Werder feuert Trainer Skripnik - kommt Herzog?

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Der SV Werder Bremen zieht nach der peinlichen Darbietung beim 1:4 in Mönchengladbach die Reißleine und beurlaubt den umstrittenen Trainer Viktor Skripnik mit sofortiger Wirkung.

Geschäfsführer Sport Frank Baumann: "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil uns nach der Leistung in Gladbach die Überzeugung fehlte, dass es in der bestehenden Konstellation möglich ist, zeitnah eine Wende zum Positiven herbeizuführen."

Laut "Sky" ist ÖFB-Rekordspieler Andres Herzog ein Nachfolge-Kandidat.

Ab Montag übernehmen U23-Coach Alexander Nouri und dessen Co-Trainer Florian Bruns interimistisch die Leitung des Trainings.

Was bedeutet Entlassung für ÖFB-Trio?

"Mit Alexander Nouri erhoffen wir uns einen Impuls für das Team, das nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause, den letzten Spielen und dem bestehenden Verletzungspech mit einer gewissen Verunsicherung zu kämpfen hat", erklärt Baumann.

Der 37-jährige Nouri bekommt zumindest in den Heimspielen gegen Mainz am Mittwoch und Wolfsburg am Samstag die Chance, eine Trendwende einzuleiten.

Neben Skripnik müssen auch seine beiden Co-Trainer Torsten Frings und Florian Kohfeldt gehen. Das scheidende Trio hat sich noch in der Nacht auf Sonntag nach der Ankunft des Mannschaftsbusses am Weser-Stadion von der Mannschaft verabschiedet.

Was diese Maßnahme für die drei ÖFB-Legionäre im Werder-Kader bedeutet, bleibt abzuwarten. Zlatko Junuzovic wurde ein angespanntes Verhältnis zu Skripnik nachgesagt. Neuzugang Florian Kainz kam unter dem Ukrainer nicht in Schwung, was laut Expertise eines Insiders bei LAOLA1 auch an Skripnik gelegen haben könnte. Florian Grillitsch wiederum schaffte unter dem entlassenen Fußballlehrer den Sprung zur Stammkraft.

Herzog ist eine Bremen-Legende

Sollte Nouri das Ruder nicht herumreißen können und sich Werder für eine externe Nachfolgelösung entscheiden, soll Herzog ein Thema sein. Der 103-fache österreichische Nationalspieler ist eine Bremen-Legende.

Von 1992 bis 1995 beziehungsweise von 1996 bis 2001 war der Wiener als Spielmacher an der Weser aktiv. 1993 führte er Werder zum Meistertitel, 1994 und 1999 gewann er den DFB-Pokal.

Mit Marco Bode fungiert ein langjähriger Mitspieler von Herzog als Aufsichtsratsvorsitzender beim deutschen Bundesliga-Schlusslicht.

Derzeit steht Herzog beim Fußball-Verband der USA unter Vertrag. Er soll jedoch die Freigabe von Teamchef Jügen Klinsmann besitzen.

Strunz spricht sich gegen Herzog aus

Sport1-Experte Thomas Strunz spricht sich im "Doppelpass" indessen deutlich gegen ein Engagement des 48-Jährigen, der noch nie einen Verein als Cheftrainer betreut hat, aus:

"Bei diesen Problemen brauche ich doch jemanden, der Erfahrung mitbringt, der weiß, welche Unwägbarkeiten das Geschäft mit sich bringt, der nicht erst Learning by doing bestimmte Dinge als Cheftrainer in der Bundesliga bei der ganzen medialen Geschichte erfahren muss und in einem luftleeren Raum schwebt. Da muss doch einer kommen, der gesettelt ist, wer weiß, welche Situationen auf ihn zukommen könnten. Es ist für mich unvorstellbar, dass der Verein jemanden einstellt, der bisher noch nicht Trainer war. Das macht gar keinen Sinn!"

Auch der ehemalige Schalke-Coach Andre Breitenreiter sowie Jos Luhukay, dessen Amtszeit beim VfB Stuttgart früh zu Ende gegangen ist, werden gehandelt.

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