Milan setzt Mihajlovic vor die Tür

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Zuletzt fünf Spiele ohne Sieg kosten Sinisa Mihajlovic beim AC Milan den Kopf.

Nach nicht einmal einen Jahr geben die Mailänder am Dienstag die Trennung vom serbischen Trainer bekannt.

Klub-Präsident Silvio Berlusconi und Geschäftsführer Adriano Galliani legen die sportlichen Geschicke des Vereins bis zum Saisonende in die Hände des bisherigen U19-Coaches Cristian Brocchi.

Sechs Runden vor Schluss liegt Milan nur auf Rang sechs der Serie A, satte 27 Punkte hinter Tabellenführer Juventus.

Es hatte sich schon angedeutet

Mihajlovic führte den 18-fachen italienischen Meister in dieser Saison bis ins Cupfinale, in der Liga steht Milan aber enttäuschend auf dem sechsten Platz.

Der Wechsel war schon länger erwartet worden. Seit dem Spätherbst stand Mihajlovic mehrmals kurz vor der Entlassung, denn die Beziehung zu Präsident Silvio Berlusconi war nie gut. Zu Saisonende der Saison hätte der Serbe mit größter Wahrscheinlichkeit ohnehin gehen müssen.

Nun hat Berlusconi nach nur zwei Punkten aus den jüngsten fünf Spielen und nach dem 1:2 am Samstag gegen Meister und Tabellenführer Juventus Turin frühzeitig gehandelt. Damit ereilte den 46-jährigen Mihajlovic das gleiche Schicksal wie vor ihm Massimiliano Allegri (Jänner 2014), Clarence Seedorf (Juni 2014) und Filippo Inzaghi (Juni 2015), die allesamt vorzeitig gehen mussten.

Brocchi winkt langfristiges Angebot

Brocchi ist offiziell zunächst eine Interimslösung. Doch wenn die Resultate in den letzten sechs Ligaspielen und am 21. Mai im Cupfinale gegen Juventus - in dem Milan wohl gegen das Verpassen des dritten Europacup-Saison in Folge kämpft - ordentlich ausfallen, wird er Trainer bleiben.

Berlusconi wollte Brocchi, der seit 2013 im Nachwuchs der Mailänder arbeitete, bereits 2014 sowie im vergangenen Sommer als Trainer der Profis installieren.

Brocchi hat keine Erfahrung als Trainer im Profibereich. Dafür blickt er auf eine respektable Karriere als Spieler zurück.

Der ehemalige Milan-Jugendspieler bestritt für die Mailänder sowie den Stadtrivalen Inter, Fiorentina und Lazio Rom mehr als 300 Partien in der Serie A. Für Italien absolvierte er ein Länderspiel. Er gilt als talentierter Jung-Trainer, der sich in seiner Arbeit vor allem von seinen langjährigen Mentoren Carlo Ancelotti und Cesare Prandelli inspirieren lässt.



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