Europa League: Underdog Admira glaubt an Chance

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Die Admira geht als Außenseiter in das Duell mit Slovan Liberec in der dritten Quali-Runde der Europa Legaue.

Dennoch ist für die Niederösterreicher der Aufstieg ins Play-Off das Ziel. "Wir bekommen es mit einem starken Gegner zu tun. Auf dem Papier ist Slovan Liberec der Favorit, wir glauben aber an unsere Chance", so Ersatzkapitän Thomas Ebner.

Das Hinspiel (Donnerstag, 28.7., 21 Uhr im LIVE-Ticker) kann nach der Fertigstellung des Rasens in der BSFZ-Arena in der Südstadt stattfinden.

"Comeback" in der Südstadt

Zuletzt mussten die "Panther" zweimal in die NV-Arena in St. Pölten ausweichen, da das heimische Grün nach dem Einbau der Rasenheizung noch nicht bespielbar war.

Dadruch sollten mehr Fans den Weg ins Stadion finden. "Gegen Liberec wird es bestimmt nicht einfach. Wir sind eine gut eingespielte Truppe und wir wissen, dass wir das Zeug dazu haben, um weiter zu kommen. Mit unseren Fans im Rücken werden wir alles dafür tun", hofft Christoph Knasmüllner auf den Rückenwind der Anhänger.

"Das ist definitiv ein Vorteil, wir freuen uns riesig. Möglicherweise kommen da auch zwei, drei Leute mehr. Wir hoffen, dass der Zuschauerzuspruch ein Faktor sein kann", sagt Trainer Oliver Lederer. In der Europa League sind aufgrund der UEFA-Bestimmungen aber nur die Haupttribüne und der Gästesektor geöffnet.

Spielanlage unabhängig vom Gegner

Der Coach will sein Team trotz der Außenseiterrolle dominant auftreten lassen: "Dass wir ungesetzt sind, ändert nichts an unserer Vorbereitung und unserer Ausrichtung." Er erwartet zwei auf Ballbesitz ausgerichtete Mannschaften.


"Unsere Spielanlage ist unabhängig vom Gegner. Wir versuchen immer unser Spiel durchzuziehen. Liberec wird auch dominant ausgerichtet sein. Beide Teams suchen ihr Glück im Ballbesitz und im Positionsspiel. Man wird sehen, wer sein Spiel besser durchziehen kann. Ich hoffe, dass es wir sind", erklärte Lederer.

Die Tschechen hatten vor der Saison einen größeren Umbruch.

Milan Baros der prominenteste Name

Acht Neuzugängen stehen 13 Abgänge gegenüber, darunter der zu St. Pölten gewechselte Stürmer Kevin Luckassen. Prominentester Neuzugang ist der ehemalige tschechische Teamstürmer Milan Baros, EM-Torschützenkönig von 2004. Seine beste Zeit hat der 34-Jährige aber schon hinter sich, in der vergangenen Saison traf er in der tschechischen Liga für Mlada Boleslav in 21 Spielen sechsmal.

Die vielen Transfers bei Liberec könnten für die Admira zum Vorteil werden, hofft Lederer: "Es kann sein, dass dadurch alles noch nicht ganz rund rennt." Zudem ist das Match in der Südstadt für Liberec das erste Pflichtspiel der Saison. Die Meisterschaft beginnt in Tschechien erst am folgenden Wochenende.

Diese Tatsache will Lederer nicht unbedingt als Vorteil sehen. "Das hält sich die Waage, auf der anderen Seite kosten die vielen Spiele auch Kraft", sagte der Admira-Trainer. Von einer Doppelbelastung will Lederer aber auch nach dem Meisterschaftsbeginn nichts hören.

Kuttin die neue Nummer eins

"Das kann man von einem Profi verlangen. Wir werden frischer sein als gegen Mattersburg und auf jeden Fall frisch genug, um Liberec zu fordern", erklärte Lederer.

Unmittelbar vor der nächsten Runde in der Europa-League-Qualifikation musste die Admira aber noch einen bedeutenden Abgang verkraften. Tormann Jörg Siebenhandl wechselte zu Würzburg in die zweite deutsche Liga. "Es ist natürlich ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um die Nummer Eins abzugeben", meinte Lederer. Nachrüsten wollen die Südstädter aber nicht.

"Wir haben die Möglichkeit gehabt, uns darauf einzustellen, und haben diverse Vorkehrungen getroffen, wir werden auch das meistern", sagte Lederer. Am Donnerstag wird die bisherige Nummer zwei, Manuel Kuttin, im Tor stehen. Andreas Leitner rückt auf die Bank auf.

 

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