Rangnick: "Für uns zählt jetzt der Aufstieg"

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RB Leipzig hat als Tabellenführer der 2. deutschen Bundesliga ein großes Ziel vor Augen.

"Für uns zählt jetzt der Aufstieg. Darauf liegt unser Fokus", erklärt Trainer Ralf Rangnick und fühlt sich bestätigt darin, ein 25-Mann-Team zur Verfügung zu haben:

"Gerade die Hinrunde hat gezeigt, dass es absolut hilfreich ist, so einen starken und ausgeglichenen Kader zu haben. Auf uns warten noch 15 schwere Spiele. Da wird jeder Einzelne gebraucht."

"Müssen keinen verkaufen"

Der Red-Bull-Klub startet am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig ins Frühjahr. Als Tabellenführer haben die Leipziger acht Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und elf auf Rang vier. In spätestens 1.350 Spielminuten will Rangnick seinen dritten Erstliga-Aufstieg nach 2002 (Hannover 96) und 2008 (TSG Hoffenheim) perfekt machen.

Auch wenn seine Spieler Begehrlichkeiten wecken - "wir sind in der glücklichen Lage, keinen verkaufen zu müssen", stellte Rangnick klar und erklärte Schwedens Nationalstürmer Emil Forsberg für unverkäuflich. Der 57-Jährige lässt sich auch von den Diskussionen um den Schalker Leroy Sane nicht beirren.

Veränderungen im Sommer

Den hatte er schon vor zwei Jahren im Notizbuch stehen. Derzeit will er das "bestehende Gehaltsgefüge mit Sicherheit nicht in die Luft jagen. Das muss organisch mitwachsen", meinte Rangnick und weiß: "Zu hohen Ablösesummen gehören oft auch hohe Gehälter. Und genau das wollen und werden wir nicht mitmachen, denn wir verfolgen eine ganz klare Philosophie. Wir wollen Spieler entwickeln und selbst Marktwerte schaffen."

Zudem stellt sich RB Leipzig abseits des Rasens noch professioneller auf. Im Sommer kommt ein Sales Director, der die Tür für neue Sponsoren öffnen soll. Immerhin müssen die Leipziger den Anteil von Hauptgeldgeber Red Bull am Gesamtsponsoring auf 30 Prozent drücken. Das fordert die UEFA im Rahmen des Financial Fairplay, sollten die Leipziger auch irgendwann international spielen.

Rangnicks Rolle

Rangnick selbst wird in der kommenden Saison nicht als Leipzig-Trainer um die Teilnahme an einem Europacup-Bewerb kämpfen, sondern sich wieder auf die Position des Sportdirektors zurückziehen.

"Ich bin guter Dinge, einen Trainer zu finden, der die Mannschaft in unserem Sinne weiterentwickelt. Meine Rolle wird dann wieder die sein, die ich zuvor auch schon innehatte. Dazu gehört auch, das Feld dem Trainer und seinem Stab zu überlassen", sagte der frühere Sportchef von Red Bull Salzburg der "Mitteldeutschen Zeitung".

Wenig Kontakt nach Salzburg

Die Kontakte zum Klub aus der Mozartstadt bezeichnete der 57-Jährige als "nicht mehr so intensiv wie noch vor einem halben Jahr".

Man stehe "hin und wieder mal im Austausch" und verfolge mit Interesse, was in Salzburg passiert. "Aber Entscheidungen wie beispielsweise die Besetzung des Trainerpostens werden in Salzburg gefällt. Daran bin ich nicht mehr beteiligt", betonte Rangnick.

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