Zurück aus der Hölle! Ex-Rapidler Boyd im US-Team

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Ein Ex-Rapidler ging nach seinem Abschied aus Wien durch die Hölle.

Bei RB Leipzig wollte er den nächsten Schritt setzen, doch stattdessen folgte nach einem Kreuzbandriss eine Leidenszeit von 640 Tagen und vier Operationen.

Vor kurzem gelang ihm das Comeback in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Nordost. Seine Name: Terrence Boyd.

Nur vier Spiele und zwei Tore später steht er wieder im US-Teamkader von Jürgen Klinsmann – die Erlösung für den 25-jährigen Stürmer.

Eine Leidenszeit von fast zwei Jahren

Bei Rapid blieb er mit 37 Toren in 80 Einsätzen in Erinnerung. Für die Leipziger Profis spielte er seit seinem Wechsel im Sommer 2014 lediglich acht Mal, erzielte aber drei Treffer.

Denn nach dem Riss des rechten Kreuzbandes war nichts mehr so, wie es einmal war. Es gab Komplikationen, mehrere Eingriffe zeigten keine Wirkung.

LAOLA1 hielt den Kontakt mit dem Deutsch-Amerikaner stets aufrecht, die Nachfragen nach dem Gesundheitszustand konnten jedoch lange Zeit nicht positiv beantwortet werden.

Gegenüber U.S. Soccer meint er nun: „Vom mentalen Standpunkt her fühlst du dich einfach furchtbar, wenn du nicht weißt, was am nächsten Tag passiert.“

"Ich wusste nicht, ob ich jemals zurückkehre" 

Plötzlich stand die Karriere auf der Kippe, die Ungewissheit plagte den Spieler, der vom Naturell her stets das Beste aus sich herausholen wollte. Bis nach der vierten OP endlich Besserung eintrat.

„Es war ein sehr, sehr langer Weg. Ich war verletzt und wusste nicht, ob ich jemals wieder zurückkehren werde. Jetzt zurück im Nationalteam zu sein, bedeutet mir natürlich sehr viel.“

Im Teamcamp der USA geht für Boyd derzeit ein Traum in Erfüllung - der dritte binnen kürzester Zeit nach der langen Leidenszeit.

Im Juli wurden der Angreifer und Freundin Jasmina erstmals Eltern einer Tochter namens Eliana Malia Raigan. Im September stand er in der vierten Liga erstmals wieder auf dem Platz, nachdem er sich in der Vorbereitung wieder zurückgekämpft hatte und in Testspielen auch für die Profis auflief.

Kein Druck nach der langen Leidenszeit

Und nun im Oktober gelang trotz fehlender Spielpraxis bei den Profis die Rückkehr ins US-Team. Boyd wurde für den Test gegen Neuseeland nach Washington eingeflogen. Beim Team war er zuletzt im Mai 2014, als er den Cut für die WM-Teilnahme knapp verpasste.

Dass diesmal neun Spieler nach dem Freundschaftsspiel gegen Kuba zurück zu ihren Klubs mussten und dadurch inklusive Boyd sieben nachnominiert wurden, soll diese Comeback-Story nicht schmälern.

„Ich trainiere gut und will, dass wir das Spiel gegen Neuseeland gewinnen. Hoffentlich komme ich zum Spielen, aber ich genieße den Moment zurzeit“, macht sich der Stürmer keinen Druck.

US-Team-Ausflug als erster Schritt in die Normalität

Allein nach zwei Jahren Absenz noch auf dem Zettel von Klinsmann und seinem Assistenten Andreas Herzog zu stehen, ist vorerst Anerkennung genug.

Die USA spielen in der finalen WM-Qualifikationsphase ab November um einen Startplatz bei der WM 2018 in Russland. Boyd wird wohl alles unternehmen, um sich in dieser Phase für höhere Aufgaben aufzudrängen.

Alles in allem ist es der erste Schritt in die Normalität. Auch in Leipzigs erster Mannschaft soll dieser bald folgen, denn Boyd spielt auch um seine Zukunft. Im Sommer 2017 läuft sein Vertrag aus.



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