Respekt vor der Millionen-Truppe

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Vor dem Auftakt in die EL-Gruppenphase (Do., 21:05 Uhr) zeigt Red Bull Salzburg Respekt vor Krasnodar aus Russland.

"Sie haben sehr viel Geld in das aktuelle Team investiert und verfügen über viele Spieler mit Nationalteam- und Champions League-Erfahrung. Sie haben also große Qualität im Kader und sind ein denkbar schwieriger Gegner", verweist Trainer Oscar Garcia auf den Marktwert von 90 Millionen Euro.

Wanderson: "Wir müssen uns auf einen sehr robusten und routinierten Gegner einstellen."


Mario Balotelli trumpft bei Salzburgs EL-Gegner auf:

(Artikel wird unten fortgesetzt)


Krasnodar schlug 2015 Dortmund 

Wanderson, dessen Namensvetter bei den Russen verletzt ist, kennt den Gegner besser als die meisten Teamkollegen: "Weil mein Bruder (Anm.: Danilo spielt aktuell bei Antalyaspor) vor einiger Zeit bei Mordovia Saransk gespielt hat, habe ich die Liga recht genau verfolgt und mir möglichst viele Spiele im Internet angesehen."

Krasnodar beendete die vergangene russische Meisterschaft auf Rang 4, aktuell stehen sie nach sechs Runden auf Platz 7 in der Premjer-Liga.

Die Mannschaft ist bereits zum dritten Mal in Serie in der Europa League mit dabei, bezwang vor einem Jahr in der Gruppenphase Dortmund zu Hause mit 1:0 und hat im heurigen Bewerb noch keine Niederlage erlitten.

Drei Siege und ein Remis (3:0 und 3:1 gegen FC Birkirkara/MLT bzw. 4:0 und 0:0 gegen FK Partizani/ALB) stehen bisher zu Buche.

Rasanter Aufstieg

Vergleiche hinken zwangsläufig, eines jedoch teilen sich Krasnodar und Salzburg definitiv: Den Stier als Wappentier.

Ihren rasanten Aufstieg verdanken die "Bullen" aus der 830.000-Einwohner-Stadt 170 km Luftlinie nördlich der Schwarzmeerstadt Sotschi dem lokalpatriotisch veranlagten Oligarchen Sergej Galizki.

Der 49-jährige, geboren in Sotschi, stieg nach der Wende innerhalb von 20 Jahren mit seinen "Magnit"-Märkten zum Eigentümer einer der größten russischen Einzelhandelsketten auf und investierte ab 2008 in den von ihm gegründeten Fußballklub.

Der schnelle Vorstoß von der dritten in die erste Liga, vollendet 2011, war nicht zuletzt den finanziellen Probleme diverser Konkurrenten geschuldet.

Neues Stadion vor Vollendung

Seitdem ist der Erfolg ein ständiger Begleiter. Der fünfte Platz in der Meisterschaft 2013/14 öffnete die Tür zur ersten Europacup-Teilnahme. 2014/15 klassierte man sich in der Liga hinter Zenit St. Petersburg und ZSKA Moskau sogar auf Rang drei, heuer schloss man als Vierter ab. Inklusive der laufenden Saison hat man drei Mal die EL-Gruppenphase erreicht. Höhepunkt war dort im Herbst 2015 ein 1:0-Sieg über Dortmund und der erstmalige Aufstieg ins Sechzehntelfinale.

Wenngleich dort mit dem 0:4 (gesamt) gegen Sparta Prag ein jähes Ende des internationalen Höhenflugs kam.

Gemeinsam mit einem anderen Emporkömmling aus dem Süden, dem aktuellen Vizemeister FK Rostow mit österreichischem Trainer, sorgt Krasnodar für frischen Wind in der Premjer Liga. Noch teilt man sich mit dem wesentlich älteren Lokalrivalen Kuban Krasnodar das Stadion, das eigene 33.000er-Stadion steht aber kurz vor der Vollendung.

Eine gefährliche No-Name-Truppe

"Sie arbeiten effektiv, geduldig und spielen ganz nebenbei offensiven, schnellen Kombinationsfußball", schrieb die "Zeit" 2014 in einem Porträt. Galizki hat sich umsichtige Transferpolitik ohne "Fantasiesummen" ebenso auf die Fahnen geheftet wie die Forcierung des Nachwuchses durch die eigene, topmoderne Akademie. Sein Wunsch: "In einigen Jahren soll die Hälfte der Kampfmannschaft aus der Akademie kommen."

Derzeit ist es eine Mischung aus russischen Spielern um Nationalteamstürmer Fedor Smolow und Legionären u.a. aus Brasilien oder Schweden (Innenverteidiger Andreas Granqvist), die ganz großen Namen sucht man freilich vergebens. Erst vor wenigen Tagen sicherte man sich die Dienste des brasilianischen Innenverteidigers Naldo von Sporting Lissabon.

Coach Oleg Kononov trat kurz vor dem Spiel zurück. Der bisherige Co-Trainer Igor Shalimov übernimmt interimistisch.

2015 wurde Krasnodar wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play (FFP) bestraft, Galizki sprach sich in der Folge klar gegen die diesbezüglichen Regeln der UEFA aus. Das FFP mache es Clubs aus Osteuropa unmöglich, in höhere Sphären vorzudringen, argumentierte Galizki, den das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes mit 7 Milliarden Dollar (6,21 Mio. Euro) in seiner Liste der reichsten Menschen der Welt an 219. Stelle reiht.

Salzburgs tolle EL-Bilanz

In Salzburg baut man indes auf die Super-Serie im internationalen Lieblings-Bewerb. Denn in der Gruppenphase der Europa League, hier ist man bereits zum sechsten Mal dabei, sind die "Bullen" seit nunmehr 14 Spielen ungeschlagen. Die 13 Siege und ein Remis ergeben ein Torverhältnis von 41:13.

Nachdem die letzten beiden Gruppenphasen 2014/15 (5S/1U/0N) und 2013/14 (6S/0/0) ohne Niederlage überstanden wurden, verlor man zuletzt am 3. November 2011 zu Hause 0:1 gegen Athletic Bilbao. 

Die Serie soll am Donnerstag beibehalten werden. Die Begegnung wird von einem tschechischen Schiedsrichterteam unter der Leitung von Miroslav Zelinka gepfiffen.

Nur 6000 Dreier-Abos abgesetzt

Nach dem erneuten CL-Aus und dem folgenden Tohuwabohu rund um den Bernardo-Abgang sowie der Leipziger Debatte konnte schon länger mit einem überschaubarem Zuschauerzuspruch gerechnet werden.

Laut Klub-Informationen sind bis Dienstagnachmittag deswegen auch nur 6.000 Dreier-Abos abgesetzt worden.



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