Drei Schaub-Tore bei Rapid-Gala gegen Trencin

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Rapid steht nach einer 4:0-Gala im Playoff-Hinspiel beim AS Trencin mit mehr als einem Bein in der EL-Gruppenphase.

Held des Abends ist wie so oft im Europacup Louis Schaub, der für drei Treffer verantwortlich zeichnet - die ersten beiden jeweils per Kopf. In Minute 32 scort er nach Schwab-Flanke, in Minute 54 nach einem von Schößwendter verlängerten Eckball. In Minute 83 hämmert er den Ball zum Schlusspunkt unter die Latte.

Zudem trifft Stefan Schwab (73.) nach einer schöner Einzelleistung.

Joelinton trifft die Stange

Für die Wiener stach gegen den slowakischen Double-Gewinner in dessen Ausweichstadion in Zilina wieder einmal der "Mister Europacup" Louis Schaub, der mit seinen Europacuptoren 13 bis 15 im 23. Spiel fast im Alleingang alles klarmachte.

Schaub und Co. scheinen damit so richtig ins Laufen zu kommen, Chefcoach Mike Büskens durfte sich bereits über den vierten Pflichtspielsieg hintereinander freuen und das bei einem Torverhältnis von 15:1.

Die in der slowakischen Meisterschaft nach fünf Runden nur auf Platz acht liegenden Gastgeber konnten vor der Pause nur in den ersten 20 Minuten halbwegs dagegenhalten. Doch auch da waren die Wiener schon das gefährlichere Team, traf doch Joelinton mit links die Stange (10.).

Rapid vergibt höhere Führung

Danach übernahmen die Gäste klar das Kommando und fanden Chance um Chance vor. Mario Pavelic schoss hauchdünn vorbei (21.), ein Joelinton-Abschluss wurde gerade noch abgeblockt (22.), und Philipp Schobesberger fehlte bei einem missglückten Heber (24.) sowie einem Abschluss aus guter Position (29.) die nötige Effizienz.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnten die Wiener aber sehr zur Freude der mitgereisten lautstarken 2.000 Anhänger den Bann brechen und erstmals jubeln.

Nach Flanke von Ersatzkapitän Schwab köpfelte Schaub (32.) aus vier Metern ein. Eine höhere Führung wäre verdient gewesen, ein Joelinton-Schuss wurde aber von Goalie Adrian Chovan pariert, der Nachschuss in höchster Not in den Corner abgelenkt (35.). Zudem wurde ein Schobesberger-Kopfballtor wegen Abseits aberkannt (37.).

Höchster Auswärtssieg seit elf Jahren

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die vor allem im Vergleich zu Rapids Drittrundengegner Torpedo Schodsina offensiv ausgerichteten Slowaken viel Dampf, kassierten aber ausgerechnet da das 0:2 (54.). Eine Murg-Ecke verlängerte der aufgerückte Christoph Schößwendter per Kopf, und Schaub vollendete aus kurzer Distanz ebenfalls mit Köpfchen.

Die Slowaken steckten nicht auf, ließen aber auf Kunstrasen die wenigen Chancen ungenützt und gaben den Wienern immer wieder Räume zum Kontern. Mit einem mustergültigen Heber krönte Schwab seine starke Leistung. Noch besser war nur Schaub, der in der 83. Minute auch noch zum dritten Mal traf und damit den höchsten Europacupauswärtssieg der Wiener seit elf Jahren fixierte.

Der Einzug in die Gruppenphase lohnt sich für Rapid auch finanziell, alleine an Startgeld gibt es 2,4 Millionen Euro. Ein Sieg ist dann 360.000 Euro Wert, ein Unentschieden 120.000 Euro.

Meinungen:

Mike Büskens (Rapid-Trainer): "Mein Traum ist es, mit Rapid in der Gruppenphase zu spielen, da haben wir heute einen großen Schritt gemacht. Wir haben es in der ersten Hälfte verpasst, mehr als nur ein Tor zu machen. Nach der Halbzeit sind wir ein bisschen unter Druck geraten, wir haben dann aber das Tor von Louis zu einem guten Zeitpunkt gemacht. Wir haben noch ein Rückspiel. Es ist ein beruhigender Polster, das darf aber nicht dazu führen, dass man einschläft, denn man hat gesehen, dass sie sehr gut Fußball spielen können."

Louis Schaub (Rapid-Triple-Torschütze): "Man muss auch sagen, dass die Vorlagen richtig gut waren, es war nicht mehr so schwer für mich. Mehr freut mich, dass wir gewonnen haben. Zu sicher sollte man sich nie sein. Wir haben jetzt ein richtig gutes Ergebnis erzielt, im Rückspiel müssen wir aber trotzdem schauen, noch einmal konzentriert zu spielen."

Stefan Schwab (Rapid-Torschütze): "Wir spielen im Moment richtig guten Fußball, jeder Spieler funktioniert. Wir zeigen derzeit, was wir imstande sind zu leisten. Natürlich hätten wir noch mehr Tore machen können, aber bei vier Auswärtstreffern kann man sich nicht beschweren."

AS Trencin - SK Rapid Wien Endstand 0:4 (0:1)
Zilina, Stadion pod Dubnom, 4.065 (richtig), SR Stefan Johannesson (SWE)

Tore: 0:1 (32.) Schaub, 0:2 (54.) Schaub, 0:3 (73.) Schwab, 0:4 (83.) Schaub

Trencin: Chovan - Sulek, Udeh, Klescik, Holubek - Lawrence (80. Ket) - Kalu, Paur, Janco (62. Rabiu), Bala (63. Prekop) - Janga

Rapid: Novota - Pavelic, Schößwendter, Dibon, Schrammel - Grahovac, Mocinic - Schaub (86. Auer), Schwab, Schobesberger (50. Murg) - Joelinton (84. Entrup)

Gelbe Karten: Sulek bzw. keine

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