Führt Überform "Euro-Louis" noch zu einem Wechsel?

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Ohne „Euro-Louis“ Schaub geht es nicht!

Der 21-Jährige stellte auch im Hinspiel des Europa-League-Playoffs gegen AS Trencin seine Top-Form unter Beweis und stieß mit einem Dreierpack beim 4:0 die Tür zur Gruppenphase ganz weit auf.

„Es läuft grad richtig gut für mich. Ich hoffe, ich kann das über die ganze Saison zeigen und der Mannschaft mit konstant guten Leistungen weiterhelfen“, gesteht Schaub gegenüber LAOLA1.

Der Treffer in Zilina war bereits sein 15. im 23. Europacup-Einsatz.

„Das spiegelt sein Vermögen wider“

Für Trainer Mike Büskens ist der Offensiv-Allrounder derzeit unverzichtbar. Was ihn so besonders macht?

„Louis hat sich eigentlich seit dem ersten Tag sehr fokussiert präsentiert. Aus meiner Sicht hat er auch Schritte nach vorne gemacht, was das Selbstverständnis und Verantwortungsgefühl beim Spiel gegen den Ball betrifft. Es spiegelt sein Vermögen wider, wenn er seine Möglichkeiten abruft. Wir wissen, dass er nicht jede Woche zwei, drei Tore machen wird. Aber es geht um die Art, wie er sich präsentiert, und die Form ist einfach gut.“

Auch Kapitän Stefan Schwab lobt seinen Kollegen: "Louis hat im Moment eine Top-Form. Wie der die Bälle im Moment vor dem Tor reinhaut - eiskalt - ist sensationell."

Mit seinem ersten Triple-Pack baut Schaub seine Top-Statistik auf der internationalen Bühne weiterhin aus. Es war nicht nur Schaubs 15. Treffer im 23. Europacup-Einsatz.

In der Europa-League-Qualifikation war es bereits der elfte Torerfolg im neunten Auftritt – „Euro-Louis“ bastelt international derzeit an seinem eigenen Helden-Status. Und in der Liga hält der Youngster ebenfalls schon bei vier Saisontreffern.

„Mir reicht’s, wenn ihr Louis zu mir sagt“

Von den Spitznamen hält der derzeitige Goalgetter weiterhin nichts. „Euro-Louis“, „Liga-Louis“ – alles kein Thema für den bodenständigen Kicker.

„Mir reicht’s, wenn ihr einfach Louis zu mir sagt. Das könnt ihr euch alles sparen, sprecht mich ganz normal mit dem Vornamen an, dann passt das.“

Die in frühen Jahren hochgejubelte Zukunftshoffnung bleibt weiterhin bescheiden. Das liegt in seinem Naturell.

Trotzdem ist es seine Präsenz auf dem Platz, die ihn unverzichtbar macht. Zum Glück meint es derzeit auch das Verletzungspech gut mit ihm.

Veränderungen machen sich für Schaub bezahlt

Doch es ist nicht nur die derzeitige Wohlfühl-Oase bei den Hütteldorfern, die Schaub zu Höchstleistungen anspornt.

Auf Nachfrage gibt er schon preis, dass er etwas geändert hat – was, will er aber nicht verraten.

„Ich habe seit Sommer ein bisschen was verändert, in vielen Bereichen. Ich glaube, das sieht man auch ein wenig, aber ich muss trotzdem weiter hart an mir arbeiten. Ich hoffe, dass ich weiterhin der Mannschaft so helfen kann, wie heute. Aber ich bin auch nicht traurig, wenn ich kein Tor, nur einen Assist oder gar nicht am Tor beteiligt bin. Wenn wir gewinnen, ist das sehr gut für uns.“


Rapid-Trainer Büskens disst Jan Novota:


Offensichtlich ist, dass sich der Offensiv-Akteur körperlich enorm verbessert hat, sich nicht zu schade ist, defensiv weite Wege zu gehen und vorne seine Klasse auszuspielen.

Transfer noch im Sommer möglich?

Die derzeitige Überform lässt bei den Grün-Weißen allerdings auch die Alarmglocken schrillen. Laut Sportdirektor Andreas Müller hat der Verbleib des Mittelfeldmotors über 2017 hinaus oberste Priorität.

Eine Vertrags-Verlängerung ist vorerst aber noch nicht unterschrieben, obwohl Schaub laut dem Deutschen zu einem Verbleib tendiert. Die aktuelle Top-Form könnte jedoch neue Türen öffnen.

„Über so etwas will ich überhaupt nicht reden“, winkt der Spieler selbst ab. Im Arbeitspapier dürfte aber noch immer die Ausstiegsklausel aufscheinen, die man aus Rapid-Sicht so schnell wie möglich entfernen möchte.

„Habe nicht das Gefühl, dass er uns verlassen möchte“

Für Büskens ist es klar, dass man mit solchen Leistungen Begehrlichkeiten weckt. Doch der Cheftrainer beruhigt:

„Soll ich mich ärgern, dass er getroffen hat? Louis macht einen hervorragenden Job, investiert sehr viel, um so zu performen. Natürlich wird ihn das in ferner Zukunft begehrter machen, aber das Thema, tangiert mich überhaupt nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass er uns verlassen möchte. Er ist ein sehr wichtiger Spieler und deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass er im September woanders spielt.“

Durch den fast schon fixierten Aufstieg wird Schaub in der Gruppenphase mit Sicherheit gebraucht. Denn ohne „Euro-Louis“ geht es bei Rapid derzeit nicht.

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