Bescheidenheit nicht Frankreichs Stärke

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Bescheidenheit ist nicht unbedingt Frankreichs Stärke.

Dabei wäre diese nach dem mühevollen 2:1-Erfolg gegen Irland im EM-Achtelfinale durchaus angebracht.

Juventus-Legionär Patrice Evra meinte jedoch nach dem Schlusspfiff: "Wir waren in der Pause nicht frustriert. Wir hatten genug Selbstvertrauen in unser Können. Wir haben immer daran geglaubt. Ich dachte mir: 'Wir sind Frankreich, das ganze Land steht hinter uns. Es ist einfach nicht möglich, dass wir schon im Achtelfinale ausscheiden.'"

Griezmann durfte mit Familie feiern

Doch dieser Ansicht waren zumindest nicht alle im Lager des Gastgebers.


So erlöste Antoine Griezmann die "Grande Nation" gegen Irland:


Selbst Doppelpack-Torschütze Antoine Griezmann stieg eher auf die Bremse und wusste, dass es sich lange Zeit um eine Zitterpartie handelte. Trotzdem genoss der Atletico-Star den Moment, die "Grande Nation" ins Viertelfinale geschossen zu haben:

"Es ist wunderbar, dass ich getroffen habe und wir weiter gekommen sind. Vom Start hätten wir besser sein müssen, da haben wir nicht gleich ins Spiel gefunden. Mein Familie war heute auf der Tribüne. Das ist natürlich großartig, dass sie mitfeiern konnten. Zwischenzeitlich sah es nach Verlängerung aus, aber zum Glück haben wir das Spiel nach 90 Minuten entschieden. Ich fühle mich großartig. Ich freue mich immer, wenn ich der Mannschaft helfen kann."

Der Spielverlauf meinte es nicht gut mit den Franzosen, die sich vom Schock des Elfmeter-Treffers in der 3. Minute erst einmal erholen mussten.

"Wir sollten nicht schon ans Finale denken"

Dass sich die Hausherren schwer taten, in die Partie zu finden, lag vor allem am engagierten Auftreten des Außenseiters aus Irland.

Auch Teamchef Didier Deschamps streute dem Gegner Rosen:

"Nach dem Elfmeter gleich zu Beginn war es für meine Mannschaft schwierig, ins Spiel zu finden. Die Iren haben zudem ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben erst gegen Mitte der ersten Hälfte zu unserer Form gefunden. Gegen eine starke Defensive tut sich jede Mannschaft schwer, das hat man auch in den ersten Achtelfinalspielen gesehen."

Anders als Evra schwebt der Ex-Profi noch nicht auf Wolke sieben und bleibt auf dem Boden:

"Wir sollten jetzt nicht schon ans Finale denken. Wir sind in einem guten Rhythmus, das macht uns noch gefährlicher."


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