Podolski erklärt Rücktritt aus dem DFB-Team

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Lukas Podolski hat seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt.

"Danke Fans! 129 Spiele, 12 Jahre. Es war gigantisch, es war großartig. Und es war mir eine Ehre!", schrieb der 31-Jährige bei Twitter.

Via Facebook (siehe unten) meldet sich der Galatasaray-Profi ausführlich zu Wort: "Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie."

Podolski erzielte insgesamt 48 Tore für das DFB-Team, 2014 wurde er mit Deutschland in Brasilien Weltmeister.

Nach "Schweini" nun "Poldi"

Wenige Wochen nach dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger am 29. Juli beendete damit der letzte schon beim deutschen "Sommermärchen" 2006 beteiligte Profi seine Laufbahn im DFB-Team. Podolski hatte am 6. Juni 2004 noch unter Teamchef Rudi Völler für Deutschland in Kaiserslautern beim 0:2 gegen Ungarn sein Debüt gegeben.

Es folgten vier EM-Teilnahmen und drei WM-Teilnahmen - mit der Krönung des Titelgewinns 2014 in Brasilien. Mit 129 Länderspielen stieg der 31-Jährige zur Nummer drei in der ewigen DFB-Länderspielstatistik hinter Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150) und Miroslav Klose (137) auf. 48 Treffer bedeuten Platz vier in der ewigen Torschützliste des Nationalteams.

"Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben. Ich habe aber nach der Euro/Urlaub gespürt, dass sich mein Fokus verschoben hat. Alles hat seine Zeit - und meine Zeit beim DFB ist vorbei", schrieb Podolski.

Zuletzt nicht mehr erste Wahl

Seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot hatte er bei der EM beim 3:0 im Achtelfinale gegen die Slowakei, als er in der 72. Minute für Julian Draxler eingewechselt wurde. Schon bei der WM in Brasilien war Podolski nicht mehr erste Wahl von Teamchef Joachim Löw und kam nur zu zwei Einsätzen. Vor der EM wehrte sich Podolski gegen das Image, nur noch Maskottchen im Weltmeisterteam zu sein.

Löw fand zum Abschluss freilich nur lobende Worte für seinen ehemaligen Spieler: "Auf ihn war und ist Verlass, bei aller Lockerheit und Leichtigkeit, für die er steht, ist er ein Vorbild an Professionalität und Einstellung, dem Erfolg hat er immer alles untergeordnet, auch sich selbst. Er hatte einen festen Platz in der Nationalmannschaft, für die er immer alles gegeben hat."





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