Frankreich für Ronaldo "leichter Favorit"

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Cristiano Ronaldo schiebt Gastgeber Frankreich im Vorfeld des EURO-Finales am Sonntag (21 Uhr) die Favoritenrolle zu. 

"Meiner Meinung nach sind sie leichter Favorit, weil sie zu Hause spielen. Das ganze Land unterstützt sie", sagt der Star der Portugiesen, fügt aber an: "Es ist ein Finale, wo alles möglich ist. Es wird ein sehr hartes Spiel für beide."

Portugal sei laut dem 31-Jährigen "gut vorbereitet, es wird sicherlich hart, uns zu schlagen".

"Niemand hat uns bisher in diesem Turnier besiegt und ich hoffe, dass Frankreich das auch nicht schaffen wird", so Ronaldo. Ein Titel mit dem Nationalteam würde ihm "sehr viel bedeuten", erklärte der Profi von Real Madrid. "Ich habe immer davon geträumt."

Lehren aus 2004 gezogen

Der Offensivspieler hält einen Erfolg Portugals im zweiten EM-Finale nach 2004 durchaus für realistisch. "Wir müssen positiv denken. Ich glaube, dass Portugal Sonntag das erste Mal einen großen Titel gewinnt."

Aus der 0:1-Pleite gegen Griechenland 2004 habe er viele Lehren gezogen, sagte Ronaldo, der damals als 19-Jähriger dabei war. "Ich möchte in die Geschichte eingehen", sagte der Superstar. "Es macht mich sehr stolz, die Farben meines Landes zu vertreten."

Vier EURO-Teilnahmen, zwei Finalspiel, neun Tore und ein Titel. Wir blicken auf die Karriere von Cristiano Ronaldo bei den Europameisterschaften:

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Alles begann für den Portugiesen bei der EURO 2004 im eigenen Land.

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Zusammen mit legendären Spielern wie Rui Costa oder Nuno Gomes sorgte man in der Heimat für viel Euphorie.

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Der damals erst 19-jährige Ronaldo stand bei allen sechs Spielen am Feld, vier Mal davon in der Startelf.

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Auch zwei Tore sind ihm gelungen. Im Eröffnungsspiel gegen Griechenland (1:2), sowie im Halbfinale gegen die Niederlande, in dem er auch ein zweites vorbereitete (2:1).

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Im Spiel gegen England (Viertelfinale) verwandelte er zudem seinen Penalty im Elferschießen souverän.

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Bereits 2004 jubelte "CR7" oberkörperfrei, es erinnert stark an den Torjubel im CL-Finale 2014.

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Die Europameisterschaft war auch der Startschuss eines Generationenwechsels bei der Selecao, unter anderem übernahm Ronaldo die Rolle des Superstars von Luis Figo.

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Ein Happy End war Ronaldo und seinen Portugiesen nicht vergönnt. Man verlor im Finale bekanntlich mit 0:1 gegen das Sensationsteam aus Griechenland.

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Das Bild von Ronaldo in Tränen nach dem Schlusspfiff ging um die Welt.

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Bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz war der Superstar schon nicht mehr aus dem Kader der Selecao wegzudenken.

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Mit Spielern wie Deco, Nuno Gomes oder Keeper Ricardo waren noch ein paar Spieler von 2004 im Kader.

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Doch mit Nani oder Pepe sind auch schon neue Kräfte dazugekommen, die auch heute noch wichtige Rollen im Team einnehmen.

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Ronaldo stand in drei von vier Spielen am Feld, lediglich im letzten Gruppenspiel wurde er geschont.

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Mit der eigenen Torausbeute wird er nicht ganz zufrieden gewesen sein, lediglich gegen Tschechien konnte er einmal netzen.

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Immerhin konnte er auch noch drei weitere Tore vorbereiten (zwei gegen Tschechien, eins gegen Deutschland).

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Schon damals kam er zur Ehre, als Kapitän das Team anzuführen.

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Das Turnier endete für die Portugiesen schließlich in Basel im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Deutschland.

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In einem dramatischen Spiel setzte sich das DFB-Team knapp mit 3:2 durch.

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Es soll das schlechteste Turnierergebnis bei einer EURO für Ronaldo bleiben.

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2012 in Polen und der Ukraine durfte Ronaldo sein Land als Kapitän zur Endrunde führen.

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Den Turnierstart verpatzte man allerdings...

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...Deutschland setzte sich dank eines Gomez-Tors mit 1:0 durch.

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In der vermeintlichen Todesgruppe, in der neben den Deutschen auch noch der damalige WM-Finalist Niederlande spielte, schien dies bereits das Ende des Turniers zu sein.

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Doch dank Siegen gegen Dänemark (3:2) und Holland, gegen das Ronaldo beide Tore zum 2:1-Sieg schoss, schaffte man doch noch den Sprung ins Viertelfinale.

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Dramatisch: Gegen Dänemark erzielte Varela das Siegestor erst in der 87. Minute.

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Insgesamt hatte Ronaldo bei dieser Endrunde dreimal Grund zum Jubeln.

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Im Viertelfinale gegen Tschechien tat man sich lange Zeit schwer...

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...doch ein Ronaldo-Tor in der 78. Spielminute ebnete den Weg ins Semifinale.

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In der Runde der letzten Vier hieß der Gegner Spanien, damaliger Welt- und Europameister.

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Im iberischen Duell verloren Ronaldo und sein Team 2:4 im Elferschießen. Der Kapitän kam als fünfter Schütze der Portugiesen nicht zum Zug.

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Auch bei der EURO 2016 starteten die Portugiesen nicht nach Wunsch, gegen Island spielte man nur 1:1.

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Im zweiten Spiel gegen Österreich tat sich das Team rund um "CR7" ebenfalls schwer.

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Das ÖFB-Team konzentrierte sich auf die Defensive und machte so den Iberern das Leben schwer.

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Ronaldo scheiterte mehrfach am überragenden Robert Almer...

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...und per Elfmeter am Pfosten.

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Im dritten Gruppenspiel gegen Ungarn gab es erstmals etwas zu jubeln für Ronaldo, beim 3:3 erzielte er zwei Treffer.

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Auch im Achtelfinale gegen Kroatien stellte der Kapitän seine Wichtigkeit unter Beweis. Nach einem Sprint von der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum bereitete er das Tor von Quaresma vor.

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Im Viertelfinale gegen Polen tat man sich ebenfalls sehr schwer. Man musste ins Elfmeterschießen.

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Ronaldo verwandelte als erster Schütze souverän.

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Bei den anderen Schützen konnte er kaum hinsehen, am Ende waren die Portugiesen aber doch nervenstärker.

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Im Halbfinale kam es schließlich zum Duell mit seinem Real-Madrid-Sturmpartner Gareth Bale.

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Mit seinem herrlichen Kopfballtreffer sowie dem Assist zu Nanis Treffer konnte er die Kritiker zum Schweigen bringen.

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Der Jubel über den neuerlichen Finaleinzug nach 2004 kannte keine Grenzen. Ein weiteres Mal will sich Cristiano Ronaldo den Titel aber nicht wegschnappen lassen.

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Doch das Endspiel begann denkbar schlecht, schon nach wenigen Minuten verletzte sich Ronaldo nach einem Zweikampf mit Dimitri Payet am Knie

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Unter Tränen musste der Superstar in der 25. Minute ausgewechselt werden.

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Doch CR7 hielt es fortan nicht auf der Bank, quasi als zweiter Trainer peitschte er seine Kameraden unaufhörlich nach vorne.

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Und nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr - das musste auch Trainer Fernando Santos erfahren.

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Da ist das Ding! Der EM-Titel 2016 ist die Krönung der Nationalteam-Karriere Cristiano Ronaldos!

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Das schmeckt dem Weltstar!

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Die LAOLA1-Dreierkette diskutiert über den überragenden Antoine Griezmann und den Viking-Clap der Franzosen:


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