Werder-Kapitän Fritz gibt Karriereende bekannt

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Ein Urgestein des SV Werder Bremen zieht im kommenden Sommer einen Schlussstrich unter seine Karriere.

Clemens Fritz, Kapitän der Hanseaten, gibt am Donnerstag bekannt, dass er vor seiner letzten Frühjahrssaison steht. "Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ich meine sportliche Laufbahn nach dieser Saison beenden werde", erklärt sich der 35-Jährige in seinem offenen Brief.

Fritz wechselte 2006 aus Leverkusen an die Weser und absolvierte über 300 Spiele für Werder.

Der Brief von Clemens Fritz im Wortlaut:

Liebe Werder-Fans, liebe Wegbegleiter, liebe Freunde,

ich habe mir in den vergangenen Tagen und Wochen ausführlich Gedanken über meine persönliche Zukunft gemacht. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ich meine sportliche Laufbahn nach dieser Saison beenden werde. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie ist für mich jedoch unumstößlich. Weder kommt für mich ein letzter Wechsel ins Ausland, noch das Verlängern meines Vertrages in Bremen in Frage. Für mich gab und gibt es nur eine einzige Option: Meine Karriere bei Werder, und damit dem Verein, der meine Karriere am wesentlichsten gekennzeichnet hat, zu beenden.

Wer mich kennt, weiß: Es ist für mich ein Selbstverständnis, dass ich in der anstehenden Rückrunde mein absolut Bestes geben werde, damit Werder die Klasse hält und somit die Basis für wieder erfolgreichere Zeiten geschaffen wird. Aus genau diesem Grund war es aber auch wichtig für mich, vor diesen wegweisenden Monaten eine Entscheidung zu treffen und kundzutun. Damit Werder Planungssicherheit hat.

Ich bin vor wenigen Wochen 35 Jahre alt geworden. Zehn Jahre davon spiele ich nun für Werder Bremen und dabei habe ich alle Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre miterlebt. Der Verein ist mir nicht nur ans Herz gewachsen. Er ist ein wesentlicher Teil meines Lebens geworden. Es ist eine Verbindung entstanden, die sich selbstverständlich auch durch das Ende meiner sportlichen Laufbahn nicht lösen wird. Ich bin mit der Stadt, den Menschen hier und natürlich vor allem dem Verein verwachsen. Es macht mich immer noch stolz, die Werder-Raute auf dem Herzen zu tragen, wenn wir ins Stadion einlaufen.

Und doch: Es war mir stets ein Anliegen, das Ende meiner Laufbahn selbst bestimmen zu können. Ein unfreiwilliger Abschied war für mich immer ein Alptraum. Ich möchte, dass mich die Fans als Spieler in Erinnerung behalten, der bis zum Schluss auch körperlich in der Lage war, Alles für diesen wunderbaren Verein in die Waagschale werfen zu können.

Euer Clemens

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