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Austria steht in Europa-League-Playoff

Dank Team-Goalie Almer schaffen die Veilchen Sprung ins Europa-League-Playoff.

Austria steht in Europa-League-Playoff

Die Wiener Austria schafft den Sprung ins Europa-League-Playoff!

Die Truppe von Coach Thorsten Fink setzt sich in der 3. Qualiikations-Runde bei Spartak Trnava mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Kevin Friesenbichler egalisiert mit einem Kopfball-Treffer kurz vor Schlusspfiff (87.) die 0:1-Heimpleite im Hinspiel. Goalie Robert Almer pariert den finalen Strafstoß von Trnava-Kapitän Mikovic.

Zuvor hatten die Veilchen bei einem Freistoß-Lattenpendler von Alexander Grünwald (67.) Pech.

Beinahe der Schock in der ersten Minute

Das Spiel in der fast ausverkauften City Arena hätte beinahe mit einem Schockmoment begonnen.

Robert Tambe hatte vor einer Woche im Wiener Ernst-Happel-Stadion getroffen und hätte der Austria nach nur 65 Sekunden den nächsten Schlag versetzen können.

Alleine vor Almer versagten dem Stürmer aus Kamerun aber die Nerven, sein Schuss ging knapp rechts daneben.

Grünwald mit besten Chancen

Die Austria war in der vierten Minute nahe am Torerfolg. Den sehenswerten Freistoß von Alexander Grünwald fischte Goalie Adam Jakubech aber spektakulär aus dem Kreuzeck.

Der Kärntner hatte nach einigem Leerlauf in der 29. Minute auch die nächste Gelegenheit: Nach einer Flanke von Tarkan Serbest kam er gegen zwei Slowaken zum Kopfball, der aber etwas zu viel Linksdrall hatte.

Raphael Holzhauser verfehlte zehn Minuten später mit einem Fernschuss das Ziel. In der 41. Minute griff Almer bei einem Halilovic-Schuss rettend mit den Fingerspitzen ein.

Olarenwaju Kayode kam nach Wiederanpfiff in der 66. Minute zu seiner bis dahin besten Aktion. Gegen den kompromisslos herauslaufenden Jakubech fackelte der Nigerianer nicht lange, der Ball ging am Tor vorbei.

Lattenpendler nach Freistoß

Schiedsrichter Ivan Bebek entschied allerdings auf Freistoß, den Grünwald an die Unterkante der Latte hämmerte. Von dort sprang das Leder auf die Torlinie und dann aus dem Gefahrenbereich. Wo genau der Ball gelandet war, vermochten - fünf Tage nach dem 50. Jahrestag des Wembley-Tors - auch die TV-Zeitlupen nicht zweifelsfrei zu belegen.

Die violette Schlussoffensive war damit aber jedenfalls eingeleitet. Friesenbichler (75.) scheiterte mit einem satten, aber zu zentralen Schuss von der Strafraumgrenze.

Anschließend brachte Serbest (76.) den Ball per Volley nicht am starken Jakubech vorbei, Grünwald (85.) versuchte es vergeblich aus der Distanz.

Friesenbichler trifft zur Verlängerung

Für den erlösenden Treffer sorgte Friesenbichler, der in der 70. Minute eingewechselt worden war, dann nach Vorarbeit von Lukas Rotpuller und Mario Kvasina praktisch im letzten Moment.

In der Verlängerung hatten beide Teams ihre Momente. Kayode (96.) probierte es mit einem Fallrückzieher. Auf der Gegenseite wurde es in der 99. Minute gefährlich, weil Almer weit außerhalb seines Strafraums dribbelte und sich prompt verzettelte, als er fast bei der Mittelauflage gelandet war.

Den langen Ball aufs Tor fing Rotpuller für seinen ausgeflogenen Kapitän ab.

Kapitän Mikovic (110.) scheiterte nach dem erneuten Seitenwechsel alleine gegen Almer und Rotpuller.

Almer hält schwachen Elfer

Im Elfmeterschießen fing Almer seinen schwachen und wenig platzierten Versuch ab und verlängerte damit die Europacup-Reise der Austria. Zuvor hatten alle neun Schützen mehr oder weniger souverän verwandelt.

Zu den im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen kam es in der Westslowakei nicht.

Von Zusammenstößen slowakischer und österreichischer Anhänger war zunächst nichts bekannt. Das Match fand als Risikospiel unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem slowakische Fans in der Vorwoche rund um das Happel-Stadion randaliert hatten.

 

Spartak Trnava - FK Austria Wien Endstand 4:5 i.E., 0:1 n.V. (0:1, 0:0)
Trnava, City Arena, 17.152 Zuschauer, SR Bebek/CRO. Hinspiel 1:0 - Austria nach Elfmeterschießen im Play-off (Auslosung am Freitag 13.00 Uhr in Nyon)

 

Tor: 0:1 (88.) Friesenbichler

Elfmeterschießen:
0:1 Larsen trifft
1:1 Godal trifft
1:2 Tajouri trifft
2:2 Schranz trifft
2:3 Kvasina trifft
3:3 Sloboda trifft
3:4 Serbest trifft
4:4 Jirka trifft
4:5 Friesenbichler trifft
4:5 Mikovic vergibt (Almer hält)

Trnava: Jakubech - Kadlec, Gressak, Godal, Hornik - Bello, Sloboda - Schranz, Halilovic (97. Jirka), Mikovic - Tambe (79. Hladik)

Austria: Almer - Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko - Serbest, Holzhauser (70. Friesenbichler) - Venuto (86. Kvasina), Grünwald, Pires (70. Tajouri) - Kayode

Gelbe Karten: Tambe, Jakubech, Hornik, Hladik bzw. Holzhauser, Tajouri, Friesenbichler

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