschied aus Bremen von vielen schon abgeschrieben, blüht der 26-jährige beim zum Star-Ensemble (Arnautovic und seine Champions) mutierten Stoke City auf. Nach 19 Liga-Partien hält Arnautovic bei sieben Toren und kann damit bereits jetzt seine zweiterfolgreichste Saison verbuchen. Nur 2008/09 bei Twente traf er öfter – 12 Mal in 28 Spielen. Vor allem mit seinen Leistungen und Torerfolgen gegen Chelsea, ManCity  und ManUnited spielte er sich in den Fokus großer Klubs.

Laut „Sunday People“ auch in jenen von Paris St. Germain. Der Scheich-Klub soll bereits Kontakt zu Arnautovic‘ Beratern und Stoke aufgenommen haben.  Mehr noch: Die Franzosen sollen den ÖFB-Kicker schon seit zwei Jahren beobachten und bereit sein, ein Angebot in Höhe von rund zehn Millionen Euro abzugeben.

Alessandro Schöpf

Pep Guardiola verglich ihn einst mit Thiago, dennoch wurde Alessandro Schöpf beim FC Bayern keine große Zukunft zuteil. Der Schritt in die 2. Bundesliga nach Nürnberg machte sich für den Tiroler bezahlt, hier ist er Leistungsträger, man traut ihm sogar zu, den Club zurück in die Erstklassigkeit zur führen und will ihn darum eigentlich nicht abgeben. Möglich aber, dass Schöpf den Sprung in die Bundesliga mittels Transfer schafft. Hannover, Stuttgart und dem HSV wurde schon Interesse nachgesagt, bei Schalke wurde es nun konkret. "Schalke hat sein Interesse an Alessandro Schöpf in Form eines Angebots hinterlegt", erklärt Club-Sportvorstand Andreas Bornemann der „Nürnberger Zeitung“ am Sonntag. Man habe „das Angebot in nicht unwesentlicher Höhe“ zunächst einmal abgelehnt. Die „Bild“ spekuliert über eine 5-Millionen-Euro-Offerte. „Man sollte aber nie nie sagen“, meint Bornemann, der nicht ausschließen kann, dass nicht auch „der Spieler andere Ideen entwickelt.“ Klingt nach Poker.

Guido Burgstaller

Bei Schöpfs Nürnberg-Teamkollegen Guido Burgstaller stehen die Zeichen hingegen auf Verbleib. Der Kärntner erholte sich bei den Franken blendend von seinem gescheiterten Cardiff-Abenteuer und ist in dieser Saison mit neun Toren in 18 Spielen bester Torschütze des Clubs. Auch an ihm soll H96 dran gewesen sein, laut „Krone“ will ihn Ingolstadt. Einen Abgang sieht Bornemann aber unwahrscheinlich, weil es „nie über das Spekulationsstadium hinausgegangen“ und sich „Burgi klar positioniert hat.“

Martin Hinteregger

Neo-Coach Oscar Garcia würde mit dem Innenverteidiger gerne in die Frühjahrssaison gehen. Martin Hinteregger scheint jedoch andere Pläne zu haben. Der 23-Jährige, dessen Vertrag in der Mozartstadt noch bis 2019 läuft, zeigte sich schon im Herbst unzufrieden mit seiner Situation. An Interessenten scheint es nicht zu mangeln. Die „Marca“ brachte ihn vor einigen Wochen sogar beim FC Barcelona ins Gespräch. Realistischer erscheint da ein Wechsel nach Deutschland. Die entscheidende Frage: Welcher Klub ist bereit, die laut „Salzburger Nachrichten“ von den Bullen geforderten elf Millionen Euro zu bezahlen? Wenn man dem „kicker“ glaubt, hat Gladbach deswegen bereits von einem Kauf abgesehen. Die „Bild“ bringt nun Stuttgart ins Spiel, doch auch bei den Schwaben erscheint fraglich, ob sie die Ablöse stemmen könnten. Insofern muss Hinteregger wohl auf einen Klub aus der finanzstarken Premier League hoffen, der ihn aus seinem Vertrag herauskauft.

Aleksandar Dragovic

Aleksandar Dragovic und der Transfer in eine Top-Liga, die Never Ending Story. "Langsam wird es langweilig", meinte er schon einmal. Die aktuellen Gerüchte betreffen Angebote von Inter Mailand und Leicester City. Einige Quellen behaupten, den Engländern hätte er aber ebenso wie dem AC Milan und dem VfB Stuttgart einen Korb erteilt. Dragovic befindet sich bei Dynamo Kiew in einer komfortablen Situation, kann auf eine gute EURO und ein entsprechendes Angebot nach dem Turnier hoffen. Der Wiener will nur an eine absolute Top-Adresse mit ordentlicher Perspektive wechseln und verfolgt einen dahingehenden Karriereplan. "Ich würde sagen Bayern wäre eine perfekte Option, da ich deutsch spreche. Dennoch bin ich Real Madrid Fan. Allerdings wäre ich auch nicht enttäuscht, wenn ich zu Barcelona wechseln würde", fehlt es ihm beim - vielleicht nicht ganz ernst gemeinten - Interview zum Jahreswechsel auf der Dynamo-Website immerhin nicht an Selbstvertrauen.

Dazu stellt er klar, wer für ihn der beste Spieler und Trainer der Welt ist: Bild 1 von 30
Im Tor: Manuel Neuer (FC Bayern). Bild 2 von 30
Dragovic: "Er hat wenig zu tun, aber wenn doch, dann hält er überragend. Außerdem ist er spielerisch sensationell gut, er agiert fast wie ein Libero." Bild 3 von 30
In der Abwehr setzt Dragovic auf eine Viererkette. Rechts hinten fällt seine Wahl auf Dani Alves (FC Barcelona). Bild 4 von 30
"Er ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber er läuft und läuft und läuft." Wie auch sein Pendant auf links, aber dazu etwas später mehr. Bild 5 von 30
Im Zentrum ist ein Mann gesetzt: Raphael Varane von Real Madrid. Bild 6 von 30
"Mein Vorbild", erklärt Dragovic. "Varane ist spielerisch und physisch einfach top!" Bild 7 von 30
Und der zweite Innenveteidiger in der Top-Elf? "Da wähle ich mich", lacht er. "Nein, nur ein Spaß." Bild 8 von 30
Die Wahl fällt ihm schwer und wäre vergangene Saison noch auf Vincent Kompany (Manchester City) gefallen. "Da war er top, jetzt ist er aber oft verletzt." Bild 9 von 30
Daher stellt der ÖFB-Verteidiger Jerome Boateng vom FC Bayern auf die zweite Innenverteidigerposition. Bild 10 von 30
"Er spielt hervorragend von hinten raus und ist sehr schnell", begründet Dragovic seine Wahl. Bild 11 von 30
Nun aber zum Linksverteidiger: Hier entscheidet er sich für seinen Nationalteam-Buddy David Alaba und damit einen weiteren Star des FC Bayern. Bild 12 von 30
"Es ist wie bei Alves, nur dass David viel jünger ist: Er hat sieben Lungen und läuft den Platz auf und ab." Bild 13 von 30
Das Mittelfeld besetzen vier Spieler. Vorab sei verraten: Es ist eine sehr offensive Ausrichtung. Ein Fixpunkt als Defensivstabilisator ist für "Drago" Sergio Busquets (FC Barcelona). Bild 14 von 30
"Spielerisch ist er sensationell, dazu auch immer anspielbar", streicht der Wiener die Qualitäten des Spaniers hervor. Bild 15 von 30
Die Zentrale besetzt neben Busquets ein weiterer Spanier: Thiago Alcantara vom FC Bayern. Bild 16 von 30
"Ich stehe halt auf die spielerischen Typen", sagt Dragovic, der von der Ballbehandlung des Edeltechnikers fasziniert ist. Bild 17 von 30
Auf den Flügeln setzt er auf die wohl besten Kicker der Gegenwart. Da wäre einerseits Cristiano Ronaldo (Real Madrid). Bild 18 von 30
"Zu ihm muss man nichts sagen, er steht für sich", findet Dragovic. Bild 19 von 30
Als zweiten Flügelspieler kommt nur einer in Frage: Barca-Superstar Lionel Messi. Bild 20 von 30
"Auch über ihn muss man nicht viele Worte verlieren. Er ist ein Gottes-Geschenk!" Bild 21 von 30
Eine Frage ist jetzt natürlich Pflicht. Und wen hältst du für den Besseren, Aleks? Bild 22 von 30
"Ronaldo ist ein Arbeiter, ein fleißiger Trainierer. Aber Messi ... er ist der Bessere, einfach der Beste der Welt." Bild 23 von 30
Bleiben noch zwei Plätze im Sturmzentrum, wovon einer für PSG-Topstar Zlatan Ibrahimovic reserviert ist. Bild 24 von 30
Die körperliche Verfassung des Schweden imponiert dem Dynamo-Kiev-Legionär am meisten: "Er ist physisch überragend." Bild 25 von 30
Last but not least entscheidet sich Dragovic für einen weiteren, den bereits fünften Bayern-Giganten: Robert Lewandowski. Bild 26 von 30
"Auch er ist physisch stark, dazu hält er die Bälle hervorragend", bescheinigt ihm Dragovic. Und: "Er hat eine super Technik." Bild 27 von 30
Bleibt nur noch ein Platz offen, jener auf der Trainerbank. Bild 28 von 30
Hier gibt es für Dragovic keine zwei Meinungen, sofort legt er sich fest: Pep Guardiola (FC Bayern) ist DIE Trainer-Koryphäe schlechthin. Bild 29 von 30
"Er ist definitiv der Beste. Pep wechselt seine Formationen ständig, er kann im Spiel immer umschalten. Wie Bayern spielt, ist überragend. Was man so hört, erfindet er den Fußball immer wieder neu. Er ist einfach genial!" Bild 30 von 30

 

Kevin Wimmer

Seit einem halben Jahr steht Kevin Wimmer nun bei Tottenham unter Vertrag. Noch immer wartet er auf sein Premier-League-Debüt. So hat sich das der Oberösterreicher nicht vorgestellt. Immerhin spielte er zwei Mal in der Europa League und ein Mal im League Cup durch. Ansonsten ist am belgischen Innenverteidiger-Duo aus Jan Verthongen und Toby Alderweireld aber kein Vorbekommen. Kein Wunder, dass da Wechselgerüchte aufkommen. Olympique Marseille soll an einer Leihe interessiert sein, im Hinblick auf die EURO wäre das für Wimmer sicher keine schlechte Alternative. Zumal er in diesem Fall schon einmal das ÖFB-Teamquartier, das nur unweit der französischen Hafenstadt entfernt liegt, inspizieren kann.

Rubin Okotie

Sein Vertrag bei 1860 läuft im Sommer aus. Bereits bei seinem Nationalteam-Aufenthalt im November schloss er einen vorzeitigen Wechsel nicht aus. „Ich konzentriere mich jetzt einmal auf die Spiele bis Winter“, sagte er damals. Nun hat sein Verein mit Sascha Mölders einen neuen Stürmer verpflichtet. Ob die Augsburg-Leihgabe als Ersatz oder Ergänzung zum ÖFB-Angreifer geholt wurde, ist noch unklar. Jedenfalls könnten die nicht gerade von finanziellem Reichtum gesegneten Löwen auf diese Weise noch Geld mit dem siebenfachen Saison-Torschützen verdienen. Zumal die „Bild“ mit Newcastle einen der reichen Premier-League-Klubs als zukünftigen Arbeitgeber Okoties ins Spiel brachte.

Karim Onisiwo

Schlechte Nachrichten für alle Fans von Salzburg, Rapid und der Austria. Die Hoffnungen auf eine Verpflichtung von Karim Onisiwo sind bei den österreichischen Spitzenklubs erheblich gesunken. Denn nun steigt mit Mainz auch ein deutscher Bundesligist in den Poker ein. Coach Martin Schmidt kündigte bereits vor einigen Wochen an, dass man bezüglich einer Verstärkung auf der offensiven Außenbahn die Augen offen halten werde. Onisiwo könnte den „05ern“ da gerade recht kommen. Der dribbelstarke Flügelflitzer hat das Potenzial, auch in Deutschland durchzustarten. Zudem könnte der 23-Jährige aufgrund der Vertragsstreitigkeiten mit seinem aktuellen Klub Mattersburg ablösefrei zu haben sein. Zumindest würde sich das Onisiwo selbst wünschen. Sein unglaublicher Aufstieg würde damit weitergehen. Vor zwei Jahren spielte er noch in der Regionalliga West. Nun steht er vor dem Sprung in die deutsche Bundesliga. 

Thomas Murg

Vor der Winterpause stattete Adi Hütter der SV Ried einen Besuch ab. Der Young-Boys-Trainer soll beim Spiel gegen den WAC Thomas Murg beobachtet haben. Nun berichten Schweizer Medien, dass der 21-Jährige bereits kurz vor der Vertragsunterschrift steht. Für die Innviertler wäre es nach Oliver Kragl (Frosinone) der nächste schwere Verlust im Abstiegskampf. Allerdings würde dem Klub, der in der letzten Saison einen Verlust von 1,1 Mio. Euro verzeichnete, die Ablösesumme wirtschaftlich gut tun. Bei den Bernern soll Murg den von Basel umworbenen Nationalspieler Renato Steffen ersetzen. Große Fußstapfen für den Offensivspieler, der in dieser Saison in 13 Spielen fünf Tore schoss.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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