Die Premiere von Spätzünder Schösswendter

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Kapitän Steffen Hofmann (36) hat 33, Mario Sonnleitner (29) 31 und selbst der erst 21-jährige Louis Schaub kommt auf 10 Einsätze im Europacup-Hauptbewerb.

Christoph Schösswendter ist in dieser Hinsicht ein absoluter Spätzünder. Mit 28 Jahren steht der Salzburger vor seinem allerersten Spiel in der Europa-League-Gruppenphase.

"Besser spät als nie", gesteht der Innenverteidiger LAOLA1. "Natürlich ist es ein absolutes Highlight, weil es etwas anderes ist als das tägliche Brot Bundesliga und Cup."

Ganz nah dran, aber erst jetzt vor Premiere

Gegen Torpedo Zhodino und AS Trencin sammelte der Ex-Admiraner in der Quali seine ersten Erfahrungen überhaupt auf der internationalen Bühne.

Zum Auftakt der Gruppenphase daheim gegen KRC Genk soll es nun auch mit dem ersten Einsatz im Hauptbewerb klappen. Dabei war Schösswendter in jungem Alter schon ganz nah dran.

"Als ich mit 19 Jahren bei Rapid war, hatte ich die Möglichkeit, zwei, drei Mal auf der Bank dabei zu sein und es erleben zu dürfen. Jetzt freut es mich natürlich, dass ich es dann wahrscheinlich einmal auf dem Platz zeigen kann und mich auch auf dieser Bühne beweisen darf."

Die Vorfreude des Routiniers ist riesengroß. Eigentlich gibt es keine Zweifel daran, dass der 1,95-Meter-Hüne am Donnerstag gegen die Belgier zu seiner Premiere kommt.

 Unbekannte Gegenspieler und Auswärtsreisen als Neuland

Von Anspannung ist keine Spur. 102 Bundesliga- und 104 Erste-Liga-Spiele haben Schösswendter reifen lassen. Und trotzdem ist die Vorbereitung auf den Showdown in der Europa League spezifischer.

"Es ist nur ungewohnt, wenn man die Gegenspieler dann nicht mehr in- und auswendig kennt, so wie es einfach in der Bundesliga doch gang und gäbe ist, wenn man vier Mal gegeneinander spielt. Das ist eigentlich der Hauptunterschied, dass man erst relativ spät weiß, was auf einen zukommt."



Das ist für den Defensiv-Akteur ebenso Neuland, wie mit der Mannschaft auf Auswärtsreisen zu gehen. Bilbao, Sassuolo und Genk stehen als Destinationen bevor. Auch in dieser Hinsicht muss er zugeben:

"Ich kenne es bisher nur von den Trainingslagern, wenn wir in die Türkei oder woanders hingeflogen sind. Es ist eine coole Sache, wenn man mal in andere Länder, Städte kommt und sich mit den besten Teams messen kann."

Kollegen haben keine Zweifel an "Schössi" 

Zu allererst steht jedoch das Kräftemessen mit Genk auf dem Programm. Mit der Erfahrung einiger Kollegen, die bereits 2013 gegen den belgischen Vertreter antraten, kann Schösswendter nicht mithalten.

Trotzdem stellt sich der Verteidiger auf ein hartes Duell mit einem spielerisch starken Gegner ein. Auf die Unterstützung seiner Neben- bzw. Vordermänner kann "Schössi" bei seiner Premiere in der Europa League zählen.

"Schössi hat ein bisschen einen anderen Weg gewählt. Er war ein bisschen später bei der Admira und ist jetzt bei Rapid, ähnlich wie es bei mir war. Aber er hat genug Spiele gemacht und weiß, worum es geht. Natürlich hat man bei Rapid öfters die Chance, das mitzuerleben. Darum freue ich mich, dass wir jetzt gemeinsam in der Europa League unser Können zeigen können", steht ihm Christopher Dibon, schon früher bei der Admira sein Kollege, zur Seite.

Auch Ersatzkapitän Stefan Schwab meint: "Schössi hat trotzdem einige Spiele in den Beinen, wenn auch noch nicht in der Europa League. Aber er kennt die Mannschaft jetzt sehr gut. Es kommt ihm entgegen, dass wir daheim spielen, das kennt er auch schon. Er ist alt genug, um sich gut darauf vorzubereiten. Da mache ich mir keinen Kopf!"

Besondere Aufmerksamkeit auf internationaler Bühne 

Um einen positiven Start in die Gruppenphase hinzulegen, muss sich nach vier sieglosen Pflichtspielen in Folge aber einiges ändern.

Schösswendter fordert, kompromissloser zu agieren. Zudem hatte man es zuletzt verabsäumt, sich eine Vielzahl an Torchancen herauszuspielen und diese dann auch zu nützen. Gegen ein Top-Team wie Genk wäre Effektivität unverzichtbar.



Auch defensiv muss wieder konzentrierter an die Sache herangegangen werden. Viele Augen werden somit auf die Grün-Weißen, und allen voran Schösswendter gerichtet sein. Denn die Europa League ist auch eine Bühne, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Darüber denkt der Neo-Rapidler aber nicht nach: "Wenn man Leistung bringt und gut spielt, ist es egal, ob man in der Bundesliga aufzeigt oder europaweit. Dann ist man immer im Fokus und im Rampenlicht. Vielleicht ist das in europäischen Bewerben noch mehr so, aber das ist nicht in meinem Kopf vorhanden."

Die Europa-League-Teilnahme ist vorerst schon genug Belohnung für Schösswendter - besser spät als nie.


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