Mourinho gibt Spielern die Schuld

Aufmacherbild
 

Nach Chelseas Niederlage bei Überraschungsteam Leicester City herrscht bei Blues-Coach Jose Mourinho tiefe Enttäuschung und Ernüchterung.

Der Portugiese fühlt sich nach der Partie gegenüber "Sky Sports" von der Mannschaft um seine Arbeit betrogen.

Zudem schreibt The Special One nach dem 1:2, der bereits neunten Saisonniederlage, die Qualifikation für die Champions League ab. Auf die Frage, ob ein Platz unter den Top-4 nun außer Reichweite sei, meint Mourinho: "Ja. Eindeutig ja."

 

Während Christian Fuchs und Co. die Tabellenführung zurückerobern konnten, rangiert Chelsea auf dem enttäuschenden 16. Platz. Selbst wenn die Londoner alle ausstehenden Premier-League-Spiele gewinnen würden, würde der amtierende Meister hinter seiner Punktezahl aus der Vorsaison bleiben.

Mourinhos Arbeit verraten

"Sie haben verdient gewonnen. Wir waren eine halbe Stunde lang besser, sie für eine Stunde. Sie waren souverän, fokussiert, aggressiv und haben keine Fehler gemacht", erkennt Mourinho den Sieg Leicesters an, ehe er mit seiner eigenen Truppe hart ins Gericht geht. "Wir haben zwei Tore kassiert, die inakzeptabel sind."

"Zu meinen größten Stärken zählt, das Spiel für die Spieler zu lesen, jedes Detail des Gegners aufzuzeigen. Diese beiden Tore, die Bewegung von Vardy zwischen den Innenverteidigern, die Hereingabe mit dem linken Fuß - es ist frustrierend, das zu akzeptieren. Wir hätten mit zwei Spielern bei Mahrez sein sollen, nicht eins gegen eins. Wir haben genau diese Situationen angesprochen und uns lange darauf eingestellt. Ich fühle, dass meine Arbeit verraten wurde", erläutert der enttäuschte Coach.

Als einen Hauptgrund für die Talfahrt sieht der Meistertrainer, dass viele Schlüsselspieler nicht in Form sind. Alledings glaubt er auch, dass eben diese in der Vorsaison über ihren Möglichkeiten gespielt hätten.

"Habe letztes Jahr phänomenale Arbeit geleistet"

"Es ist schwierig Tore zu schießen, wenn duch einige Spieler hast, die nicht auf ihrem Top-Niveau spielen. Spieler auf entscheidenden Positionen spielen nicht auf ihrem normalen Level. Letztes Jahr habe ich phänomenale Arbeit geleistet. Da haben sie über ihrem Level gespielt, sie haben sich besser gezeigt, als sie wirklich sind. Einige Spieler sind weit davon entfernt - nicht alle - aber einige sind so weit davon entfernt", analysiert Mourinho.

Unter der Woche scheint die Leistung zu stimmen, nur funktioniert es am Spieltag nicht. "Im täglichen Training kann ich mich nicht beschweren. Ich bin frustriert vom Unterschied zwischen Training und Match", so Mourinho.

Neuer Ärger um Hazard?

Neue Nahrung erhalten auch die Gerüchte um das schlechte Verhältnis des Trainers zu Star Eden Hazard, der nach 31 Minuten verletzt vom Platz ging. "In zehn Sekunden hat er selbst entschieden, raus zu gehen. Also muss es eine ernste Verletzung sein", stellt Mourinho mit gewohnt ironischem Unterton fest. "Seine erste Reaktion war 'ich kann nicht weitermachen', seine zweite 'ich will es versuchen', aber nach seinem ersten Schritt zurück auf das Feld sagte er, es geht nicht mehr. Sicherlich ist er verletzt. Er hatte innerhalb weniger Sekunden drei verschiedene Perspektiven."

Auch wenn Mourinho betont, dass er gerne bei Chelsea weitermachen würde und meint, er hoffe, dass auch der Klub mit ihm weitermachen möchte, die Luft wird immer dünner. Nur ein Punkt trennt die Blues von einem Abstiegsplatz. Neun Niederlagen nach 16 Spielen gab es für Chelsea zuletzt in der Saion 1978/79 - und damals musste man den Weg in die Zweitklassigkeit antreten.

"Ich kenne keinen anderen Weg als weiterhin auf Top-Level zu arbeiten, was ich jeden Tag tue. Und ich muss noch einmal sagen: Tag für Tag habe ich im Training kein Problem mit den Spielern", betont Mourinho.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare