Sicherheit im Fokus bei HSV-BVB

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Der HSV und Dortmund eröffnen am Freitag den 13. Bundesliga-Spieltag. Die Hanseaten peilen dabei den Vorstoß in die Top-10 an, der BVB will Leader Bayern auf den Fersen bleiben.

Das Sportliche steht nach den Anschlägen in Paris und der Absage des DFB-Länderspiels aber im Hintergrund. 

Thema Nummer eins vor der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Partie ist die Sicherherheit, die durch verstärkte Einlasskontrollen und deutlich mehr Ordnern als die üblichen 400 bis 600 gewährleistet werden soll.

Die Hamburger Polizei bezeichnete die Sicherheitslage in der Hansestadt als unverändert. Wie seit einigen Monaten schon gebe es eine abstrakte Gefährdungslage, sagte Polizeisprecher Timo Zill. "Wir haben aber keine konkreten Hinweise auf eine besondere Gefährdung in Hamburg." Die Polizei sei dennoch besonders wachsam.

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer appellierte an die Fans, keinerlei Knaller oder Böller ins Stadion zu bringen. "Das wäre das falsche Zeichen und könnte Panik bereiten", sagte der Deutsche. Dass die Runde planmäßig durchgeführt wird, ist im Sinne der Klubs. "Es gibt keine Alternative. Wir müssen als Zivilgesellschaft Courage zeigen und dürfen nicht kapitulieren. Sonst jubeln doch genau die Leute, die jetzt nicht jubeln sollen", fand BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke deutliche Worte. Und HSV-Trainer Bruno Labbadia ergänzte: "Ich finde es absolut richtig, dass wir spielen."

Er versuche das Thema auszublenden und nicht groß mit der Mannschaft zu diskutieren: "Es ist nicht so, dass wir es verdrängen, aber jeder hat eine andere Art, es zu verarbeiten. Man muss die Angst und Bedenken auch einmal ausblenden." Der Terror und seine Auswirkungen seien in den Medien präsent, Labbadia wolle es nicht noch größer machen, indem er es mit den Spieler lange diskutiere. Fußball solle generell Freude bringen. "Das versuchen wir den Fans am Freitag wieder nahezubringen", erklärte der HSV-Coach.

Nach zwei Gedenkminuten für die Opfer der Paris-Anschläge sowie den am 10. November in seiner Geburtsstadt Hamburg verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt sollen die Spieler für Schlagzeilen sorgen. In der Offensive ruhen die HSV-Hoffnungen auch in Gregoritsch, der am Dienstag bei der 2:4-Niederlage der ÖFB-U21 in Deutschland mit einem Doppelpack und seinen Quali-Toren acht und neun neuerlich aufzeigen konnte. "Die Treffer werden ihm weiter viel Selbstbewusstsein geben, und es ist immer schön, wenn einer unserer Spieler eine so große Rolle in einem Team spielt", sagte Labbadia über den 21-jährigen Stürmer.

Die zwei Partien sieglosen Gastgeber sind als Tabellenelfter in der Außenseiterrolle. "Der BVB gehört nicht nur tabellarisch, sondern auch personell zu den besten Mannschaften der Liga. Sie sind sehr spielstark und haben eine gute Entwicklung genommen", hat der HSV-Coach großen Respekt vor den Dortmundern. Der Ligazweite feierte zuletzt sieben Pflichtspielerfolge hintereinander, in der Meisterschaft wurden die jüngsten vier Partien gewonnen.

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