Kovac neuer Trainer der Eintracht

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Nach der Trennung von Armin Veh ist Eintracht Frankfurt bei der Trainersuche fündig geworden.

Die abstiegsgefährdeten Frankfurter (16.) verpflichten Niko Kovac, der in Salzburg spielte sowie als Assistent arbeitete und zuletzt das kroatische Nationalteam trainierte, bis 2017. Dieser Vertrag ist allerdings nur für die deutsche Bundesliga gültig.

Kovac bringt seinen Bruder Robert als Assistenten zur Eintracht. Ihr Debüt feiern sie am Samstag auswärts in Gladbach (mit Martin Hinteregger).

"Ich denke an nichts anderes"

Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen: "Es muss das Ziel von Nico Kovac sein, die Kräfte der Mannschaft zu mobilisieren, um den Klassenerhalt zu sichern. Wir sind überzeugt, dass er dies erreichen wird."

Kovac: "Ich bin hierhergekommen, um die Liga zu halten. Ich denke an nichts anderes."

Um 15.25 Uhr betrat Kovac mit seiner neuen Mannschaft den Platz im Schatten der Commerzbank-Arena. Aufmerksam und mit auf dem Rücken verschränkten Händen beobachtete der neue Hoffnungstrainer jede Aktion der Profis ganz genau. Verzichten musste Kovac vor rund 100 Zuschauern aber auf zahlreiche Stammspieler.

Neben den bekannten Ausfällen wie Alexander Meier, Carlos Zambrano und Marc Stendera fehlten auch Torwart Lucas Hradecky (Hexenschuss) und Routinier Marco Russ (Schonung).


Willkommen Niko Kovac

Herzlich Willkommen bei unserer #SGE, Niko Kovac!

Posted by Eintracht Frankfurt on Dienstag, 8. März 2016

Die Eintracht geht mit der Verpflichtung des unerfahrenen Trainers volles Risiko. In der bisherigen Amtszeit von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hatten die Frankfurter stets auf erfahrene Übungsleiter wie Friedhelm Funkel oder Thomas Schaaf gesetzt. Der im Sommer in den Ruhestand tretende Bruchhagen wollte den Paradigmenwechsel aber nicht überbewerten.

"Jede Entscheidung ist auf ihre Art mutig. Das gilt, wenn man einen erfahrenen Trainer holt genauso wie wenn man auf einen Coach aus der Jugendbewegung setzt, wie es Hoffenheim getan hat." Wichtig sei, dass man vom Kandidaten überzeugt sei. Und das sei bei Kovac der Fall gewesen. "Wir freuen uns, mit ihm einen Neuanfang zu starten."



Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner hatte bereits im Sommer, als die Hessen einen Nachfolger für Schaaf suchten, Gespräche mit Kovac geführt. Damals entschied sich der Club aber für eine Rückkehr von Veh. "Der Kontakt ist seitdem nie abgerissen", sagte Hübner.

"Entscheidend war, wie analysiert er unsere Mannschaft, was ist sein Plan. Da hat er einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte Hübner, der wegen verfehlter Personalpolitik zuletzt selbst in die Kritik geraten war. "Wir sind überzeugt, dass Niko unser Ziel schafft."



Kovac bringt seinen Bruder Robert als Assistenten mit. Zusammen wollen die Brüder das zuletzt völlig verunsicherte Eintracht-Team wieder auf Kurs bringen. Dass er zuvor noch nie als Chefcoach bei einem Profiverein gearbeitet hat, sieht Kovac nicht als Problem an.

"Ich habe 35 Jahre in Deutschland gelebt. Ich bin ein Kind der Liga", sagte der gebürtige Berliner, der in der deutschen Bundesliga für Hertha BSC, Bayer Leverkusen, den Hamburger SV und Bayern München spielte. Seine Karriere ließ Kovac danach bei Red Bull Salzburg ausklingen. Mit den Roten Bullen wurde er 2007 und 2009 österreichischer Meister.

Als Spieler galt Kovac im defensiven Mittelfeld als kampfstark. Diese Tugend will er nun auch von seinen neuen Spielern sehen. "Ich war als Spieler ein akribischer Arbeiter, ein absoluter Profi. Und so bin ich auch als Trainer. Ich verlange von allen absolute Professionalität, Leidenschaft und Disziplin."


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