Flutlicht-Farce bei Admira-Pleite gegen Liberec

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Diesen Europacup-Abend wird man in der Südstadt länger nicht vergessen.

Nach drei Flutlichtausfällen, einem Schiedsrichter-Wechsel und einem Flitzer auf dem Spielfeld muss sich die Admira in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation Slovan Liberec 1:2 geschlagen geben.

Christoph Knasmüllner (8.) sorgt für einen Traumstart für die Niederösterreicher.

Doch Egon Vuch (12.) gleicht umgehend per Fallrückzieher-Traumtor aus und schießt die Tschechen in Minute 69 zum Sieg. Toni Vastic sieht Rot (92.).

Was für ein kurioser EL-Abend in der Südstadt! Bei Admira-Liberec fällt das Flutlicht gleich drei Mal aus! Die Bilder:

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Blamage aus organisatorischer Sicht

Aus organisatorischer Sicht war dieses Spiel für die Admira eine Blamage.

Denn das Spiel musste in der zweiten Halbzeit gleich drei Mal wegen des Ausfalls der Flutlichtanlage für insgesamt rund 45 Minuten unterbrochen werden. Das Rückspiel steigt am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr) in Liberec.

Bei den Gästen aus Tschechien saß der prominenteste Neuzugang Milan Baros, EM-Torschützenkönig von 2004, zu Spielbeginn nur auf der Bank. Er wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Bei Admira Wacker gab Manuel Kuttin im Tor nach dem Abgang von Jörg Siebenhandl zu den Würzburger Kickers sein Europacup-Debüt.

Traumtor durch Fallrückzieher

Für Slovan war es das erste Pflichtspiel der Saison, dennoch spielten die Tschechen von Beginn an engagiert nach vorne.

Das frühe Tor gelang aber den Gastgebern. In der 7. Minute bediente Solospitze Dominik Starkl Knasmüllner in halblinker Position im Strafraum, der spielte sich mit einem schönen Haken frei und schob zur Führung für die Admira in die lange Ecke ein.

Die Führung hielt aber nur kurz. In der 11. Minute gelang den Gästen mit einem sehenswerten Treffer der Ausgleich. Nach einem Abwehrversuch kam der Ball hoch in den Strafraum, Egon Vuch deckte den Ball ab und vollendete mit dem Rücken zum Tor per Fallrückzieher.

Die Tschechen waren weiterhin das aktivere Team und hatten auch die beste Chance auf die Führung. In der 24. Minute köpfelte Slovan-Kapitän Lukas Pokorny nach einem Freistoß an die Stange.

Schiedsrichter muss gewechselt werden

Vladimir Coufal verfehlte den Abpraller nur um Zentimeter und vergab damit noch eine Großchance. Die Admira verlegte sich auch nach dem Ausgleich aufs Kontern und kam vor der Pause nur mehr mit einzelnen Vorstößen in die Nähe des Strafraums von Liberec.

In der Pause war das Spiel für Schiedsrichter Halis Özkahya wegen Wadenproblemen bereits beendet, er wurde durch seinen Landsmann Ali Palabiyik ersetzt.

Der erste Aufreger der zweiten Halbzeit passierte außerhalb des Spielfeldes, das Flutlicht in der BSFZ-Arena fiel in der 56. Minute aus. Nach etwas mehr als einer halben Stunde Dunkelheit war das technische Problem scheinbar behoben und das Spiel wurde fortgesetzt.

Vastic verliert nach drittem Flutlichtausfall die Nerven

Die Admira verkraftete den Zwischenfall zunächst etwas besser und kam durch Schüsse von Knasmüllner und Starkl zu Chancen.

Mit dem ersten gelungenen Angriff der zweiten Halbzeit gelang Liberec die Führung. Nach einer Flanke von Coufal sprang der Ball in der 69. Minute von der Schulter Vuchs zunächst an die Stange, den Abpraller verwandelte Vuch zum 2:1 für die Gäste.

Die Tschechen ließen sich auch von zwei weiteren Ausfällen des Flutlichts den Sieg nicht mehr nehmen. In der 74. Minute fiel die Beleuchtung noch einmal für knapp zehn Minuten aus, kurz vor dem Schluss gab es noch einmal einen fünfminütigen Lichtausfall.

Während diesem Zwischenfall fuhr der eingewechselte Toni Vastic einem Gegenspieler mit der Hand ins Gesicht und sah für diese Tätlichkeit in der 90. Minute die Rote Karte.

FC Admira Wacker Mödling - FC Slovan Liberec 1:2 (1:1)
BSFZ-Arena, 2.245 Zuschauer, SR Özkahya (TUR) (wegen Verletzung ersetzt durch Palabiyik/TUR/46.)

Tore: 1:0 ( 7.) Knasmüllner, 1:1 (11.) Vuch, 1:2 (69.) Vuch

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Strauss, Wostry, Ebner - Lackner, Toth (58. Vastic) - Sax, Knasmüllner, Bajrami (58. Spiridonovic) - Starkl

Liberec: Dubravka - Coufal, Hovorka, Pokorny, Sykora - Bartl (79. Nitriansky), Breite - Sevcik, Folprecht, Vuch (87. Navratil) - Komlitschenko (60. Baros)

Gelbe Karten: Toth, Vastic, Strauss bzw. Breite

Rot: Vastic (90./Admira/Tätlichkeit)

MEINUNGEN ZUM SPIEL:

Oliver Lederer (Admira-Trainer): "Es tut mir leid für alle, die gekommen sind und am TV dabei waren. Es war in der zweiten Hälfte kein Rhythmus mehr drinnen. Das war kurios, das müssen wir ausblenden und richtig analysieren, um im Rückspiel vielleicht noch die Sensation zu schaffen. Wir waren in puncto Zweikampfführung ein bisschen grün hinter den Ohren, das war heute ein bisschen der Schlüssel."

Thomas Ebner (Admira-Spieler): "Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Das hat keiner von uns erlebt, und das will auch keiner wieder erleben. Die erste Unterbrechung war ziemlich lange, da kommt man schon aus dem Spiel raus. Optimal ist es natürlich nicht. Die ersten 20 Minuten haben wir uns etwas die Schneid abkaufen lassen. In der zweiten Hälfte haben wir gut in die Partie gefunden."

Ernst Baumeister (Admira-Sportdirektor) zu den drei Lichtausfällen: "Das habe ich noch nie erlebt. Auch wenn wir nichts dafür können, ist das in einem internationalen Spiel peinlich."

Die Analyse des Auftakts in der Dreierkette:


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