Frankreich hofft bei Supercup auf volles Stadion

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Die französische Fußball-Liga (LFP) erhofft sich beim Supercup am 6. August in Klagenfurt ein volles Stadion. 

"Es soll ein Fest sein. Wir erwarten ein volles Stadion", sagt LFP-Direktor Gael Caselli am Dienstag in Kärnten.

Mitgrund für die Wahl des Wörthersee-Stadions als Spielort seien auch Sicherheitsüberlegungen gewesen. "Es war eine schnelle Wahl. Wir haben uns aufgrund der Qualität des Stadions für Klagenfurt entschieden", so Caselli. 

"Das Stadion hat keine Laufbahn, es ist kompakter." Dadurch sei auch die Zone rund um das Stadion leichter zu überwachen. "Das ist in der aktuellen Situation ein entscheidender Faktor."

Ein Angebot aus der Türkei etwa, den Supercup in Ankara auszutragen, lehnte die LFP aus "politischen und technischen Gründen" ab, wie deren Marketingchef Ficot erklärte. Ein weiteres Offert war aus Portugal mit Porto eingegangen. Den Zuschlag erhielt aber Veranstalter International Football Camps Styria (IFCS). Von den zwei angebotenen Optionen in Österreich gaben die Franzosen Kärnten gegenüber Wien den Vorzug.

Terror hat Spuren hinterlassen

Die Terroranschläge von Paris und Brüssel haben Spuren hinterlassen. Auch bei Veranstalter IFCS ist man sich der sensiblen Situation bewusst. In den kommenden drei Wochen werden alle sicherheitsrelevanten Personen ihre Pläne abstimmen, erklärt Sprecher Martin Zwischenberger. "Es wird bis August permanent Treffen geben. Es wird alles Menschenmögliche gemacht." Die Überschaubarkeit des Wörthersee-Stadions sei dabei ein Vorteil.

Dazu habe für Kärnten gesprochen, dass das Spiel für das Land etwas Besonderes sei, ergänzt Caselli. Immerhin tritt Meister Paris St. Germain eine Woche vor dem Ligastart gegen den Cupsieger an. Im Cup-Halbfinale trifft PSG auf Lorient, Zweitligist Sochaux auf Olympique Marseille. Sollten sich die Pariser auch diese Trophäe sichern, wartet im Supercup der Ligazweite - derzeit AS Monaco.

Der Supercup wird seit 2009 im Ausland ausgetragen. Im Vorjahr war zum zweiten Mal Montreal an der Reihe, davor kamen bereits New York oder Gabuns Hauptstadt Libreville in den Genuss. Klagenfurt ist die erste Station außerhalb Frankreichs in Europa. "Das Ereignis sollte auch ein Anschluss an die EURO sein", erklärt Ficot. Das EM-Finale steigt am 10. Juli in St. Denis bei Paris. "Auch wegen der geringeren Reisestrapazen war diesmal Europa eine Idee."

Mit oder ohne Ibrahimovic?

PSG hat in den vergangenen vier Jahren bereits Trainingscamps in Österreich absolviert. Auch diesmal dürfte das Starensemble vor dem Supercup drei Tage im Land stationiert sein. Davor bestreiten die Pariser zur Saisonvorbereitung bis 30. Juli den International Champions Cup in den USA, treffen dort auf Inter Mailand, Real Madrid und Leicester City.

Offen ist, ob Superstar Zlatan Ibrahimovic in Klagenfurt noch dabei ist. Der Schwede pokert um eine Verlängerung seines mit Saisonende auslaufenden Vertrages und könnte Paris im Sommer verlassen. "Falls Ibrahimovic abwandert, kann man aber sicher sein, dass sie das mit ein, zwei Superstars ergänzen werden", meint IFCS-Geschäftsführer Kian Walizadeh, der betonte, dass seine Firma die alleinige finanzielle Verantwortung für die Veranstaltung trage. "Kärnten bietet das Stadion." In dem nach einem Bescheid vom Jänner wieder 30.000 Zuschauer zugelassen sind.

Tickets sind ab Montag über Ö-Ticket erhältlich. Die billigsten Karten kosten 25 Euro und werden in späteren Verkaufsphasen teurer. International wird der Supercup von Rechteinhaber beIN Sports vermarktet. 22 TV-Anstalten übertragen live. Das Spiel soll dadurch in 121 Ländern empfangbar sein.

 

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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