Die wichtigsten Infos und Facts zum EURO-Finale

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Es ist so weit!

Nach 50 Spielen kommt es am Sonntag ab 21 Uhr (LIVE im LAOLA1-Ticker) bei der 51. Partie der EURO 2016 zum großen Showdown um die Coupe Henri-Delaunay, also den Siegerpokal bei Europameisterschaften.

Wer setzt sich bei der 15. Endrunde dieses Kontinental-Turniers am Ende im Stade de France die Krone auf? Portugal oder Gastgeber Frankreich?

LAOLA1 hat vor dem Spiel des Jahres alles Wissenswerte rund um das Finale:


  • Das spricht für Portugal

Der Sinneswandel. Die Iberer sind nur auf eines aus und das ist der Titel. Diesem Ziel wird alles untergeordnet, selbst die eigene, jahrelang ausgeführte Spielphilosophie. Unter Teamchef Fernando Santos gibt es keinen Hauruck-Fußball mehr, Portugal ist auf den Endzweck ausgerichtet. Diese Spielweise sorgt nicht bei allen Fans für Jubelstürme, dennoch ist genau sie Portugals größte Waffe. Man wiegt den Gegner etwas in Sicherheit, sobald dieser etwas zu fahrlässig wird, schlagen Ronaldo, Nani und Co. zu. Die Defensive um Pepe scheint stark wie selten zuvor, nur fünf Gegentreffer in bislang sechs Spielen sind die Folge. Drei davon setzte es gegen Ungarn, allesamt abgefälschte Schüsse. Je einmal musste Rui Patrico gegen Island (Konter) und Polen (Blitztor) hinter sich greifen, ansonsten wirkte Portugal stabil wie selten zuvor. Defensive als Portugals Trumpf? Klingt kurios, ist aber wahr.



  • Das spricht für Frankreich

Der Heimvorteil. Seit 18 Spielen ist die „Grande Nation“ bei Großereignissen vor heimischen Publikum ungeschlagen. Eine unfassbare Serie, die die Deschamps-Elf im Endspiel fortsetzen will. Dabei wird die „Equipe Tricolore“ von einer ganzen Nation unterstützt. Im November 2015 wurde Paris von einem schrecklichen Terrorakt erschüttert, die Fußball-Stars könnten nun den Schmerz und die Tränen mit dem Gewinn des EM-Pokals zumindest etwas lindern. Klingt nach einem gewaltigen Druck, doch „Les Bleus“ wirkten nur im Eröffnungsspiel gegen Rumänien etwas gehemmt. Seither wandelte sich der Druck scheinbar in Aufwind. Zudem verfügt Frankreich mit Antoine Griezmann über den Topscorer der Endrunde. Der Atletico-Offensivmann ist selbst nach 69 Saisonspielen kein bisschen müde. In seinem 70. Spiel 2015/16 könnte er sich und seinem Team die Krone aufsetzen.


Unsere Experten sind vor dem Endspiel skeptisch:


  • Die Aufstellungen

ERSATZ PORTUGAL: Lopes, Eduardo - Bruno Alves, Vieirinha, Ricardo Carvalho, Eliseu - Joao Moutinho, Danilo Pereira, Rafa Silva, Andre Gomes - Eder, Quaresma

ERSATZ FRANKREICH: Mandanda, Costil - Jallet, Mangala, Rami, Digne - Kante, Cabaye, Schneiderlin - Gignac, Martial, Coman

Bei Portugal sollte Abwehrchef Pepe rechtzeitig fit werden. Der Real-Verteidiger dürfte Bruno Alves ersetzen. Ansonsten sind bei den Portugiesen keine Überraschungen zu erwarten. Einzig Joao Moutinho könnte für den nicht restlos überzeugend auftretenden Joao Mario in die Startelf rücken. Abzuwarten bleibt, ob Teamchef Santos erneut in die Trickkiste greift. Gegen Kroatien agierte etwa der frisch ins Team gerückte Adrien Silva als persönlicher Bewacher von Spielmacher Luka Modric, dem damit sichtlich die Spielfreude genommen wurde. Gut möglich, dass sich der Coach für das Endspiel wieder eine taktische Raffinesse überlegt hat.

Bei den Franzosen sind gegenüber dem Halbfinale gegen Deutschland keine Veränderungen zu erwarten. Umtiti wusste zuletzt in der Innenverteidigung zu überzeugen, das neu formierte Mittelfeld ohne Kante funktionierte gegen die DFB-Elf ebenfalls gut. Gegen die eher auf Konter lauernden Portugiesen ist der Abräumer von Leicester-City wohl ohnehin nicht so gefragt, wie gegen dominant auftretende Mannschaften.



  • Der Schiedsrichter

Nur ein Engländer konnte wohl der 1:2-Niederlage gegen Island etwas abgewinnen. Schließlich wuchsen damit die Chancen, dass Mark Clattenburg auch das Endspiel leiten würde. Und UEFA-Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina betraute den 41-Jährigen auch mit dem wichtigsten Fußball-Finale des Jahres. Clattenburg holt damit das Double, schließlich leitete der gelernte Elektriker auch schon das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Atletico Madrid. Clattenburg ist der erste englische EM-Final-Schiedsrichter seit Arthur Holland, der 1964 den 2:1-Sieg Spaniens gegen die Sowjetunion begleitete. Clattenburg leitete einmal ein Freundschaftsspiel Frankreichs in der Ukraine, das 2011 4:1 für die Gäste endete. Er kam dabei ohne Karte aus. Das war auch bei Portugals 4:4 gegen Zypern in der EM-Quali für 2012 der Fall. Beim 1:0 gegen Dänemark im Oktober 2015 kam er mit zwei Gelben aus. In diesem Turnier pfiff Clattenburg Belgien-Italien (0:2), Tschechien-Kroatien 2:2 und Schweiz-Polen (5:6 n.E.). Clattenburg besticht durch Besonnenheit. Und er trägt gerne langärmlige Trikots - allerdings nicht wie berichtet wurde wegen eines Tattoos, das die UEFA nicht gern sieht. Denn diese Meldungen wies der Verband zurück.


Griezmann mal zwei:


  • Der Titel-Durst

Portugal wartet noch immer auf den ersten großen Titel. Während bei einer WM Platz drei 1966 bzw. Platz vier 2006 die größten Erfolge darstellen, war man bei einer EM schon um einiges knapper dran. Doch bei der Heim-EM 2004 flossen am Ende die Tränen, als man das Finale sensationell gegen Griechenland durch ein Tor von Angelos Charisteas mit 0:1 verlor. Damals schon mit dabei: Cristiano Ronaldo. Nun steht der Superstar mit seiner Truppe zum zweiten Mal in einem Endspiel. Beim Gegner muss man etwas ausholen.

Frankreich trägt zum bereits fünften Mal ein großes Fußball-Turnier aus. 1938 musste man sich bei der Heim-Weltmeisterschaft aber schon im Viertelfinale dem späteren Champion Italien mit 1:3 geschlagen geben. Bei der Heim-Europameisterschaft 1960, der ersten überhaupt, traten nur vier Teams an, nach einem 4:5 gegen Jugoslawien verlor man auch das Spiel um Platz 3 gegen die Tschechoslowakei mit 0:2. Das war die bislang letzte Niederlage bei einem Endrunden-Turnier auf eigenem Boden. Seither ist man 18 (!) Partien ungeschlagen. Denn 1984 setzte man sich in allen Spielen durch, unter anderem auch im Halbfinale gegen Portugal mit 3:2 nach Verlängerung. Auch bei der Heim-WM 1998 mussten sich die Franzosen nie geschlagen geben und wurden erstmals Weltmeister. Bei der Heim-EURO 2016 gab es bislang ebenfalls keine Niederlage. Ein Finalsieg am Sonntag würde den dritten EM-Titel nach 1984 und 2000 bedeuten. Deutschland und Spanien haben ebenso viele zu Buche stehen.


  • Der Weg ins Finale

Portugal Frankreich
Gruppe 1:1 Island 2:1 Rumänien
Gruppe 0:0 Österreich 2:0 Albanien
Gruppe 3:3 Ungarn 0:0 Schweiz
Achtelfinale 1:0 n.V. Kroatien 2:1 Irland
Viertelfinale 1:1 n.V, 5:3 i.E. Polen 5:2 Island
Halbfinale 2:0 Wales 2:0 Deutschland

Bernhard Kastler/Matthias Nemetz


Vier EURO-Teilnahmen, zwei Finalspiel, neun Tore und ein Titel. Wir blicken auf die Karriere von Cristiano Ronaldo bei den Europameisterschaften:

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Alles begann für den Portugiesen bei der EURO 2004 im eigenen Land.

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Zusammen mit legendären Spielern wie Rui Costa oder Nuno Gomes sorgte man in der Heimat für viel Euphorie.

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Der damals erst 19-jährige Ronaldo stand bei allen sechs Spielen am Feld, vier Mal davon in der Startelf.

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Auch zwei Tore sind ihm gelungen. Im Eröffnungsspiel gegen Griechenland (1:2), sowie im Halbfinale gegen die Niederlande, in dem er auch ein zweites vorbereitete (2:1).

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Im Spiel gegen England (Viertelfinale) verwandelte er zudem seinen Penalty im Elferschießen souverän.

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Bereits 2004 jubelte "CR7" oberkörperfrei, es erinnert stark an den Torjubel im CL-Finale 2014.

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Die Europameisterschaft war auch der Startschuss eines Generationenwechsels bei der Selecao, unter anderem übernahm Ronaldo die Rolle des Superstars von Luis Figo.

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Ein Happy End war Ronaldo und seinen Portugiesen nicht vergönnt. Man verlor im Finale bekanntlich mit 0:1 gegen das Sensationsteam aus Griechenland.

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Das Bild von Ronaldo in Tränen nach dem Schlusspfiff ging um die Welt.

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Bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz war der Superstar schon nicht mehr aus dem Kader der Selecao wegzudenken.

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Mit Spielern wie Deco, Nuno Gomes oder Keeper Ricardo waren noch ein paar Spieler von 2004 im Kader.

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Doch mit Nani oder Pepe sind auch schon neue Kräfte dazugekommen, die auch heute noch wichtige Rollen im Team einnehmen.

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Ronaldo stand in drei von vier Spielen am Feld, lediglich im letzten Gruppenspiel wurde er geschont.

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Mit der eigenen Torausbeute wird er nicht ganz zufrieden gewesen sein, lediglich gegen Tschechien konnte er einmal netzen.

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Immerhin konnte er auch noch drei weitere Tore vorbereiten (zwei gegen Tschechien, eins gegen Deutschland).

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Schon damals kam er zur Ehre, als Kapitän das Team anzuführen.

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Das Turnier endete für die Portugiesen schließlich in Basel im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Deutschland.

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In einem dramatischen Spiel setzte sich das DFB-Team knapp mit 3:2 durch.

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Es soll das schlechteste Turnierergebnis bei einer EURO für Ronaldo bleiben.

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2012 in Polen und der Ukraine durfte Ronaldo sein Land als Kapitän zur Endrunde führen.

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Den Turnierstart verpatzte man allerdings...

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...Deutschland setzte sich dank eines Gomez-Tors mit 1:0 durch.

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In der vermeintlichen Todesgruppe, in der neben den Deutschen auch noch der damalige WM-Finalist Niederlande spielte, schien dies bereits das Ende des Turniers zu sein.

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Doch dank Siegen gegen Dänemark (3:2) und Holland, gegen das Ronaldo beide Tore zum 2:1-Sieg schoss, schaffte man doch noch den Sprung ins Viertelfinale.

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Dramatisch: Gegen Dänemark erzielte Varela das Siegestor erst in der 87. Minute.

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Insgesamt hatte Ronaldo bei dieser Endrunde dreimal Grund zum Jubeln.

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Im Viertelfinale gegen Tschechien tat man sich lange Zeit schwer...

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...doch ein Ronaldo-Tor in der 78. Spielminute ebnete den Weg ins Semifinale.

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In der Runde der letzten Vier hieß der Gegner Spanien, damaliger Welt- und Europameister.

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Im iberischen Duell verloren Ronaldo und sein Team 2:4 im Elferschießen. Der Kapitän kam als fünfter Schütze der Portugiesen nicht zum Zug.

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Auch bei der EURO 2016 starteten die Portugiesen nicht nach Wunsch, gegen Island spielte man nur 1:1.

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Im zweiten Spiel gegen Österreich tat sich das Team rund um "CR7" ebenfalls schwer.

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Das ÖFB-Team konzentrierte sich auf die Defensive und machte so den Iberern das Leben schwer.

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Ronaldo scheiterte mehrfach am überragenden Robert Almer...

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...und per Elfmeter am Pfosten.

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Im dritten Gruppenspiel gegen Ungarn gab es erstmals etwas zu jubeln für Ronaldo, beim 3:3 erzielte er zwei Treffer.

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Auch im Achtelfinale gegen Kroatien stellte der Kapitän seine Wichtigkeit unter Beweis. Nach einem Sprint von der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum bereitete er das Tor von Quaresma vor.

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Im Viertelfinale gegen Polen tat man sich ebenfalls sehr schwer. Man musste ins Elfmeterschießen.

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Ronaldo verwandelte als erster Schütze souverän.

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Bei den anderen Schützen konnte er kaum hinsehen, am Ende waren die Portugiesen aber doch nervenstärker.

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Im Halbfinale kam es schließlich zum Duell mit seinem Real-Madrid-Sturmpartner Gareth Bale.

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Mit seinem herrlichen Kopfballtreffer sowie dem Assist zu Nanis Treffer konnte er die Kritiker zum Schweigen bringen.

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Der Jubel über den neuerlichen Finaleinzug nach 2004 kannte keine Grenzen. Ein weiteres Mal will sich Cristiano Ronaldo den Titel aber nicht wegschnappen lassen.

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Doch das Endspiel begann denkbar schlecht, schon nach wenigen Minuten verletzte sich Ronaldo nach einem Zweikampf mit Dimitri Payet am Knie

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Unter Tränen musste der Superstar in der 25. Minute ausgewechselt werden.

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Doch CR7 hielt es fortan nicht auf der Bank, quasi als zweiter Trainer peitschte er seine Kameraden unaufhörlich nach vorne.

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Und nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr - das musste auch Trainer Fernando Santos erfahren.

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Da ist das Ding! Der EM-Titel 2016 ist die Krönung der Nationalteam-Karriere Cristiano Ronaldos!

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Das schmeckt dem Weltstar!

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