Disput um Bier in russischen Stadien

Aufmacherbild

Knapp drei Jahre vor der Weltmeisterschaft in Russland ist in Moskau ein Streit um Bier in Stadien ausgebrochen - in den sich nun auch Präsident Wladimir Putin eingemischt hat. Russland hatte Alkohol in Sportstätten 2005 pauschal verboten.

Fußballfunktionäre argumentierten nun bei einem Treffen mit Putin, dass sich mit Alkoholausschank im Stadion gutes Geld verdienen lasse. Putin zeigte sich skeptisch: "Ist das wirklich notwendig?" Noch habe er sich aber weder dafür, noch dagegen ausgesprochen.

"Fußball ist Unterhaltung, wie Kino oder Konzert, und dort gibt es Cognac und Sekt", sagte der Präsident von Zenit St. Petersburg, Alexander Djukow. 

"Präsident Putin will eine ausführliche Analyse des Themas", betonte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Der Putin-Vertraute und Sportminister Witali Mutko sagte, er sei kein Gegner von Bier bei Fußballspielen.

Auf Druck des Fußball-Weltverbands (FIFA) erlaubt Russland während der WM 2018 wieder Alkoholwerbung im Stadion, da einer der Sponsoren ein Bierunternehmen ist. "Wir sollten die WM zum Anlass nehmen, sowohl Alkoholwerbung als auch Bier wieder zuzulassen", sagte Nikolai Merkuschkin vom WM-Organisationskomitee in der Wolga-Stadt Samara.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare